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OBERPULLENDORF: DIE NEUEN U16-MEISTER: JOHANNES SCHRETTER UND ANNA-MARIA HEIL

Im Finale der Österreichischen U16-Staatsmeisterschaften setzten sich mit Johannes Schretter und Anna-Maria Heil zwei Spieler durch, die etwas konstanter und reifer als ihre Gegner agierten.

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"Fantastisch gespielt"
(25.6.2010)
Karoline Kurz (BTV) wohnt in Oberpullendorf, spielt in Oberpullendorf, trainiert in Oberpullendorf. Für die Tochter von BTV-Präsident Günter Kurz war das heutige Finale der U16-Staatsmeisterschaften daher ein regelrechtes Heimspiel. "Und das hat man ihr im ersten Satz auch angemerkt", zog ÖTV-Konditionstrainer Florian Pernhaupt, der Kurz' Gegnerin Anna-Maria Heil während der Meisterschaften betreute, danach Bilanz. Mit 6:0, 6:4 holte sich Heil deutlich den Titel und konnte damit ihrer Jahresbilanz neben ihrem ersten ITF-Sieg im April auf Malta ein weiteres Highlight hinzufügen. "Der erste Satz", so Pernhaupt, "war deshalb so klar, weil Kurz ziemlich nervös war. Im zweiten Satz hat sich das Match aber dann zu einer Partie auf hohem Niveau entwickelt. Karoline hat fantastisch von hinten gespielt, Anna-Maria hat aber sehr gut gekontert, hat immer wieder sehr aktiv nach vorne in den Platz hinein "gearbeitet", war sehr konstant und im Kopf weniger nervös als Kurz." In Zukunft wird Pernhaupt u. a. mit Anna-Maria Heil zehn Wochen pro Jahr auf Turnieren unterwegs sein und sich dabei noch mehr als bisher "um den körperlichen Background der Spieler" (Pernhaupt) kümmern.

"Hart erkämpft"
Im Burschenfinale traf der an Nummer 4 gesetzte Vorarlberger Linus Erhart auf die Nummer 2 des Bewerbs, Johannes Schretter (STTV), und obwohl Schretter mit 6:4, 6:4 gewinnen konnte, war Erharts Leistung danach ebenso in aller Munde. Walter Grobbauer, der Schretter während der Meisterschaften betreute: "Linus hat v. a. bei den Grundlinienralleys hervorragend gespielt, war die meiste Zeit über sogar der aktivere Spieler. Jo-Jo hat aber gut gekontert, hat sehr kompakt und mental stark gespielt. Bei den Big Points hat er glücklicher agiert." Florian Pernhaupt: "Jo-Jo war hier sicherlich der reifste und konstanteste Spieler, der schon viel erwachsener als die anderen wirkt. Gegen Erhart war es allerdings ein Arbeitssieg, den er sich hart erkämpfen musste. Linus ist ein Spieler, der sehr unangenehm, sehr instinktiv und sehr gescheit spielt." Eigentlich hätte Schretter nach Oberpullendorf von StTV-Headcoach Matthias Schuck begleitet werden sollen. "Leider liegt der Schucki", so Grobbauer, "aber mit drei Bänderrissen im Spital und muss jeden Tag sechs Stunden Therapie über sich ergehen lassen. Ich bin mir sicher, dass Jo-Jo auch für seinen Trainer gespielt und gewonnen hat."

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Linus Erhart - Johannes Schretter
(24.6.2010)
Der eine (Dominic Weidinger/NÖTV) ist ein Spieler mit "sehr soliden Grundschlägen, die aber im Tempo noch ausbaufähig sind" (ÖTV-Touringcoach Thomas Weindorfer). Der andere (Linus Erhart/VTV) ist ein Spieler mit großer Power in den Schlägen und vielen Varianten in seinem Spiel. Mit welchen Eigenschaften kommt man schneller zum Ziel? Am heutigen Semifinal-Tag hatte etwas überraschend die Power über die Solidität gesiegt: Das an Nummer 4 "Tennisass Linus Erhart" (Vorarlberger Nachrichten) besiegte in einem hochklassigen Match den topgesetzten Dominic Weidinger mit 3:6, 6:4, 6:4. Erst vor kurzem hatte der 15-jährige Lustenauer in der Mitte Mai gestarteten Raiffeisen-Tennisliga aufgezeigt: In einem beinahe dreistündigen Match hatte die Nummer 1 des TC Lustenau den ehemaligen ATP-Spieler Kamil Vondracek (TC Bludenz) mit 6:2, 3:6, 6:4 besiegt. Im Endspiel von Oberpullendorf wird Erhart am Freitag ab 10:30 Uhr auf Johannes Schretter treffen, der Markus Ahne mit 7:6, 6:0 besiegte und damit dem letzten im Bewerb verbliebenen "Südstädter" zu einem traurigen Déjà-vécu-Erlebnis verhalf: Auch bei den Österreichischen U16-Hallenmeisterschaften im Jänner 2010 waren die beiden aufeinandergetroffen. Damals hatte Schretter im Finale mit 6:3, 6:3 gewonnen. Nach seinem Turniersieg bei den Junior Croatia Open 2010 (ETA / Kat.2) in der Vorwoche wird Schretter als leichter Favorit ins Endspiel gehen

Anna-Maria Heil - Karoline Kurz
Die eine sammelt Briefmarken, der andere schöne Autos. Karoline Kurz (BTV/6.) hat sich offensichtlich auf das Anhäufen nationaler Titel spezialisiert: Nach den U14-Hallenmeisterschaften 2010 hatte sich die Tochter von BTV-Präsident Günter Kurz im Mai auch den U14-Freilufttitel gesichert, und auch bei den U16-Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf ist die 14-jährige Burgenländerin auf dem richtigen Weg. Im Semifinale besiegte sie Anna Dopler (WTV/4.) mit 7:5, 6:4 und trifft im Endspiel auf Anna-Maria Heil, die Julia Grabher (VTV/3.) mit 6:2, 6:2 keine Chance ließ. Heil, die im Verlauf des gesamten Turniers keinen Satz abgeben musste, geht daher auch als leichte Favoritin ins Endspiel. In ihrem Spiel wird derzeit "im Training einiges am Aufschlag verändert", so ÖTV-Damencoach Conny Gruber. "Wir müssen uns aber auch auf den Volley konzentrieren und eine minimale Veränderung bei der Rückhand vornehmen."

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Weidinger - Erhart, Ahne - Schretter
(23.6.2010)
Bei den Burschen? Alles nach Plan. Bei den Mädchen? Eine Riesenüberraschung. So lautet die Kurzfassung des dritten Spieltages der Österreichischen U16-Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf. Während sich Dominic Weidinger (NÖTV/1.) nach Startschwierigkeiten im ersten Satz letztendlich doch noch locker über Lorenz Fink (STTV/6.) mit 7:6, 6:1 hinwegsetzte und damit im Semifinale auf Linus Erhart (VTV/4.) trifft, der mit Johannes Mühlberger (OÖTV/8.) mit 6:1, 6:3 kurzen Prozess machte, hatte in der unteren Rasterhälfte Markus Ahne (KTV/3.) gegen Felix Wohlgenannt (VTV) wesentlich härter zu kämpfen. "Die beiden schenkten sich bis zum Schluss nichts", so ÖTV-Konditionstrainer Florian Pernhaupt, der während der Staatsmeisterschaften Ahne, Weidinger und Anna-Maria Heil betreut. Nachdem der erste Satz mit 7:5 noch an den "Südstädter" Ahne ging, kämpfte Wohlgenannt in Satz zwei zurück und glich mit 6:7 zum Satzgleichstand aus. Im dritten Satz entschieden die doch "etwas größere Routine von Ahne bei den Big Points" (Pernhaupt) für den Kärntner. Mit dem Resultat von 7:5, 6:7, 6:2 zog er ins Semifinale ein und trifft dort auf den Turnierfavoriten Johannes Schretter (STTV/2.), der Lucas Miedler (NÖTV/7.) mit 6:3, 6:1 aus dem Bewerb warf.

Heil - Grabher, Dopler - Kurz
Auch im Mädchenbewerb deutete von Anfang an vieles auf ein mögliches Finale der Nummer 1 (Anna-Maria Heil) gegen die Nummer 2 (Anna Götz/OÖTV) hin, hätte nicht Karoline Kurz (BTV/6.) dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Tochter von Turnierorganisator Günter Kurz, die erst vor wenigen Wochen bei den U14-Staatsmeisterschaften sowohl Einzel als auch Doppel gewinnen konnte, eliminierte Götz mit 3:6, 6:4, 6:3 und trifft damit im Semifinale auf Anna Dopler (WTV/4.), die Carmen Schauer (STTV/5.) mit 7:6, 7:5 besiegte. Das zweite Semifinale wird zwischen Anna-Maria Heil (6:0, 6:1 gegen Nadine Kopf (VTV/7.) und Julia Grabher (VTV/3.) - 6:1, 6:2 gegen Marlies Szupper (WTV/8.) - am Donnerstag ab 10:30 Uhr ausgetragen werden.

Motiviert und erfolgreich
(22.6.2010)
Der eine: Dominic Weidinger. "Ein sehr motivierter Spieler mit super Trainingseinstellung, der bis 2009 vom NÖTV unter der Leitung von Alfred Tesar trainiert wurde", so ÖTV-Touringcoach Thomas Weindorfer. "Er verfügt über sehr solide Grundschläge, die aber im Tempo noch ausbaufähig sind. Auch beim 1. Aufschlag hat er noch große Reserven." Die andere: Anna-Maria Heil. "Eine Spielerin, die", so ÖTV-Damencoach Conny Gruber, "in den letzten Monaten spielerisch eine Menge dazugelernt hat, sodass wir von den ETA-Turnieren weg mehr in Richtung der ITF-Junior-Turniere gehen konnten." Und das mit Erfolg: Anfang April hatte die Steirerin, die gestern ihren 15. Geburtstag gefeiert hat, in Marsa auf Malta ihren ersten ITF-Titel (U18) für sich entscheiden können.

Weidinger & Heil im Viertelfinale
Der eine: Dominic Weidinger. Die andere: Anna-Maria Heil. Gemeinsam haben die beiden - neben dem Lob ihrer Trainer - derzeit auch ihren aktuellen Weg: Bei den Österreichischen U16-Meisterschaften steht Weidinger (NÖTV/1.) nach einem glatten 6:2, 6:1-Sieg über Christian Russinov bereits in der Runde der letzten acht und trifft dort auf Lorenz Fink (STTV/6.). Im Mädchenbewerb hatte Heil, ebenfalls an Nummer 1 gesetzt, mit ihrer Gegnerin Martina Zolles (WTV) keine Probleme und trifft nach ihrem 6:1, 6:1 im Viertelfinale auf Nadine Kopf (VTV/7.). Ins Viertelfinale konnten ebenfalls bereits Julia Grabher (VTV/3.), Marlies Szupper (WTV/8.), Carmen Schauer (STTV/5.), Anna Dopler (WTV/4.), Karoline Kurz (BTV/6.), Anna Götz (OÖTV/2.), Linus Erhart (VTV/4.), Johannes Mühlberger (OÖTV/8.), Felix Wohlgenannt, Markus Ahne (KTV/3.), Lucas Miedler (NÖTV/7.) und Johannes Schretter (NÖTV/2.) aufsteigen.


Keine Überraschungen
(22.6.2010)
In der Halle hatten zuletzt im Jänner 2010 in Neudörfl Denise Maxl (WTV) und Johannes Schretter (STTV) den Titel der Österreichischen U16-Staatsmeisterschaften gewonnen, im Freien kürten sich vor einem Jahr in Oberpullendorf Patricia Haas (NÖTV) und Dominic Thiem (NÖTV) souverän zu den besten U16-Teenagern Österreichs. Und auch 2010, obwohl erst eine Runde absolviert wurde, sieht es nach einer klaren Sache für FavoritInnen aus. Sowohl im Burschen- als auch im Mädchenbewerb überstanden sämtliche der gesetzten SpielerInnen die erste Runde und stehen damit im Achtelfinale. Am beeindruckendsten erledigte dabei der an Nummer 1 gesetzte Niederösterreicher Dominic Weidinger seinen "Job", indem er den Qualifikanten Marco Prochazka mit 6:0, 6:0 zurück in die Kabine schickte. Das kann ich auch, dürfte sich auch die an Nummer 1 gesetzte "Südstädterin" Anna Maria Heil gedacht haben und verpasste ihrer Erstrunden-Gegnerin Alena Weiß (KTV) ebenfalls die Höchststrafe.



Kostenfreie Nächtigung
(4.6.2010)
Für ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller waren Österreichische Staatsmeisterschaften schon immer „die beste Möglichkeit für junge, aufstrebende Spieler den bereits etablierten Tennisprofis auf die Finger zu schauen und wenn möglich auch auf die Finger zu hauen.“ Die beste Möglichkeit dafür bieten diesmal zunächst einmal von 19. bis 25. Juni die Österreichischen U16-Meisterschaften bzw. eine Woche später von 24. Juni bis 3. Juli die nationalen Meisterschaften (AK) im TC Sporthotel Kurz in Oberpullendorf, denn soviele Stars wie diesmal waren schon lange nicht mehr am Start: Erstmals seit 2007, 1996 bzw. 2009 treten 2010 nämlich Daniel Köller, Stefan Koubek und Niki Hofmanova zum Kampf um den Titel an. Sportlich werden die Meisterschaften diesmal also auf so hohem Niveau wie schon lange nicht mehr stehen. "Wir erwarten einige hundert Zuschauer bei den Semifinale und Finale", sagt BTV-Präsident und Turnierorganisator Günter Kurz.

Keine Bodyguards für Köllerer und Koubek
Zwischenmenschlich könnte es allerdings nach dem Bundesliga-Streit zwischen Köllerer und Koubek erneut zu Problemen kommen. "Das glaube ich nicht", widerspricht Kurz derartigen Befürchtungen. "Die beiden sind Manns genug, um ihren Streit bis dahin aus der Welt zu schaffen. Bodyguards", schmunzelt Kurz, "werden bei einem möglichen Finale der beiden also kaum am Platzrand stehen müssen." Abgesehen davon laufen die Vorbereitungen, um für gute Stimmung abseits des Courts zu sorgen, derzeit auf Hochtouren. Für sämtliche SpielerInnen hat Günter Kurz - zusätzlich zur Player's Party (29.6.2010) mit anschließendem Poker-Turnier und dem Konzert von DIE 3 (mehr siehe dazu unten) - aber noch ein ganz spezielles Goodie parat: „Alle Damen und Herren im Einzel–Hauptbewerb erhalten Nächtigung mit Halbpension kostenfrei. Die freie Hospitality beginnt am Montag, den 28.6.2010, mit dem Dinnerbuffet und endet mit dem Frühstück nach dem Ausscheiden aus dem Singlebewerb." Sportlich werden diese Meisterschaften zweifellos von hohem Wert sein. "Wir erwarten einige hundert Zuschauer bei den Semifinale und Finale" (Kurz).

Kongeniale Kombination
"Abgesehen vom Sport am Court ist es das, worauf ich mich persönlich besonders freue", sagt Günter Kurz und meint damit den Auftritt von DIE 3 im Rahmen der Player's Party. Diese Formation ist bei weitem mehr als nur eine Weiterführung der einzigartigen Erfolge von (Ambros-Fendrich-Danzer). Weit über 200 Konzerte seit dem Bestehen (2006), und die Nachfrage steigt enorm. Die (zufällige!) optische Ähnlichkeit mit den Originalen, vor allem aber die musikalische Kompetenz, authentischen Stimmen und die perfekte Dreistimmigkeit sorgen für Begeisterungsstürme beim Publikum. DIE 3 sind privat und musikalisch dicke Freunde, die Performance bekommt dadurch einen äußerst sympathischen Charakter. Und da jeder Einzelne eine große Portion Humor besitzt, ergeben sich witzige, teilweise kabarettreife Moderationen von und zwischen den drei Künstlern. Natürlich werden alle Kult-Hits von Austria 3 präsentiert, und auf Drängen der in der Zwischenzeit unzähligen Fans gibt es DIE 3 ab sofort als kongeniale Kombination mit der Original-Austria-3-Live-Band mit den Ikonen des Austropop Gary Lux (Keys), Ulli Bäer (Guit), Harald Fendrich (Bass) und Harry Stampfer (Drums). Die Premiere mit dieser legendären Live-Band fand am 30. Mai 2010 im Wiener Metropol statt. Weitere Informationen gibt es unter: www.die3.cc

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