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Davis Cup

Novak eröffnet in Moskau gegen Rublev

Am Freitag beginnt die schwierige Mission in Russland. Dennis Novak macht den Auftakt, anschließend spielt Sebastian Ofner gegen Daniil Medvedev. Für das Doppel nominierte Kapitän Stefan Koubek Philipp Oswald und Jürgen Melzer.

Das Team Rot-Weiß-Rot auf dem roten Platz in Moskau. ©GEPA-Pictures / Matthias Hauer

Nach dem 5:0 gegen Weißrussland in St. Pölten, tritt das Daviscup-Team in der zweiten Runde der Europa/Afrika-Zone I am 6. und 7. April in Moskau an. Gelingt ein Sieg, wird im September in der Relegation um den Aufstieg in die Weltgruppe gespielt. Nach einer Niederlage wiederum wäre das Jahr für die Tennis-Nationalmannschaft beendet. ORF Sport+ überträgt an beiden Spieltagen live.

Auf die Mannschaft von Stefan Koubek wartet eine schwere Aufgabe – schließlich treten die Russen in Bestbesetzung an, während der rot-weiß-rote Kapitän einige Absagen zur Kenntnis nehmen musste. Dennis Novak (ATP-195) eröffnet am Freitag (15 Uhr MESZ) in der Luzhniki-Arena gegen Andrey Rublev (ATP-35), im Anschluss spielt Sebastian Ofner (ATP-141), die österreichische Nummer 1, gegen Daniil Medvedev (ATP-49). Für das Doppel am Samstag (13 Uhr MESZ) sind Philipp Oswald und Jürgen Melzer nominiert, Tristan-Samuel Weissborn steht als Ersatzmann bereit. Die Gegner heißen Evgeny Donskoy und Karen Khachanov.

„Natürlich sind wir klarer Außenseiter“, sagt Koubek, „die Russen haben ein unglaublich gutes junges Team mit drei Top-50-Spielern. Aber gerade im Best-of-Three kann alles passieren, wenn man einen guten Start erwischt.“ Nach den Trainingseinheiten vor Ort entschied der Kärntner, Ofner und Novak am ersten Tag ins Rennen zu schicken. „Jürgen ist zwar fit, er ist definitiv zurück, aber er hat noch nicht so viel Training in sich, um Single zu spielen. Ich habe mein Bauchgefühl entscheiden lassen. Und das hat mir gesagt, dass das Doppel Oswald/Melzer das beste Line-up ist.“ Jürgen Melzer war Anfang Oktober am Ellbogen operiert worden, vor einer Woche startete der 36-Jährige beim Challenger in Marbella das Comeback. In Moskau wird der Daviscup-Rekordspieler sein 73. Match für Österreich bestreiten.

Sebastian Ofner sieht seinem Daviscup-Debüt gelassen entgegen. Druck will sich der 21-Jährige keinen machen. „Der liegt eindeutig bei den Russen, sie sind haushoher Favorit. Natürlich ist es etwas Besonderes, für sein Land spielen zu dürfen. Aber es ist ein Match, in das ich wie in jedes andere hineingehen werde.“ Den Durchbruch schaffte der Steirer im Vorjahr, in Wimbledon erreichte er als Qualifikant die dritte Runde, in Kitzbühel das Semifinale. Bei beiden Events schlug Ofner Top-50-Spieler. „Sebastian kann mit der Situation hier gut umgehen“, sagt Koubek.

Dennis Novak ist bereits vier Mal für Österreich eingelaufen, die Bilanz lautet 2:2, zuletzt spielte der 24-Jährige beim Dead Rubber gegen Weißrussland in St. Pölten groß auf.  „Auf diesem Hardcourt fühle ich mich wohl“, sagt der Niederösterreicher, der hofft, schnell in die Partie zu finden. „Der neue Modus auf zwei Gewinnsätze kommt dem Außenseiter entgegen, der vorne weg spielen kann. Das Gute ist, dass die Russen als Favoriten vor eigenem Publikum gewinnen müssen. Das schiebt den Druck auf ihre Seite.“

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