Zum Inhalt springen

NONTHABURI: BARBARA HAAS UNTERLIEGT ERST IM SEMIFINALE +++ "ICH BEWEGTE MICH SCHLECHT, SIE SPIELTE VOLL AGGRESSIV"

Ende Februar hatte Barbara Haas' (Bild) Mittelohr-Operation ihr Antreten beim Wintercup-Finale und den Staatsmeisterschaften verhindert. Beim Kat. 1-Turnier im thailändischen Nonthaburi scheidet das (noch) 14-jährige Talent erst im Semifinale des Kat. 1-Turniers aus: 3:6, 3:6 gegen Sabina Sharipova.

 
NONTHABURI

11.3.2011

HOHE ANSPRÜCHE.Die Erwartungen im Spieler-Manager-Team Barbara Haas-Raimund Stefanits "köcheln" bereits seit Wochen auf hoher Temperatur: Im Vorjahr war Barbara Haas gerade einmal 14 Jahre alt und wurde deshalb von UTC La Ville-Mannschaftsführer Bogdan Roulski in der Superliga „nur“ vier Mal auf den Platz gestellt. Heuer, so Haas-Manager Stefanits, "soll das schon ein bissl anders ausschauen." 2011 wird das Damen-Team von UTC Schenker La Ville, das 2010 in der Endtabelle Platz 3 erreicht hatte, "komplett rund um Niki Hofmanova und Barbara Haas aufgebaut werden." Da die Ungarin Greta Arn La Ville verlassen hat, setzen die Liesinger v. a. auf ihre "Eigenprodukte" Haas & Hofmanova. Haas, die heuer erstmals auch Mitglied des WTV-Jugendkaders (Mädchen 16u) ist, "ist damit, obwohl sie in Weyer geboren ist, zum ersten Mal eine Wienerin. Vor einem Jahr war es noch nicht sicher, ob die Babsi stark genug ist, um in der Bundesliga mitspielen zu können. Heuer ist sie es ganz sicher." Ähnlich hohe Ansprüche stellt Stefanits an seinen Schützling auch bei dem in der ersten August-Woche auf der La Ville-Anlage veranstalteten 10.000-Dollar-Turnier. "Bis zu diesem Zeitpunkt sollte sie soweit sein, dass sie bei diesem ITF-Damenturnier eine Schlüsselrolle spielen kann. Sie muss es nicht unbedingt gewinnen, aber ein paar Runden sollte sie schon dabei sein."

"OHNE DRUCK." Bis es soweit ist, "erholt" sich das bis zum 19. März noch 14-jährige Nachwuchstalent derzeit erfolgreich auf der ITF Juniors-Tour von ihrer Mittelohr-Operation Ende Februar: Beim Kat. 1-Turnier im thailändischen Nonthaburi zog Haas (ITF 50) mit einem glatten 6:1, 6:1-Sieg über die Schwedin Rebecca Peterson (ITF 147) ins Semifinale ein und musste sich erst dort der um knapp eineinhalb Jahre älteren Usbekin Sabina Sharipova (ITF 68) mit 3:6, 3:6 geschlagen geben. Warum? "Ich bewegte mich ziemlich schlecht, sie spielte voll aggressiv: Gerade, schnelle Bälle, einfach auf alles drauf." Insgesamt waren die Vorbereitungen auf ihre Asien-Tour "alles andere als optimal" verlaufen, so Barbara auf ihrer Homepage www.barbarahaas.at. Nach ihrer Mittelohrentzündung hatte sie sich zwar "bestmöglich vorbereitet" (Haas), doch am Tag vor dem Abflug setzte sie ein Virus außer Gefecht.

GRAND SLAMS IN GREIFBARER NÄHE. Dennoch war die mangelnde Spielpraxis war kein Problem: "Die ersten beiden Matches waren ein harter Fight. Im Viertelfinale hab ich richtig gut gespielt. Ich bin zwar noch nicht bei 100 Prozent, aber ich bin am Weg dahin." Ihr Ziel? "Ich bin zufrieden, wenn ich gute Matches spiele und am Platz die Sachen umsetzen kann, die ich mir vorgenommen habe. Weil meine Vorbereitung nicht optimal war, kann ich ohne Druck spielen." Haas steht aktuell auf Position 50 im ITF-Ranking der Unter-18-Jährigen und ist damit klar Österreichs Nummer 1. Mit den gewonnenen Ranglisten-Punkten wird sie sich voraussichtlich um zehn Plätze verbessern können. Damit sollte ihr Ziel, die direkte Qualifikation für die Junioren-Grand-Slam-Turniere in Roland Garros, Wimbledon und New York, in greifbare Nähe gerückt sein.

» Verwandte Artikel «

9. März 2011: (VORZEITIGES) HAPPY BIRTHDAY, BARBARA HAAS! ERSTES VIERTELFINALE SEIT IHRER OP



Top Themen der Redaktion

ITF

Nächstes Top-Event für die Top-Jugendlichen

Nach den VARTA Open in Oberpullendorf messen sich die österreichischen U18-HoffnungsträgerInnen diese Woche bei der 41. International Spring Bowl in Tribuswinkel mit der internationalen Konkurrenz.

COVID-19Verbands-Info

Bereits 780 Tennisvereine "bewegen sich"

Die Aktion "BEWEG DICH!" von ServusTV, für den Nachwuchs in den 15.000 österreichischen Sportvereinen einen Gesamtbetrag von 15 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, findet enormen Anklang.