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NÖ Open powered by EVN: ÖTV-Titelchance in Tulln im Doppel noch intakt

Maximilian Neuchrist macht sich mit Tristan-Samuel Weissborn gegen Alexander Erler und Lucas Miedler den Finaleinzug aus.

Lucas Miedler und Alexander Erler © | GEPA pictures/ Walter Luger

Im Einzel schieden hingegen beim ATP-Challenger in Niederösterreich mit Jurij Rodionov und Sebastian Ofner die letzten ÖTV-Vertreter im Viertelfinale aus.

Nach seinen beiden Siegen in der Qualifikation und jenen über Dennis Novak und Felipe Meligeni Rodrigues Alves machte es die 24-jährige Nummer 300 der Welt, der Slowake Lukas Klein, auch seinem fünften Gegner in Tulln nicht leicht. Bei immer stärker werdendem Wind musste sich der ausgewiesene Offensivspieler allerdings dann doch den gleichermaßen sicheren wie giftigen Topspin-Schlägen von Schwedens Elias Ymer beugen. So behielt die Nummer vier der NÖ Open powered by EVN am Ende mit 7:5, 6:3 doch relativ deutlich die Oberhand. Im freitägigen Semifinale bekommt es die frischgebackene Nummer 133 im ATP-Ranking aber nicht mit Jurij Rodionov, sondern mit dessen 6:1,-6:3-Bezwinger Jozef Kovalik zu tun.

Dem 29-jährigen Slowaken gelang im Gegensatz zum Österreicher ein Traumstart. Speziell der Aufschlag des Mannes aus Bratislava hielt, was er mit dem Erfolg über den zweitgesetzten Tseng und, bis zu dessen Aufgabe, gegen Achtelfinalgegner Gakhov versprochen hatte. „Das war sicher der Schlüssel. Während Jurij anfangs noch etwas fehlerhaft agiert hat, haben bei mir sowohl das Service wie auch der Return vom Start weg funktioniert. Und das auch dann noch, als er sich im zweiten Satz steigern konnte“, so die Nummer 201 der Tenniswelt, die noch in der ersten Qualifikationsrunde für den Grand Slam in Wimbledon eben Rodionov unterlegen gewesen war. Dieser teilte die Analyse seines Bezwingers weitgehend: „Tatsächlich hat er wirklich von Anfang an großartig gespielt. Ich hingegen fühle mich körperlich nach der erst kürzlich überstandenen Infektion leider immer noch nicht bei 100 Prozent.“

Auch Ofner nach Regenpause gestoppt

Am oberen Ende des Tullner Turnierrasters zog mit Jelle Sels ein Qualifikant ins Semifinale ein. Der 27-jährige Niederländer mit der eleganten, einarmigen Rückhand profitierte bei einer 6:3- und 3:1-Führung allerdings von der verletzungsbedingten Aufgabe seines italienischen Kontrahenten Giulio Zeppieri. Auf seinen Semifinalgegner musste der Rechtshänder aus der Käsestadt Woerden dann länger als geplant warten. Der knallhart geführte Schlagabtausch von Sebastian Ofner mit dem slowakischen Davis-Cup-Spieler Norbert Gombos wurde wegen eines Wolkenbruchs beim Stand von 6:1, 3:6, 1:2 zunächst abgebrochen.

Nach zwei Stunden Pause dann der Wiederbeginn bei völlig veränderten Bedingungen. Zehn Grad weniger auf dem von den Tullner Volunteers und den Experten von Sportanlagenbau Tikale zwar perfekt wiederhergestellten, aber nun doch deutlich langsameren Center Court fühlten sich nach dem Restart offensichtlich besser für Gombos an. Der Jungvater aus Bratislava setzte sich mit 6:2 im dritten Satz durch und freute sich im Anschluss sehr über seinen Semifinaleinzug. „Nachdem ich meinen Horrorstart mental wegstecken konnte, ist mein Spiel trotz der langsameren Bedingungen deutlich besser gelaufen. Das Erreichen des Halbfinales ist großartig für meine Punktebilanz, weil ich knapp davor bin, in die Top 100 zurückzukehren“, so die aktuelle Nummer 114 der Weltrangliste.

Neuchrist/Weissborn im Halbfinale gegen Erler/Miedler

Österreichische Erfolge gab es an diesem wettertechnisch so durchwachsenen Donnerstag trotzdem. Maximilian Neuchrist und Tristan-Samuel Weissborn siegten im Doppel-Viertelfinale gegen das usbekisch-ukrainische Gespann Sanjar Fayziev und Vladyslav Manafov mit 7:6 (6), 6:1. Sie sorgten damit für den Freitag mit für ein Semifinale in Rot-weiß-rot (ab 11:00 Uhr auf dem Centre Court) und somit auch eine heimische Beteiligung am Endspiel. Denn Tullns Lokalmatador Lucas Miedler und sein Tiroler Partner Alexander Erler wurden danach ihrer Setzung an Nummer eins neuerlich gerecht und bezwangen ihre Landsleute Sandro Kopp und Lukas Krainer mit 6:3, 7:5. Das zweite Doppelhalbfinale am Freitag bestreitet das slowakische Duo Klein und Igor Zelenay gegen das tschechisch-ukrainische Paar Zdenek Kolar und Denys Molchanov.

ORF SPORT+ überträgt seit dem Viertelfinale live, am Freitag ab 10:55 Uhr.

Hier alle Ergebnisse des ATP-Challengers in Tulln.

Turnierinfos und Tickets für das „Tullner Doppel“ mit dem ATP-Challenger und dem Davis-Cup-Heimspiel gegen Pakistan (16./17.9.) gibt es unter: www.noeopen-tulln.at

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