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NÖ Open powered by EVN: Miedler Heimsieger im Österreicher-Derby

Der Tullner sorgt beim ATP-Challenger in seiner Heimatstadt für das Aus von Filip Misolic.

Lucas Miedler ©NÖ Open powered by EVN / Franz Müllner

Auf den ausgezeichnet besuchten Courts des TC Tulln war das Dienstagsprogramm ein dichtes – und mit vielen engen Fights und einem mitreißenden Österreicher-Duell ein spektakuläres. Aber am Mittwoch folgt bereits der nächste Clash in Rot-weiß-rot.

Sebastian Ofner hat am „Super Tuesday“ von Tulln als erster Österreicher das Achtelfinale der NÖ Open powered by EVN erreicht. Im Auftaktmatch der Dienstagssession besiegte der 26-jährige Obersteirer (ATP 218) den Deutschen Cedrik-Marcel Stebe (ATP 233) nach solider und einigermaßen schmerzfreier Leistung – seit Monaten wird Ofner von einem Knochenmarksödem im Bein gepeinigt – sicher mit 6:4, 6:4. „Besonders happy war ich heute mit meinem Service. Da hat vieles gepasst – Tempo und Platzierung. Cool ist auch, dass die Plätze hier in Tulln den Drall wirklich gut annehmen. Auf Sand ist das nicht immer der Fall“, so Ofner, der ins Achtelfinale dem Sieger des Austro-Derbys zwischen dem Tullner Lokalmatador Lucas Miedler und dem heimischen Aufsteiger des Tennisjahres, Filip Misolic, voranging.

Und der hieß nach hitzigen eineinhalb Stunden niederösterreichisch-steirischem Derby auf dem Center Court vor gut besetzten Rängen durchaus überraschend Miedler. Überraschend, weil der 25-jährige Tullner (ATP 337) im ATP-Ranking doch beinahe 200 Plätze hinter seinem vier Jahre jüngeren Gegner (ATP 141) rangiert. „Ich habe versucht, von Anfang an zu riskieren – auch beim Aufschlag – und ihm keinen Rhythmus zu geben. Spielen lassen darfst du den ‚Miso’ nicht, dafür ist er längst zu stark. Am Ende waren wir dann beide ein bisserl wackelig, aber ich bin natürlich sehr froh, dass es dann vor den Augen meiner Familie und so vieler meiner Freunde für mich gereicht hat. Heute war das Heimspiel keine Belastung für mich, sondern hat mich in vielen Situationen beflügelt. Überhaupt ist das Turnier fantastisch. Glückwunsch an die Veranstalter um Florian Leitgeb und den Tennisclub Tulln“, so Miedler unmittelbar nach dem Match. Auf das Match gegen seinen „alten“ Bekannten Ofner darf man gespannt sein: „Wir spielen gegeneinander seit wir zehn waren. Ich kenne ihn in- und auswendig. Aber das Gleiche gilt natürlich auch umgekehrt. Könnt’ also spannend werden…“

Rodionov „nicht restlos zufrieden“, aber weiter

Spannend machte es Routinier Gerald Melzer (ATP 192) gegen den russischen Qualifikanten Ivan Gakhov (ATP 310) erst im zweiten Satz. Nach dem 2:6 in Satz eins ging aber auch der zweite Durchgang verloren, diesmal nach 3:0 samt zwei Chancen aufs Doppelbreak, 4:1- und 5:2-Führung mit 5:7. Ebenfalls nicht mehr ins Titelrennen eingreifen kann Österreichs weltweit aktuell bestgereihter Tennisprofi, Dennis Novak. Nach umkämpften zwei Sätzen musste sich der Niederösterreicher (ATP 136) dem konstant stark servierenden Slowaken Lukas Klein (ATP 300) nach einem vergebenen Satzball im ersten Durchgang mit 6:7 (9), 4:6 beugen. Die kompakte Analyse von Novaks Touring-Coach Julian Knowle: „Leider war der Return heute in manchen Situationen nicht so effektiv, wie es Dennis eigentlich draufhat.“

Jedenfalls kämpferisch hatte es ein weiterer Österreicher, Jurij Rodionov, in seiner Erstrundenpartie gegen Benjamin Hassan aus dem Libanon drauf. Vor allem die gewohnte Konstanz beim Service ließ den Linkshänder in einer intensiven Partie gegen den ebenfalls aufopferungsvoll fightenden Hassan immer wieder im Stich. Letztlich siegte der Niederösterreicher (ATP 139) aber dennoch mit 7:6 (5), 6:4. „Mit meiner Leistung bin ich nicht restlos zufrieden, mir fehlen ein paar Körner, da geht definitiv mehr, aber am Ende zählt, dass ich weiter bin“, so der 23-Jährige, der zuletzt die US Open erkrankungsbedingt verpasst hatte. Im Achtelfinale trifft Rodionov am Mittwoch in der zweiten Partie nach 10:00 Uhr auf dem Center Court auf den deutschen Qualifikanten Julian Lenz (ATP 409), danach spielt Miedler gegen Ofner.

Österreicher-Action en masse auf dem Center Court

Der Center Court bietet zudem mittwochs nicht vor 15:30 Uhr die perfekte Bühne für den zweiten Miedler-Einsatz des Tages. Dann greift er an der Seite des Tirolers Alexander Erler nämlich auch in den Doppelbewerb ein. An Nummer eins gesetzt, starten die letztwöchigen Challenger-Champs von Como gegen Hassan und den Ukrainer Oleksii Krutykh ins Turnier. Den Auftakt im großen Stadion machen die beiden Österreicher Maximilian Neuchrist und Tristan-Samuel Weissborn gegen das tschechische Duo Roman Jebavy und Adam Pavlasek.

Hier alle Ergebnisse des ATP-Challengers in Tulln.

Turnierinfos und Tickets für das „Tullner Doppel“ mit dem ATP-Challenger und dem Davis-Cup-Heimspiel gegen Pakistan (16./17.9.) gibt es unter: www.noeopen-tulln.at

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