Zum Inhalt springen

TurniereATP

NÖ Open powered by EVN: Die Tenniswelt zu Gast in Niederösterreich

Einige wohlbekannte Namen finden sich auf der Hauptfeld-Liste des ATP-Challengers in Tulln. Und drei Österreicher.

Mats Moraing will seinen Vorjahressieg beim ATP-Challenger in Tulln heuer verteidigen. ©GEPA pictures/ Walter Luger

Von 4. bis 10. September geht am traditionsreichen TC Tulln die zweite Auflage der NÖ Open powered by EVN über die Bühne. Und nach derzeitigem Stand dürfen sich die Tennisfans auf ein noch stärker, noch prominenter und noch internationaler besetztes Starterfeld freuen. Und dazu auf ein perfekt vorbereitetes Davis-Cup-Team in Rot-weiß-rot.

Nummer 1 und 2 aus Südamerika

Die besten Plätze im Hauptbewerbsraster des mit 103.922 Euro dotierten Events der ATP Challenger Tour, nämlich jener ganz oben für den Topgesetzten und jener am untersten Ast der Nummer zwei, sind für zwei spektakuläre Fighter aus Lateinamerika reserviert. Die momentane Nummer eins von Tulln, der Bolivianer Hugo Dellien, rangierte zu Nennschluss auf Platz 70 der ATP-Weltrangliste. Heuer siegte der 29-jährige Rechtshänder aus Trinidad bereits beim Challenger in Santiago de Chile und erreichte in Concepcion das Endspiel. Danach gelang ihm jeweils die Qualifikation für die Sandplatzklassiker in Monte Carlo, Barcelona, Estoril und Madrid. In Roland Garros besiegte er in Runde eins Dominic Thiem auf dessen Comeback-Tour glatt in drei Sätzen.

Der Name der Nummer zwei ist in der Tennisszene ein bekannter. Federico Coria (30) ist der um zehn Jahre jüngere Bruder des einstigen Paris-Finalisten und Weltranglistendritten Guillermo Coria. Längst konnte der in der „Messi-Heimat“ Rosario lebende Argentinier aber aus dem Schatten seines brüderlichen Idols treten. 2021 erreichte er das Finale beim ATP-250-Turnier in Bastad und das Semifinale beim 250er in Cordoba. Vergangenen April Nummer 52 im ATP-Ranking, stand der Rechtshänder zum Tulln-Nennschluss auf Platz 73.

Grand-Slam-Sieger Kokkinakis plant Start

Der Dritte der aktuellen Setzliste beschert dem blau-gelben Challenger eine Premiere, plant mit Australiens Thanasi Kokkinakis doch erstmals ein regierender Major-Sieger den Trip nach Tulln. Zu Jahresbeginn gewann der ehemalige Weltklasse-Junior an der Seite von Landsmann Nick Kyrgios den Doppelbewerb der Australian Open. Im Einzel stand der Rechtshänder aus Adelaide zu Meldeschluss auf Platz 75 der Weltrangliste. Bei den beiden ATP-250-Events in seiner Heimatstadt glückten „The Kokk“ im vergangenen Jänner hintereinander Semifinaleinzug und Turniersieg.

Die gegenwärtige Nummer vier von Tulln heißt Chun-Hsin Tseng und stammt aus Taipeh. Der 21-jährige Rechtshänder, der in Deutschland bei Benjamin Ebrahimzadeh trainiert, machte heuer mit den Challenger-Titeln in Bengaluru und Murcia auf sich aufmerksam. Aber bereits vor vier Jahren schauten die ExpertInnen ganz genau auf den jungen Mann mit dem Spitznamen „The Machine“. Damals gewann er nämlich hintereinander die Juniorentitel von Melbourne, Paris und Wimbledon, erreichte das Semifinale der US Open und beendete das Tennisjahr 2018 als Nummer eins der Juniorenweltrangliste.

Novak, Misolic und erstmals Rodionov mit dabei

Hinter diesem Quartett lauert ein bärenstarkes Aufgebot von Spielern aus aller Welt. So gehen die 21 Fixtickets für den Hauptbewerb – dazu kommen in den 32er-Raster sechs Qualifikanten, drei Wildcard-Cracks und bis zu zwei Special Exempts – aktuell an Profis aus 14 verschiedenen Nationen. Unter anderem will auch der Deutsche Titelverteidiger Mats Moraing wieder in Niederösterreich aufschlagen. „Dass unsere Nennliste heuer noch prominenter, stärker und internationaler ist, beweist, dass sich Tulln gleich mit dem letztjährigen Debüt einen guten Namen in der Tennisszene machen konnte. Aber natürlich hoffe ich auch auf starke Leistungen der Österreicher“, sagt Turnierdirektor Florian Leitgeb (Champ Events).

So werden auch die ersten drei der österreichischen Rangliste im Tullner Hauptbewerb erwartet. Dennis Novak erreichte im Vorjahr genau wie Jungstar Filip Misolic das Viertelfinale, erstmals hingegen dabei sein soll Jurij Rodionov. Welche weiteren Österreicher mit Wildcards für die Hauptbewerbe im Einzel und Doppel sowie für die Qualifikation bedacht werden, entscheidet der Österreichische Tennisverband in Abstimmung mit Veranstalter Leitgeb in den kommenden Tagen. Ausgelost wird am Abend des 3. September (weitere Infos zur Auslosung folgen).

Turnier als optimale Vorbereitung auf den Davis Cup

Starke Tulln-Leistungen bringen aber speziell den ÖTV-Stars nicht nur Weltranglistenpunkte und Preisgeld, sondern dazu höchst wertvolle Vorbereitungszeit auf die so wichtige Davis-Cup-Begegnung mit Pakistan, welche nur eine Woche später (16./17.9.) ebenfalls am TC Tulln steigt. Mit einem Sieg kann Österreich die Chance wahren, sich im Frühjahr 2023 neuerlich für das Finalturnier qualifizieren zu können. Für Jürgen Melzer als ÖTV-Sportdirektor und Davis-Cup-Captain liefert der Tennis-Doppelschlag in Niederösterreich eine klassische Win-Win-Situation: „Einerseits haben sowohl unsere routinierten wie auch unsere jungen Spieler die Gelegenheit, sich vor heimischem Publikum bestmöglich zu präsentieren. Und andererseits können sich die Aspiranten fürs Davis-Cup-Team unter Wettkampfbedingungen auf das Duell mit Pakistan optimal vorbereiten. Besser geht’s kaum!“

Mehr Infos zu Turnier, Davis Cup und Ticketing für beide Events via: www.noeopen-tulln.at

Ähnliche Nachrichten

Top Themen der Redaktion