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NÖ Open powered by EVN: Bestandene Talentproben, verlorene Matches

Für die rot-weiß-roten Asse gibt es beim ATP-Challenger in Tulln am Montag diesmal keine Erfolgserlebnisse.

Joel Schwärzler ©NÖ Open powered by EVN

Die heimische junge Garde hielt sich auch am Tullner „Manic Monday“ tapfer, musste aber diesmal durchwegs der Klasse und Routine ihrer Gegner Tribut zollen. Aber nach dem ersten Österreicher-Tag folgt dienstags bereits der zweite…

Der erste Spieler, der bei den NÖ Open powered by EVN heuer in die zweite Runde des Hauptbewerbs beim Tullner ATP-Challenger einziehen konnte, heißt Giulio Zeppieri. Der Italiener (ATP 178) gewann seine Auftaktpartie dem Resultat nach glatt mit 6:1, 6:2. Gut für den 20-jährigen Linkshänder aus Rom, weniger cool für seinen erst 16-jährigen Gegner aus Österreich. Als amtierender U16-Europameister wurde der Vorarlberger Joel Schwärzler mit Trainingshauptquartier im ÖLSZ Südstadt von ÖTV und Turnierleitung mit einer Main-Draw-Wildcard bedacht und kam damit zu seinem Debüt bei einem internationalen Herren-Profiturnier.

Sein allererstes Reinschnuppern ins Stahlbad der ATP-Challenger-Tour kommentierte der Youngster, der seinen Job am Platz ebenfalls mit links erledigt, dankbar und selbstkritisch: „Als Erstes möchte ich mich bei ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer und Turnierdirektor Florian Leitgeb für die Wildcard bedanken. So eine Chance zu bekommen, ist wirklich nicht selbstverständlich. Mit meinem Spiel kann ich heute maximal teilweise zufrieden sein. Am Anfang war ich doch recht nervös, dann habe ich aber zumindest meine Aufschläge recht gut getroffen – besser als in den letzten Tagen – und einige Punkte vernünftig zu Ende gespielt.“ Den Unterschied zwischen Challenger-Tour und den ITF-Juniorenturnieren erklärte das Supertalent in Rot-weiß-rot so: „Sobald ich hier einen Ball nur normal rüberspiele, legen sich die Profis da sofort drauf und gehen auf den Punkt. Das können auf ITF-Ebene nur die ersten Vier, Fünf. Aber dort will ich auch hin – und Tulln hat mich auf diesem Weg extrem bestärkt!“

Auch Neumayer, Oberleitner, Andrejic und Kopp ausgeschieden

Ebenfalls eindeutig am Weg nach oben, aber heute letztlich auf der Verliererstraße spielend: der erst 19-jährige Lukas Neumayer (ATP 333) aus Salzburg. Ebenfalls mit Wildcard im Hauptbewerb, durfte Österreichs amtierender Staatsmeister gegen den Schweden Elias Ymer (ATP 133) ran. Dieser hatte am Ende in zu vielen intensiven Ballwechseln die Nase vorne und entschied das auch von zahlreichen Breaks geprägte Match nur vom Ergebnis her klar mit 6:3, 6:4 für sich.

Endstation auch für drei weitere Österreicher war das Qualifikationsfinale um die letzten Hauptbewerbstickets. Neil Oberleitner (ATP 797) musste gegen Benjamin Hassan (ATP 293) aus dem Libanon mit 4:6, 2:6 die Segel streichen, ist aber am Dienstag an der Seite von Schwärzler im Doppel zu sehen (nicht vor 14:00 Uhr auf Platz 2). Der 19-jährige Marko Andrejic (ATP 1902) verlor seine hart umkämpfte zweite Partie gegen den Slowaken Lukas Klein (ATP 300) nach 5:3-Führung mit 5:7, 4:6. Und der Tiroler Sandro Kopp (ATP 551) fightete sich gegen den Deutschen Elmar Ejupovic (ATP 436) zwar in einen dritten Satz, unterlag aber letztlich mit 7:6 (3), 6:7 (1), 2:6.

Nächster großer Österreicher-Tag steht bevor

Auch wenn die Montagsbilanz aus heimischer Sicht also keine rosige ist, folgt doch bereits am „Super Tuesday“ ein weiterer Österreicher-Tag mit vielen Chancen zur Revanche. Um 10:00 Uhr eröffnet Gerald Melzer (ATP 132) auf dem Centre Court gegen den russischen Qualifikanten Ivan Gakhov (ATP 310). Zeitgleich startet auf Court 1 Sebastian Ofner (ATP 216) gegen Deutschlands Cedrik-Marcel Stebe (ATP 233).

Das zweite Spiel nach 10:00 Uhr auf dem Center Court bestreiten dann Dennis Novak (ATP 136) und Andrejic-Bezwinger Klein. Danach steht das hoffentlich heiße Österreicher-Duell des an Nummer sieben gesetzten Kitzbühel-Sensationsfinalisten Filip Misolic (ATP 141) gegen den Tullner Local Hero Lucas Miedler (ATP 337) an. Und zum Finale am Hauptplatz trifft Jurij Rodionov (ATP 139) auf „Oberleitner-Rausschmeißer“ Hassan. Einen weiteren Leckerbissen könnte der Turnierauftakt des in Tulln topgesetzten Federico Coria (ATP 78) servieren. So trifft der Argentinier auf einen talentierten Günter-Bresnik-Schützling aus Russland, den 21-jährigen Alexander Shevchenko (ATP 162).

Hier alle Ergebnisse und Auslosungen des ATP-Challengers in Tulln.

Turnierinfos und Tickets für das „Tullner Doppel“ mit dem ATP-Challenger und dem Davis-Cup-Heimspiel gegen Pakistan (16./17.9.) gibt es unter: www.noeopen-tulln.at

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