Fed Cup

Niederlage gegen Ungarn: Fed Cup-Team im Pech

Patricia Mayr-Achleitner musste ihr Match gegen Timea Babos krankheitsbedingt abbrechen, auch Barbara Haas und das Doppel konnten nicht punkten. Österreich muss damit morgen gegen Lettland in ein Playoff-Duell um den Klassenerhalt.

Das SIMACEK AUSTRIAN FED CUP TEAM schloss die Gruppenphase der Europa/Afrika Zone 1 in Budapest auf dem dritten Platz hinter Serbien und Ungarn ab und muss am Samstag gegen Lettland (16:00 Uhr) in ein Playoff-Match um den Klassenerhalt. Nach der 5:7, 2:6-Niederlage von Barbara Haas gegen Reka-Luca Jani musste Patricia Mayr-Achleitner die Partie der beiden höchstgereihten Spielerinnen beider Länder gegen Timea Babos nach ärztlicher Empfehlung schon nach einem Game beenden.

Mayr-Achleitner ging es immer schlechter
Die Tirolerin bleibt im Jahr 2015 vom Pech verfolgt: Nach Rückenproblemen zu Saisonstart war Mayr-Achleitner eigentlich wieder topfit in die Fed Cup-Woche gegangen, hatte aber schon in den letzten Tagen mit leichtem Husten zu kämpfen. Beim Einspielen und zur Nominierung eine Stunde vor Spielbeginn fühlte sich Österreichs Nummer eins bereit zu spielen, doch schon während der Partie von Barbara Haas verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand.

Fieber und Schwindel
Kurz nach Matchbeginn war an ein Weiterkämpfen nicht mehr zu denken, als der Turnierarzt bei Mayr-Achleitner Fieber feststellte und dringend zur Aufgabe riet. Bitter für Österreichs Team, denn damit war die Niederlage besiegelt. Hinter dem Einsatz von Mayr-Achleitner am Samstag steht ein großes Fragezeichen. Das abschließende, für den Ausgang des Duells nicht mehr entscheidende Doppel bestritten wie schon am Mittwoch Sandra Klemenschits und Julia Grabher, die gegen Babos und Anna Bondar mit 6:7 (2), 2:6 verloren.

Teenager um Klassenerhalt
Sollte Patricia Mayr-Achleitner am Samstag nicht spielen können, würden die beiden 18-Jährigen Barbara Haas und Julia Grabher die Einzel-Partien bestreiten. Im Kader der Lettinnen, die ihre Gruppenspiele gegen Kroatien, Belgien und Israel verloren, stehen Diana Marcinkevica (WTA 262), Jelena Ostapenko (WTA 266) und Darta-Elizabete Emulina (ohne Ranking).

Fed Cup-Kapitän Jürgen Waber: "Patricia hat schon beim letzten Match gehustet, beim Einspielen heute war aber noch nicht zu erkennen, dass es so schlimm sein würde. Sie hat alles probiert, um zu spielen, hat dann aber Fieber und Schwindel bekommen. Der Arzt hat ihr zur Aufgabe geraten, um ihre Gesundheit nicht ernsthaft zu gefährden."

Zum Match von Barbara Haas: "Barbara hatte zu Beginn die besseren Chancen, man hat ihr die Anspannung und den Druck auf ihren Schultern aber angemerkt. Die Ungarin war routinierter und hat nach dem Satzgewinn lockerer gespielt."

Zum Gesundheitszustand von Patricia Mayr-Achleitner: "Patricia liegt jetzt im Bett, hat Fieber und hustet. Wir wissen nicht genau, ob es die Grippe oder ein grippaler Infekt ist, aber es ist im Moment schwer vorstellbar, dass sie morgen spielt."

Zum Gegner in der Partie um den Klassenerhalt: "Lettland hat mit Jelena Ostapenko eine unfassbar gute Nachwuchs-Spielerin, die nicht nur Junioren-Wimbledon-Siegerin ist, sondern auch hier ganz tolle Leistungen gebracht hat. Diana Marcinkevica hat heute zum ersten Mal gespielt, wir wissen nicht, ob sie morgen zum Einsatz kommt. Es wird ganz schwierig, aber wir werden das Beste draus machen."

Zum Stimmung im Team: "Die Stimmung ist schon die ganze Woche realistisch. Es ist uns bewusst, wie schwierig die Aufgabe ist und dass wir nur mit sehr guten Leistungen eine Chance haben. Wir sind aber nicht niedergeschlagen, sondern konzentrieren uns auf die Partie gegen Lettland."

Zu den beiden Debütantinnen: "Der Fed Cup kommt für die beiden vielleicht zwei, drei Jahre zu früh, aber sie machen hier wertvolle Erfahrungen, die ihnen für die Zukunft weiterhelfen werden. Da müssen sie jetzt durch und daraus lernen. Die wenigsten spielen bei ihren ersten Auftritten im Länderkampf locker drauf los."

Zum möglichen Einzel-Debüt von Julia Grabher: "Sie bringt im Training sehr gute Leistungen und hat sich auch im Doppel gut präsentiert. Egal, wie es ausgeht, Barbara und Julia repräsentieren die Zukunft des österreichischen Damen-Tennis."

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