Davis Cup

"Nichts Schöneres als Sieg mit Team"

Das Davis Cup-Team mit Kapitän Clemens Trimmel sowie Jürgen Melzer, Martin Fischer, Philipp Oswald und Alexander Peya wurde am Sonntag vor dem Abflug nach Riga bei einer Pressekonferenz am Flughafen Wien vom ÖTV im Beisein von Präsident Ronnie Leitgeb verabschiedet.

Vor dem Abflug nach Riga zum Davis Cup-Auswärtsduell in Valmiera zwischen Lettland und Österreich im Playoff der Europa/Afrika-Zone der Kontinentalgruppe I stellte Clemens Trimmel, Kapitän des SIMACEK AUSTRIAN DAVIS CUP TEAM, bei einer Pressekonferenz im General Aviation Center am Flughafen Wien das Sportliche in den Vordergrund. "Das Davis Cup-Team ist – mit dem Fed Cup-Team – das Herzstück des österreichischen Tennis. Ich freue mich über die Bereitschaft der Spieler, für Österreich zu kämpfen. Wir haben gut und intensiv trainiert und unser großes Ziel ist, mit einem Sieg nach Wien zurückzukehren."

"Davis Cup kommt sehr gelegen"

Team-Leader Jürgen Melzer, mit 63 Davis Cup-Einsätzen eindeutig der erfahrenste Spieler im Team, will sich mit einem Erfolg in Lettland jenes Selbstvertrauen zurückholen, das ihm zuletzt auf der ATP-Tour fehlte. "Für mich kommt der Davis Cup sehr gelegen, um wieder in die Erfolgsspur zu finden." Die Absagen von Dominic Thiem und Andreas Haider-Maurer seien zwar ein Thema im Team gewesen, aber: "Die Spieler, die den rot-weiß-roten Anzug tragen, werden alles daran setzen, den Sieg für Österreich zu holen. Es gibt nichts Schöneres im Tennis, als einen Sieg mit der Mannschaft zu feiern."

Gulbis kein Thema
Kein großes Thema bei Kapitän und Spielern sind die Spekulationen um das mögliche Antreten von Lettlands Nummer eins Ernests Gulbis. "Ich habe mich schon vor Monaten nicht an der Diskussion beteiligt und werde das auch jetzt nicht tun. Die drei Punkte müssen nach Österreich, egal ob er spielt oder nicht", sprach Kapitän Trimmel Klartext. Doppel-Ass Alexander Peya pflichtete bei: "In der Vorbereitung kann das nichts ändern. Wir sind stark genug, auch wenn Gulbis spielt." Lettlands Nummer zwei Andis Juska spielt nicht mehr regelmäßig auf der Tour, sein aktuelles Ranking (ATP 716) gibt daher auch keine Auskunft über seine wahre Spielstärke. "Ich habe ihn gegen die Slowakei beobachtet, da hat er solides Hallentennis geboten", warnte Trimmel. "Best-of-Five haben wir aber sicher die besseren Karten", wies Philipp Oswald auf den körperlichen Aspekt hin.

Aufstellung kristallisiert sich im Training heraus
Für "Neuling" Oswald ist die Einberufung ins Davis Cup-Team eine ganz besondere Auszeichnung. "Ich freue mich riesig, das erste Mal in der 'Starting Four' zu stehen." Allein das Training mit den Weltklasse-Doppelspielern Peya und Melzer sei für ihn die Reise wert. Der Vorarlberger, der sich in den letzten Monaten in die Top 50 der Doppel-Weltrangliste gespielt hat, ist für einen Einsatz im Doppel eine Option. Die genaue Aufstellung wollte Kapitän Trimmel freilich noch nicht verraten. "Wir müssen erst schauen, wie die Verhältnisse in Valmiera sind. Der Fokus liegt jetzt einmal auf dem Training, dann werden wir alles Weitere intern besprechen."

"RICOH" neuer Sponsor
Neben dem Hauptsponsor SIMACEK wird das Team heuer erstmals von "RICOH", einem globalen Technologieunternehmen, das sich auf Bürokommunikation, Produktionsdruck, Dokumentenmanagement und IT-Services spezialisiert hat, unterstützt.

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