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NEUSIEDL/SEE: ÖSTERREICHISCHE SENIOREN-HALLENMEISTERSCHAFTEN

Bei den Österreichischen Senioren-Hallenmeisterschaften presented by Autohaus Kamper bestimmte der NÖTV das Geschehen: Fünf Titel gingen nach Niederösterreich, jeweils zwei an den WTV und den KTV bzw. einer an den STTV, BTV, TTV und den OÖTV.

Alle TitelgewinnerInnen 2009
(15.3.2009)

Damen 35: Karin Hartmann (WTV)
Damen 45: Ingrid Resch (STTV)
Damen 50: Silvia Thöne (NÖTV)
Damen 55: Dagmar Sperneder (NÖTV)
Damen 60: Walpurga Stefanowsky (WTV)
Herren 35: Clemens Weinhandl (BTV)
Herren 40: Manfred Hundstorfer (NÖTV)
Herren 45: Gerald Kaiser (NÖTV)
Herren 50: Robert Lattinger (TTV)
Herren 55: Alfred Klammer (KTV)
Herren 60: Gerhard Thaler (KTV)
Herren 65: Klaus Kreuzhuber (OÖTV)
Herren 70: Willi Liska (NÖTV)

Wo sind die Frauen?
(13.3.2008)
Es gibt Tage, an denen Alfred Schwab seine Welt nicht mehr versteht. "Seit Jahren versuchen wir, in einzelnen Altersklassen mehr Damen für das Turniertennis zu begeistern", sagt der ÖTV-Seniorenreferent. "Mit Bedauern muss ich bei den Österreichischen Hallenmeisterschaften feststellen, dass uns das noch immer nicht gelungen ist." So haben etwa für den Damen 35-Bewerb gerade einmal zehn Spielerinnen genannt, in der Altersklasse Damen 45 sind es sogar nur sieben, bei den Damen 50 gerade einmal drei. Schwab: "Es wird deshalb nächste Woche eine Sitzung geben, bei der wir Auswege aus dieser Situation suchen werden." Probleme, die man im Herren-Seniorentennis nicht kennt. Die Raster sind voll, die Begeisterung bei den Spielern groß. Zuletzt konnte sich Klaus Kreuzhuber (OÖTV/1.) in die Siegerliste eintragen. Im Herren 65-Bewerb besiegte er im Finale Peter Fuchs (STTV) mit 6:4, 6:3. Finalluft dürfen auch Gerhard Thaler (KTV/1.) und Hans Heissl (OÖTV/3.) schnuppern. Die beiden gehen in der Altersklasse Herren 60 als Favoriten in ihre Semifinale gegen Hermann Fahrnberger (STTV/7.) bzw. Helmut Flagel (STTV). Im Bewerb Herren 55 deutet einiges auf ein Finalduell der beiden topgesetzten Spieler - Alfred Klammer (KTV/1.) und Harald Hellmonseder (OÖTV/2.) - hin. Klammer trifft in seinem Semifinale auf den an Nummer 6 gesetzten Salzburger Ernst Rangger, Hellmonseder bekommt es mit dem ungesetzten Niederösterreicher Franz Heindl zu tun. Im Vorjahr waren Klammer und Hellmonseder bei den Hallenmeisterschaften bereits im Semifinale aufeinandergetroffen - damals hatte Klammer mit 4:6, 6:4, 6:2 den längeren Atem.

DIE RASTER DER EINZELNEN ALTERSKLASSEN

Weinhandl schlägt Lugus
(11.3.2009)
Riesenüberraschung bei den Österreichischen Senioren-Hallenmeisterschaften in Neusiedl/See: Im Herren 35-Finale musste sich Seriensieger Christian Lugus (NÖTV/1.) dem an Nummer 6 gesetzten Burgenländer Clemens Weinhandl klar mit 4:6, 4:6 geschlagen geben. Man muss in der Statistik weit nach hinten "blättern", um die letzte Lugus-Niederlage zu finden: Zuletzt hatte der 38-jährige Niederösterreicher 2007 im Viertelfinale der Österreichischen Freiluft-Meisterschaften gegen den Routinier Gerald Kaiser verloren. Diesmal war es der 35-jährige Newcomer Weinhandl (UTC Oberwart) - der Geschäftsführer der Pinkataler Schotterwerke spielte seine erst zweiten Meisterschaften in der 35er-Altersklasse - der Lugus mit druckvollem und sicherem Spiel von der Grundlinie den Schneid abkaufte und sich damit für die Semifinal-Niederlage bei den Österreichischen Hallen-Meisterschaften 2008 revanchierte. Turnierleiter Heinz Lampe war beeindruckt: "Lugus hatte keine Chance, Weinhandl hat heute nicht wie ein "Senior" gespielt, sondern wie einer aus der Allgemeinen Klasse." Keine Überraschungen gab es bei den am Dienstag restlichen zwei gespielten Finale: Manfred Hundstorfer (NÖTV/1.) ließ im Herren 40-Endspiel seinem Gegenüber, dem Burgenländer Alexander Pfann, mit 6:3, 6:4 genausowenig keine Chance wie Gerald Kaiser (NÖTV/5.) im Herren 45-Finale Gerald Ruttensteiner (OÖTV) mit 6:1, 6:2.

DIE RASTER DER EINZELNEN ALTERSKLASSEN

"Wir sind Kaiser"
(10.3.2009)
Kommt es für Gerald Kaiser heuer zu einem Déjà-vu, bloß in einer anderen Alterklasse? Im Vorjahr holte sich der 44-jährige Niederösterreicher bei den Österreichischen Senioren-Hallenmeisterschaften noch bei den Herren 40 den Titel (im Finale gegen Günther Woisetschläger; Anm.). Ein Jahr später steht er erneut im Finale der Hallen-Meisterschaften, diesmal allerdings bei den Herren 45. Ins Endspiel gegen Gerald Ruttensteiner (OÖTV) wird der an Nummer 5 gesetzte Kaiser als klarer Favorit gehen, da er in seinen bisher vier Matchen bloß drei Games abgeben musste. Ruttensteiner hingegen hat bereits eine Drei-Satz-Partie - im Achtelfinale gegen Thomas Sperneder (WTV) - in den Beinen. In der Altersklasse Herren 35 steht Topfavorit Christian Lugus (NÖTV/1.) nach einem 6:3, 6:4-Sieg gegen Robert Heiss (BTV/4.) ebenfalls im Finale und trifft dort auf Clemens Weinhandl (BTV/5.), der sich mit dem ungesetzten Wiener Dieter Frenzel schwerer tat als erwartet: Erst nachdem er den ersten Satz mit 4:6 verloren hatte, kam Weinhandl auf Touren und fegte Frenzel mit aggressivem Grundlinienspiel mit 6:1, 6:0 vom Court. Wesentlich weniger, nämlich gar nicht, schwitzen musste in der Altersklasse Herren 40 Senioren-Weltmeister Manfred Hundstorfer, um ins Finale vorzustoßen: Sein Gegner Thomas Charamza (BTV) konnte zum Halbfinale nicht antreten, da das Match um 18:00 Uhr angesetzt war "und er am nächsten Tag um 14:00 Uhr in Lienz sein musste", so Turnierleiter Heinz Lampe. Im Endspiel wird Hundstorfer auf Alexander Pfann (BTV) treffen, der im Semifinale mit dem 6:0, 6:2 gegen den an Nummer 2 gesetzten Alexander Jahn (WTV) für DIE Überraschung des Turniers sorgte.

DIE RASTER DER EINZELNEN ALTERSKLASSEN

Titelverteidiger auf Kurs
(9.3.2009)
Die "Youngster" starten durch: Bei den Österreichischen Senioren-Hallenmeisterschaften presented by Autohaus Kamper in Neusiedl/See hatten in den beiden untersten Altersklassen (Herren 35, Herren 40) die Favoriten bisher kaum Probleme mit ihren Gegnern und stehen damit bereits in der Runde der letzten vier. In der Kategorie Herren 35 ließ der an Nummer 1 gesetzte Titelverteidiger Christian Lugus (NÖTV) von Anfang an seine Gegenüber nicht ins Spiel kommen, besiegte nach einem Freilos in der ersten Runde danach Stephan Schamp-Hertling (WTV) mit 6:3, 6:1 bzw. Michael Komma (NÖTV) mit 6:3, 6:2 und trifft nun im Halbfinale auf den an Nummer 4 gesetzten Burgenländer Robert Heiss. In der unteren Rasterhälfte werden Clemens Weinhandl (BTV/6.) und der ungesetzte WTVler Dieter Frenzel um den Einzug ins Endspiel kämpfen. Noch reibungsloser als Lugus "rutschte" bisher auch der Topfavorit in der Altersklasse Herren 40 ins Semifinale: Der topgesetzte Niederösterreicher Manfred Hundstorfer musste bloß sein Viertelfinale (6:0, 6:1 gegen Peter Weinwurm/NÖTV) fertig spielen, da sein Viertelfinalgegner Jörg Lang (OÖTV) beim Stand von 1:6 das Match verletzungsbedingt nicht beenden konnte. Hundstorfers Semifinal-Gegner ist der ungesetzte Thomas Charamza (BTV). Läuft alles nach "Plan", dann wird es im Finale zu einer Neuauflage des Endspiels aus dem Vorjahr - Titelverteidiger Manfred Hundstorfer gegen Alexander Jahn (WTV/2.) - geben, da Jahn nach einem 6:1, 6:0 über Matthias Zembacher (NÖTV) und einem 6:4, 6:3 gegen Bernd Haberleitner (NÖTV) ebenfalls bereits in der Runde der letzten vier steht und in die Halbfinalpartie gegen Alexander Pfann (BTV) als klarer Favorit geht.

DIE RASTER DER EINZELNEN ALTERSKLASSEN



„Ich steh‘ auch mit 70 noch am Platz“
(4.3.2009)

Profis wie Jürgen Melzer oder Sybille Bammer nutzen die turnierfreie Zeit einerseits zum Regenerieren, andererseits zum Aufbau für die kommende Saison. Wie haben Sie sich auf dieses Tennisjahr vorbereitet?
Nachdem ich als Trainer arbeite, habe ich diesmal wahrscheinlich noch weniger Tennis „für mich“ gespielt als noch im letzten Jahr. Gegen Anfang Mai, wo ja die Weltmeisterschaften (Capdepera/Mallorca, 3.-10.5.2009)stattfinden werden, werde ich den Umfang aber wohl steigern müssen. Es ist aber klar, dass das Trainingsprogramm eines Senioren nicht mit dem eines Profis zu vergleichen ist. Ich gehe  drei Mal in der Woche laufen und mache ein bisschen Fitness. Da ich aber das ganze Jahr über ziemlich fit bin, habe ich in der turnierfreien Zeit nicht mehr gemacht als sonst auch.

Sie haben im Vorjahr u. a. den WM-Titel in Manavgat gewonnen. Welchen Stellenwert hat dann eine „normale“ Österreichische Hallenmeisterschaft für Sie?
Ich habe die Hallenmeisterschaften schon sechs oder sieben Mal gewonnen. Der Stellenwert ist daher für mich nicht mehr ganz so hoch wie vor meinem ersten Titelgewinn. Trotzdem bieten die Hallenmeisterschaften immer wieder die perfekte Gelegenheit, Matchpraxis zu sammeln und sich wieder mit dem typischen Turnierstress vertraut zu machen.

Manfred Hundstorfer, ein Tennissüchtiger?

Sagen wir lieber: sportsüchtig generell. Ich habe im Volleyball und im Tennis im Nationalteam gespielt. Ich habe es in beiden Sportarten aber nie versucht, international durchzustarten.

Woran ist die internationale Karriere gescheitert?
Ich habe die HTL Elektrotechnik absolviert und bin gar nicht auf die Idee gekommen, es international zu versuchen. Außerdem wurde mir relativ früh die Möglichkeit geboten, beim Verband als Trainer zu arbeiten. Damit habe ich den Sport zu meinem Beruf gemacht.

Es gibt kaum ein Turnier, das Sie nicht als Sieger beenden. Wie oft pro Woche muss man trainieren, um ein derartiges Niveau halten zu können?
In der turnierfreien Zeit habe ich vielleicht ein bis drei Mal pro Woche trainiert. Ich muss allerdings zugeben, dass ich gegenüber den meisten meiner Gegner einen kleinen Vorteil habe: Ich habe früher im Leistungsmodell Südstadt gearbeitet, und nachdem ich zu  vielen jungen Spielern noch immer einen guten Kontakt habe, habe ich immer wieder Trainingspartner, die mir sehr viel bringen.

Wer ist der härteste Gegner in Ihrer Altersklasse?
Der einzige Gegner in Österreich, gegen den ich fast nie gewinnen konnte, ist Gerald Kaiser.

Woran liegt das?
Sein Spiel liegt mir einfach nicht. Noch nicht! Er zieht bei jedem Ball voll durch und kann sich „noch“ sehr gut bewegen. Unsere Matches waren aber immer sehr eng. An ein Match kann ich mich noch besonders gut erinnern: 2005 habe ich bei der EM in Seefeld hoch geführt und dann im dritten Satz knapp verloren (6:3, 5:7, 3:6; Anm.).

Am 6. September 208 haben Sie Ihren 45. Geburtstag gefeiert. Wird man in ferner Zukunft  Ihren Namen auch noch bei Turnieren der Altersklasse +70 in den Nennlisten finden können?
Sollte der Körper mitspielen, werde ich auch mit 65 oder 70 noch am Platz stehen. Es ist schon jetzt bei internationalen Turnieren sehr schön  zu sehen, wie viele Tennisverrückte es weltweit gibt, für die Tennis das Leben ist. Ich kann es mir daher überhaupt nicht vorstellen, dass ich zum Golf abwandern werde.

DIE RASTER DER EINZELNEN ALTERSKLASSEN

Ein Jahr der Superlative und Rekorde
(23.2.2009)
Die aus elf Veranstaltungen bestehende Turnierkette Seniors Tennis Trophy – neun Turniere, zwei Österreichische Meisterschaften (Halle, Freiluft) in den Alterklassen 35 bis 70 – geht bereits in ihr fünftes Jahr, und ein Ende ist nicht in Sicht. "Der Vertrag mit dem Hauptsponsor Jura wurde um ein weiteres Jahr verlängert", sagt Tour-Organisator Alexander Wendt. "In Österreich gibt es mehr als 30.000 aktive Mannschaftsmeisterschaftsspieler und dazu noch eine große Anzahl von Spielern in den Clubs, die sportlich mit ihrem ‚Alltagsgeschäft’ offensichtlich nicht ausgelastet sind. Es gibt daher immer wieder Anfragen von Spielern, die wissen wollen, wie das alles abläuft." Die Eckpunkte der Tour: Das die Saison abschließende Masters fällt sogar unter die Kategorie I und ist damit den Österreichischen Staatsmeisterschaften gleichgestellt. „Bei den einzelnen Turnieren ist bei den Spielern ein einzigartiger Ehrgeiz zu sehen – das kann man sich kaum vorstellen“, so Heinz Lampe, geistiger Vater der Seniors Tour. „Es fährt niemand nur zum Vergnügen zu den Events. Dem Masters wird jedes Mal entgegengefiebert, als würde dort ein Grand Slam-Turnier stattfinden.“ Der Startschuss für die diesjährige Saison wird von 6.-15.3.2009 in Neusiedl/See mit den Österreichischen Meisterschaften (Halle) gegeben.

5 Turniersiege bei 12 Turnieren
„Im Seniorentennis nimmt bei uns die absolute Spitze Österreichs teil“ (Lampe), um bei Spiel und Spaß „Leistungssport auf hohem Niveau“ (Wendt) zu betreiben. Aber auch, um in dieser Saison neue Rekorde aufzustellen und alte zu brechen. Etwa jenen der meisten Einzeltitel auf der Tour (2008: Christian Lugus, Alfred Klammer, Willi Liska/je 5 Turniersiege bzw. Petra Danzinger/4 Turniersiege). Oder den der meisten Teilnehmer bei einem Turnier (2008: 250 in Klosterneuburg). Oder jenen des stärksten Bundeslandes (2008: 34 Turniersiege bei den Herren für den NÖTV, 14 Turniersiege bei den Damen für den WTV). Oder auch den der beeindruckendsten Saison: 2008 musste z. B. Christian Lugus bei sämtlichen Turnieren, bei denen er angetreten ist (insgesamt fünf; Anm.) nicht mehr als bloß 78 Games abgeben, das sind 2,2 pro Satz. Sein weibliches Pendant ist Petra Danzinger. Die 44-jährige Niederösterreicherin überließ ihren Gegnerinnen bei sieben Turnieren bloß 149 Games, 3,4 pro Satz.

DIE JURA SENIORS TENNIS TROPHY 2009

Österr. Hallenmeisterschaften: Neusiedl/See 6.-15.3.2009
1. Turnier: Tribuswinkel 25.-29.3.2009
2. Turnier: Oberpullendorf 15.-19.4.2009
3. Turnier: Dornbirn 28.5-1.6.2009
4. Turnier: Treibach 8.-12.7.2009
Österr. Staatsmeisterschaften: Klosterneuburg 18.-26.7.2009
5. Turnier: Spielberg 29.7-2.8.2009
6. Turnier: Wien 5.-9.8.2009
7. Turnier: Bad Ischl 12.-16.8.2009
8. Turnier: Anif 19.-23.8.2009
9. Turnier: Schwaz 26.-30.08.2009
Masters: Neudörfl 1.-4.10.2009

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