Fed Cup

Neues, junges Fed Cup-Team für Österreich

Ab nächster Woche wird mit Yvonne Meusburger nur noch eine – bereits zurückgetretene – österreichische Tennisspielerin unter den ersten 100 der Weltrangliste stehen. Um das Damen-Tennis in Österreich nachhaltig zu stärken, plant der ÖTV eine Reihe von Maßnahmen im Jugend-, Junioren- und Profibereich. Dazu gehört auch ein neues, verjüngtes Fed Cup-Team, das in den nächsten Jahren wieder den Weg zurück an die Weltspitze finden soll.

Auf der Profi-Ebene hängen Österreichs Damen im Fed Cup seit Jahren in der Europa/Afrika Zone 1 fest, aus der jährlich nur zwei von 16 antretenden Nationen den Aufstieg schaffen. Für die nächsten Jahre wird ein junges, zukunftsträchtiges Team aufgebaut, das langfristig wieder um den Aufstieg mitspielen soll. Eine tragende Rolle spielt dabei Tamira Paszek.

"Tamira wird im Dezember 24 Jahre alt, ist also noch in einem jungen Tennisalter. Trotzdem verfügt sie schon über jahrelange Erfahrung auf der Tour. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie in den nächsten Jahren die Leaderrolle für die nachrückenden Talente übernehmen kann", so ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel.

Mit Melanie Klaffner, Pia König, Lisa-Maria Moser oder Janina Toljan haben zahlreiche Spielerinnen im Alter von 21 bis 24 Jahren ihr Potential noch nicht ausgeschöpft. Dahinter rücken Talente wie Barbarapaszek_trimmel_10102014 Haas, Julia Grabher, Lena Reichel oder Mira Antonitsch nach, die in den nächsten Jahren den Anschluss an die Weltspitze schaffen und Österreich wieder in Richtung Weltgruppe führen sollen.

Ein erweiterter Fed Cup-Kader für die kommenden Begegnungen im Syma Event and Congress Centre  in Budapest vom 3. bis 7. Februar, wo Österreich unter anderem auf Nationen wie Kroatien, Großbritannien, Belgien, Portugal oder Serbien treffen könnte, wird in den kommenden Wochen ausgewählt. Dieses junge Team wird dann bereits im November zu ersten gemeinsamen Fed Cup-Trainings in das Leistungszentrum Südstadt eingeladen. Diese Trainings stärken nicht nur den Teamgeist, "gemeinsam für Österreich" die kommenden Aufgaben zu meistern, der Verband möchte damit außerdem ein klares Zeichen in Richtung Trainingsgemeinschaften setzen, wie sie international üblich sind. Ziel ist es, "voneinander zu profitieren und miteinander voran zu kommen".

Das ist auch die Devise der seit Kurzem von Sportdirektor Trimmel und Headcoach Michiel Schapers eingeführten "Nationaltrainings" in den Altersstufen u10, u12, u14 und u16. Mit dieser Initiative holt der Verband die talentiertesten österreichischen Spielerinnen und Spieler samt ihren persönlichen Betreuern und Trainern zu gemeinsamen Trainings zusammen. Unter der Leitung des ÖTV-Betreuerstabes wird das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, der Konkurrenzkampf entfacht und die Kommunikation und Kooperation zwischen dem Verband als Servicestelle und den privaten Tennisschulen intensiviert. So sollen sich die jungen Athleten gegenseitig verbessern und das allgemeine Niveau gesteigert werden.

"Die Nationaltrainings zielen nicht nur auf die Verbesserung der Spielfähigkeiten ab, auch Themen wie Mentaltraining oder Ernährung spielen an den gemeinsamen Wochenenden eine wichtige Rolle", erklärt Trimmel. "Ganz wichtig ist uns das Gefühl zu schärfen, gemeinsam für Österreich erfolgreich sein zu wollen."

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