Neues an der Seniorenfront

Die Austragungsorte der Weltmeisterschaften 2016 und 2017 stehen fest. Ab kommendem Jahr gibt es eine neue Turnier-Kategorie. Umfragen fördern Unzufriedenheit zutage.


Peter Nader berichtet über Termine und Neuerungen, die beim ITF-Seniorenmeeting am 13. 11. in London beschlossen wurden.


WM 2016

Jung Senioren:     1. Mai bis 14. Mai in Umag, Kroatien
Senioren:             19. Juni bis 2. Juli in Helsinki, Finnland
Super Senioren:   16. Okt. Bis 29. Okt Antalya – Türkei

WM 2017
Jung Senioren:       20. März bis 2. April in Kapstadt, Südafrika
Senioren:                tba, entweder in Umag,  Miami (USA) oder Antalya (Tür)
Super Senioren:     9. bis 22. Oktober in Orlando, USA

Wie gehabt, spielen in der ersten Woche die Teams, gefolgt von den Einzeln in Woche zwei.

Die bisher in Sofia ausgetragenen „Closed  European Championships“ finden im nächsten Jahr in Bol, Kroatien, statt (24. bis 30. April). Der Europacup der  Seniorenmannschaftsmeister, bisher in La Manga, wird im nächsten Jahr in Antalya gespielt (16. September bis 2. Oktober).

Ab dem nächsten Jahr gibt es eine neue Turnierkategorie: Kategorie A (jeweils nur ein Turnier pro Land). Notwendig wurde damit eine neue Punktevergabe. Bleibt bei den bisherigen Turnieren Grade 1 bis 5 die Punktevergabe die selbe, so wurden die WM, die „Closed European“ und die Grade A-Turniere punktemäßig aufgewertet.

                            WM       EM      A        1
Sieger                  330       240     210   180
Finalist                250       180     150   120

Der Werzer Cup in Pörtschach wird im kommenden Jahr zu einem Grade A Turnier aufgewertet werden. Neuer Veranstalter beider  Pörtschacher Turniere ist der KTV.

Den vor einigen Jahren kreierten, alle zwei Jahre zu vergebenden „Award“ für außergewöhnliche Leistungen im Seniorensport, haben bisher drei Sportler bekommen: 2012 Lorne Main (Kan), 2014 Heide Orth (D) und 2016 King van Nostrand (USA). Der nächste Kandidat, der die hierfür notwendigen Kriterien (10x Team-Weltmeister und 10x Weltmeister im Einzel) erfüllt, ist Peter Pokorny. Dieser Preis wird jeweils beim Champions-Dinner während der French Open in Paris überreicht.

Eine Umfrage bei den nationalen Verbänden betreffend der Neueinführung einer Team-WM in der Altersgruppe 85+ bei Damen und Herren fiel negativ aus.

Eine neue Regel, die es dem Referee erlaubt, bei extremer Hitze die Spiele zu unterbrechen, wurde beschlossen.

Künftig wird die WM bereits einen Tag früher begonnen, sodass die Finalspiele bereits am Samstag beendet werden  können. Ein Termin-Tausch der beiden Wochen von Team- und individuellen Weltmeisterschaften findet nicht statt.

Eine Umfrage bei den Damen mit IPIN-Registrierung, was die geringe Turnierteilnahme von Damen betrifft, ergab folgende Antworten.

a.    Kosten  – sowohl  Reise und Aufenthalt als auch Nenngeld für Turniere
b.    Zeit – Familiäre und berufliche Verpflichtungen
c.    Besorgt über den Standard, man verliert nicht gerne 0:6, 0:6 in der ersten Runde
d.    Reisen nicht gerne
e.    Die kleinen Raster und die oft damit verbundenen Zusammenlegungen von Altersklassen und die  fehlenden Consolation.

Die beiden ersten Punkte wurden von mehr als 100 Spielerinnen beantwortet. Weitere Argumente waren: zu wenig Turniere in näherer Umgebung, und: man will nicht immer gegen dieselben Spielerinnen antreten.

Welche Konsequenzen würden die Teilnahme der Damen erhöhen?

a.    Nur an Wochenenden oder verlängerten Wochenenden zu spielen, wäre gewünscht. Do – So, oder Fr. – Mo. Der späte Wochenbeginn würde es schwächeren Spielerinnen ermöglichen, nicht zu viel Zeit von der Arbeit zu opfern.
b.    Für zwei Matches pro Tag sprach sich nur eine Minderheit aus
c.    Verkürzte Spiele bzw. Match-Tiebreaks fanden  auch wenig Zustimmung
d.    Öfter Round Robins und mehr Consolations wären wünschenswert.
e.    Große Ablehnung gab es gegen die Spielansetzungen bei Turnieren, wo man früh anreisen und spielen musste, dann einen oder sogar zwei Tage auf das nächste Spiel warten musste und dadurch bei wenigen Spielen eine ganze Woche verliert. Kompensierte Ansetzungen, wobei man nicht mehr als drei oder vier Turniertage vor Ort wäre, wären wünschenswert. (Wochenenden)

Eine Reihe von Spielerinnen bevorzugen Mannschaftsspiele, weil hier der soziale Gedanke – mehr Spaß – zum tragen käme und auch der individuelle Druck, den man sich selbst auferlegt, geringer wäre. Viele würden auch gerne vermehrt Doppel und Mixed als Einzel spielen. Generell würde man es begrüßen, wenn man die Möglichkeit für vermehrte Spiele pro Turnier hätte.

Die ITF wird sich mit diesem Problem auch weiterhin befassen. Wenn gewünscht, könnte man sich diese Informationen bei der ITF holen.

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