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Neue Richtung für den ÖTV!

Das vom ÖTV neu erstellte ÖTV-Sportprogramm, das den Landesverbänden bereits präsentiert wurde, hat v. a. ein Ziel: Spitzensportförderung, um damit leistungsstarke Nationalmannschaften zu stellen. „Junge SpielerInnen an das Davis Cup- und Fed Cup-Team heranzuführen ist die zentrale Aufgabe des ÖTV in den kommenden Jahren“, sieht ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb akuten Handlungsbedarf.


Die wichtigsten Punkte des neuen ÖTV-Sportprogramms umfassen die Bereiche Davis Cup, Fed Cup, das Leistungszentrum Südstadt sowie den Nachwuchsbereich der Altersklassen u9 bis u14. Im Detail bedeutet das konkret:

Davis Cup, Fed Cup: Der ÖTV fokussiert die Nachwuchsförderung unmissverständlich auf die Spitzensportförderung mit dem Ziel, möglichst leistungsfähige Nationalmannschaften zu stellen. Zu diesem Zweck wird künftig ein eigener Kader künftiger Davis Cup-Spieler installiert, der vom ÖTV-Headcoach (Herren) in Absprache mit dem ÖTV-Sportdirektor bzw. dem Davis Cup-Captain erstellt wird. Ebenso wird es einen Kader künftiger Fed Cup-Spielerinnen geben, der vom ÖTV-Headcoach (Damen) in Absprache mit dem ÖTV-Sportdirektor bzw. dem Fed Cup-Captain erstellt wird. Die Zielsetzung: Diese Kader sollen mögliche AspirantenInnen für die Nationalteams in Form von gemeinsamen Trainingslagern und Vergleichskämpfen – geleitet durch den jeweiligen Captain – auf das Davis Cup- bzw. Fed Cup-Team vorbereiten. Der ÖTV unterstützt diese SpielerInnen, um das Ziel, möglichst rasch in die Nationalmannschaft aufzuschließen, zu erreichen. „Wir versuchen die jungen potenziellen AnwärterInnen auf den Davis Cup und den Fed Cup so gut wie möglich zu unterstützen und vorzubereiten“, so ÖTV-Sportdirektor und Davis Cup-Captain Clemens Trimmel, „weil die Nationalmannschaften die wichtigsten Säulen des Verbandes und damit auch für die Weiterentwicklung des österreichischen Tennis von großer Bedeutung sind.“

JM

Leistungszentrum Südstadt: Der ÖTV strebt an, dass im nationalen Leistungszentrum Südstadt die besten SpielerInnen Österreichs (Davis Cup-Kader, Fed Cup-Kader sowie die Kader künftiger Davis Cup- und Fed Cup-SpielerInnen) trainiert bzw. ausgebildet werden. Den besten SpielernInnen über 14 Jahre soll die gesamte Leistungspalette des Leistungszentrums Südstadt mit den besten TrainernInnen zur Verfügung stehen. Die Förderung basiert auf dem ÖTV-Fördervertrag und beinhaltet u. a. folgende Leistungen: Trainings- und Turnierbetreuung, Konditionstraining, sportwissenschaf¬¬tliche Testungen, die Nutzung der Infrastruktur (Trainingsplätze, Räumlichkeiten für Konditionstraining etc.), Gymnasium und Handelsschule als Schulformen sowie Internat in Zusammenarbeit mit dem ÖLSZ Südstadt, Bundesheer, sportmedizinische Betreuung im IMSB, etc. „Ich begrüße die Anstrengungen der Landesverbände in ihren jeweiligen Leistungszentren sehr, aber ein kleines Land wie Österreich braucht einen Standort, an dem sich die jeweils Besten eines Jahrganges auch im Training messen und pushen können. Es ist als Anerkennung für die Arbeit im Landesverband zu sehen, wenn herausragende SpielerInnen in den Nationalkader einberufen werden“, sieht Leitgeb den Weg junger SpielerInnen künftig als Ergebnis intensiver Kooperation zwischen dem ÖTV und dem jeweiligen Landesverband. Im Detail bedeutet das:

Bereich u9 / u10: Jedes Bundesland bzw. jeder Landesverband verpflichtet sich, pro Jahr zumindest ein Development-Turnier zu veranstalten – idealerweise am Stützpunkt des jeweiligen Landesleistungszentrums. Bei diesen Development-Turnieren werden seitens der Landesverbände die in diesem Bereich tätigen TrainerInnen eingebunden. Die Gesamtverantwortung liegt beim ÖTV-Sportdirektor, die operative Verantwortung in Händen der ÖTV-Nachwuchskoordination. Der ÖTV betreut die SpielerInnen bei Vergleichs-kämpfen, organisiert Lehrgänge inkl. Testungen, organisiert sportmotorische und psychologische Testungen und wickelt diese ab, etc.

Development-Programm u9 bis u14: Um einen nahtlosen Übergang bzw. eine professionelle Fortsetzung des Development-Programms u9 – u14 sicherzustellen, sind für die Landesverbände in den Bereichen u10, u12 und u14 gewisse Aufgabenbereiche zu erfüllen, die inhaltlicher Natur sind, aber zusätzlich auch mit finanziellem Aufwand verbunden sind. Die Aufgabenbereiche der Landesverbände umfassen in den Bereichen u10, u12 und u14 u. a. die Bereitstellung einer für diesen Altersbereich verantwortlichen Person, die Zusammenstellung eines Landeskaders, die Turnierbetreuung (z. B. bei Österreichischen Meisterschaften), internationale Entsendungen in Kooperation mit anderen Landesverbänden, die Organisation von Sichtungsveranstaltungen und Landes-Lehrgängen, das Angebot von regelmäßigem Kadertraining, etc. Der ÖTV wird künftig im Bereich u9 – u14 v. a. eine Koordinations- bzw. Kommunikationsfunktion übernehmen. „Alle Landesverbände und der ÖTV arbeiten damit gemeinsam an den Zielen, unsere Nationalteams so gut wie möglich zu unterstützen, Kinder zum Tennis zu bringen, die Talente so früh wie möglich zu scouten und ihnen ein professionelles Umfeld zu schaffen“, so Clemens Trimmel. „Wir sind alle angehalten, an einem Strang ziehen und für eine positive Zukunft im österreichischen Tennis zu sorgen.“

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