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Neue Nummer 1: Dominic Thiem!

Im ATP Live-Ranking liegt Dominic Thiem (Bild) erstmals in seiner Karriere vor seinem ehemaligen Vorbild, Jürgen Melzer: Thiem auf Platz 62, Melzer auf Platz 66. "Und die geilste Belohnung kommt jetzt: ein Match gegen Stan Wawrinka."


Für ein Fotoshooting des Red Bull-Magazins Red Bulletin hatten sie sich vor ziemlich genau zwei Jahren bereits gegenseitig den Kopf gewaschen, die eine oder andere Kopfnuss verpasst, und der eine (Jürgen Melzer) hatte im Interview prophezeit, was mit dem anderen (Dominic Thiem) zwei Jahre später passieren würde: "Er hat alles, was man braucht, um gut zu werden." Jürgen hat's damals gesagt, Dominic hat's jetzt getan: Durch seine 4:6, 3:6-Niederlage gegen Juan Monaco in der ersten Runde des ATP-Masters-Turniers in Madrid liegt Thiem nach seinem Erstrunden-Sieg über den Russen Dmitry Tursunov in der ATP-Live-Rangliste als 62. vier Plätze vor dem Routinier, hat damit ein neues Karriere-Hoch erreicht und wird in der am kommenden Montag neu veröffentlichten ATP-Weltrangliste als Österreichs neue Nummer 1 präsentiert werden.

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Neues Highlight für Thiem
Die ersten Anzeichen, dass dies früher oder später passieren wird, hat es bereits im Vorjahr gegeben, als der junge Niederösterreicher im Achtelfinale des bet-at-home-Cups in Kitzbühl den Routinier mit 7:5, 6:3 besiegt hatte. Damals war Thiem "überglücklich" und konnte "es nicht begreifen." Ein bisserl wehgetan habe es allerdings auch, ausgerechnet das Vorbild zu schlagen. "Jeder andere wäre mir lieber gewesen." Beim Masters-Turnier in Madrid hatte Thiem das, was in den Medien gerne als "Wachablöse" bezeichnet wird, selbst in die Hand genommen: Mit Siegen über den Argentinier Leonardo Mayer (ATP 76), den Australier Marinko Matosevic (ATP 68) in der Qualifikation sowie über den Russen Dmitry Tursunov (ATP 32) hatte er ein neues Highlight in seiner Karriere fixiert: "Drei Top 100-Spieler in drei Tagen hab ich überhaupt noch nie geschlagen. Und die geilste Belohnung kommt jetzt: ein Match gegen Stan Wawrinka. Gegen die Nummer eins im Race, also den besten Spieler des Jahres spielen zu dürfen, und das auf einem großen Platz - was kann es Geileres geben?" Ein mögliches Erfolgsrezept gegen den Australian Open-Sieger 2014 hatte Thiem im Red Bulletin-Interview 2012 verraten: "Was ich am Jürgen bewundere, ist, dass er sich in Matches nix scheißt. Er spielt kompromisslos auf Angriff, ohne auch nur eine Sekunde angezogene Handbremse."
 


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