Neue Meister: Neuwirth & Haider-Maurer!

Nach langer Verletzungspause kehrt Yvonne Neuwirth mit dem Titelgewinn bei den Österreichischen Hallenmeisterschaften in Bad Waltersdorf wieder auf die Siegesstrecke zurück. Im Herrenbewerb sicherte sich Mario Haider-Maurer mit seinem 7:6, ret.-Sieg über Christian Trubrig die Titelverteidigung. Im Bild: STTV-Vizepräsident Rudolf Steiner, STTV-Präsidentin Barbara Muhr, Yvonne Neuwirth, Mario Haider-Maurer und Peter Westner (Bad Waltersdorf).


Die neuen Indoor-Meister heißen: Yvonne Neuwirth und Mario Haider-Maurer. Die Nummer 1 der Hallenmeisterschaften, Neuwirth, besiegte auf der Anlage des TC Bad Waltersdorf die an Nummer 2 gesetzte Wienerin Kix mit 0:6, 7:5, 6:3. Haider-Maurer konnte seine Titelverteidigung schon nach nur einem gespielten Satz feiern, da Christian Trubrig beim Stand von 7:6 "körperlich einfach nicht dazu in der Lage war, weiterzuspielen" (Haider-Maurer). In beiden Duellen traf 29-jährige Routine auf um acht Jahre jüngere Unbekümmertheit, im Damenfinale kam es zusätzlich zum Generationenduell zu einer Partie mit besonderer Konstellation: Offiziell ist Daniela Kix zwar noch beim Wiener Park Club, im Vorjahr Sechster in der Bundesliga, gemeldet. 2014 wird die 29-jährige Wienerin aber für den 1. Klosterneuburger TV an den Start gehen, und in diesem Team ist Yvonne Neuwirth die Nummer 1. Für Kix kam es aber nicht nur zum Duell mit ihrer neuen Mannschaftskollegin, sondern auch zur Wiederauflage des Endspiels der Freiluft-Meisterschaften 2013: In Oberpullendorf hatte sich damals Kix mit ihrem 6:4, 6:2-Sieg den ersten Staatsmeister-Titel ihrer Karriere geholt. Und auch heute ließ Kix zumindest zu Beginn keinen Zweifel darüber aufkommen, wer als Siegerin vom Platz gehen würde: Die Breaks zum 1:0, 3:0 und 5:0 entschieden nach knapp dreißig Minuten Satz eins. Erst im zweiten Satz erinnerte sich Neuwirth daran, was sie sich vorgenommen hatte und ihr von ihrem Mentaltrainer Hermann Tatschl auch vorgegeben wurde: "Ich muss noch viel konstanter und ruhiger werden." Mit dem Break zum 7:5 gelang ihr der Satz-Ausgleich. "Und dann begann ein Satz, mit dem ich für sie extrem stolz bin", so Neuwirth-Trainerin Barbara Schwartz. "Das war für sie nämlich seit längerer Verletzungspause (Kahnbeinbruch; Anm.) das erste Turnier, bei dem sie über längere Zeit konstant ihre Leistung erbracht hat." Im dritten Satz sollte die Break-Bilanz - drei für Neuwirth, zwei für Kix - den Ausschlag geben. "Wir hätten kaum damit gerechnet, dass sie so schnell wieder ins Turniergeschehen einsteigen kann", so Schwartz. In der kommenden Wochen kann sie gemeinsam mit Trainingskollegin Pia König die aktuelle Hochform zum 10.000-Dollar-Turnier nach Santa Margerita di Pula (ITA) mitnehmen. "Mit dem Titelgewinn bei den Meisterschaften hat sie dafür sicherlich genug Selbstvertrauen getankt" (Schwartz).

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"Ein Finale auf extrem hohem Niveau"

Im Herren-Finale traf Titelverteidiger Mario Haider-Maurer auf seinen "Vorgänger" Christian Trubrig, der im Jahr davor (2012) bei den österreichichen Hallenmeisterschaften nicht zu schlagen gewesen war. Die Vorbedingungen ließen ein Duell auf Augenhöhe erwarten: Auf der einen Seite mit Haider-Maurer ein 29-jähriger Routinier, der mit seinem Semifinal-Kampf gegen den topgesetzten Dennis Novak (1:6, 6:4, 6:4) "eine extrem enge Partie" (Haider-Maurer) in den Beinen hatte. Auf der anderen Seite mit Trubrig ein um acht Jahre jüngerer Spieler, der ohne Satzverlust ins Finale eingezogen war und nach monatelanger gesundheitsbedingter Pause "in diesem Sommer wieder bei den österreichischen Future-Turnieren" (Trubrig) ins internationale Tennisgeschehen einsteigen will. Gleich zu Beginn des ersten Satzes musste Haider-Maurer das Break zum 1:2 hinnehmen. "Danach hab ich aber einen meiner besten Sätze überhaupt gespielt", strahlte der neue alte Titelträger unmittelbar nach der Partie. Mit dem Rebreak zum 5:5 brachte er sich wieder zurück ins Rennen, und mit der Aufgabe seines Gegners kam er zum zweiten Staatsmeistertitel seiner Karriere. Haider-Maurer: "Das war heute ein Duell auf extrem hohem Niveau. Auch Christian hat mir gesagt, sehr viel besser könne er nicht mehr spielen. Er ist mit der Strategie ins Finale gegangen, extrem viel riskieren zu wollen, weil er mit mir die Rallies nicht gehen wollte, da er körperlich dazu nicht in der Lage sei." Nachsatz von Haider-Maurer: "Ich muss ein bißchen darüber froh sein, dass er aufgegeben hat, denn auch ich war nach dem gestrigen Match gegen Novak ziemlich k.o."

Österreichische Hallenmeisterschaften (8.3. - 15.3.2014)
TC Bad Waltersdorf


Finale - Damen:
Yvonne Neuwirth (NÖTV) - Daniela Kix (WTV): 0:6, 7:5, 6:3

Finale - Herren:
Mario Haider-Maurer (NÖTV) - Christian Trubrig (WTV): 7:6 ret.

Alle Österreichischen Hallen-Staatsmeister 2014

Damen (AK)
Yvonne Neuwirth (1. Klosterneuburger TV)

Herren (AK)

Mario Haider-Maurer (1. Klosterneuburger TV)

U12
Lukas Neumayer / TC SparkasseRadstadt (STV)
Mavie Österreicher / TWR/Club 21 (WTV)

U14
Sandro Kopp / TC Sparkasse Kramsach (TTV)
Arabella Koller / WTC Großgmain (STV)

U16
Matthias Haim / TC Kolsass (TTV)
Mira Antonitsch / BMTC (NÖTV)

U18
Sebastian Ofner / ESV Tennis Bruck / Mur (STTV)
Jasmin Buchta / TC LUV Graz (STTV)

Senioren 50
Gerald Kaiser / TC Tulln (NÖTV)
Petra Danzinger / TK Eden (WTV)

Senioren 55
Christian Bauer / TC Unterwaltersdorf (NÖTV)
Julia Smutny / TK Eden (WTV)

Senioren 60
Harald Hellmonseder / ASKÖ Aufhof (OÖTV)
Inge Dörner / TK Eden (WTV)

Senioren 35
Thomas Wagner / ASKÖ TC Energie Burgenland (BTV)

Senioren 40
Alexander Jahn / CTP Pötzleinsdorf (WTV)

Senioren 45
Alexander Pfann / GAK-Tennis (STTV)

Senioren 65
Hand-Dietrich Heißl / TK Tiroler Wasserkraft (TTV)

Senioren 70
Peter Fuchs / TSV Hartberg-Tennis (STTV)

Senioren 75
Willi Liska / TEV-Sparkasse Gloggnitz (NÖTV)

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