Zum Inhalt springen

NEUDÖRFL: ÖSTERREICHISCHE U16-HALLENMEISTERSCHAFTEN

Die Österreichischen U16-Meisterschaften sind Vergangenheit. Das Tennis, das in den beiden Finalpartien geboten wurde, war allerdings, so ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller, "zukunftsorientiert und phasenweise auf internationalem Niveau." Die neuen Meister: Denise Maxl (WTV) und Johannes Schretter (STTV).

Titel für Maxl und Schretter
(8.1.2010)
Vor den Augen von ÖTV-Sportdirektor Gilbert Schaller und ÖTV-Damen-Nationaltrainer Conny Gruber gingen am heutigen Finaltag die beiden letzten Partien der Österreichischen U16-Hallenmeisterschaften über die Bühne, und zu beiden Matches fiel Schaller danach das gleiche Urteil ein: "Zukunftsorientiert." "Attraktiv." "Internationales Niveau." Im Mädchenfinale siegte die von Ruslan Rainow betreute Wienerin Denise Maxl (WTV/1.) gegen das Südstadt-Talent Anna-Maria Heil (STTV/4.) 6:3, 3:6, 6:1. "Das war ein Finale", so Gruber, "das Maxl absolut verdient gewonnen hat. Sie hat im ersten Satz sehr stark begonnen, hat Anna-Maria richtiggehend überrollt. Erst im zweiten Satz hat Heil besser ins Match gefunden und hat begonnen, aktiver zu spielen. Es ist ihr in dieser Phase der Partie auch sehr viel gelungen. Im dritten Satz hat Denise den besseren Anfang gehabt, ist energischer und aggressiver ins Match gegangen und hat den Titel souverän nach Hause gespielt."

"Internationales Niveau"
Im Burschenfinale setzte der an Nummer 2 gesetzte Steirer Johannes Schretter seinen "Trend" auch im Finale fort und musste auch gegen Markus Ahne (KTV/4.) keinen Satz abgeben. Das Resultat: 6:3, 6:3, Schretter, der im ÖTV-B-Kader extern vom Verband gefördert wird, hat, so Schaller, "von Anfang an bewiesen, dass er bereits eine Stufe weiter als Ahne ist. Sein Erfolgsrezept heute: Er hat immer souverän agiert, hat aktiv gespielt und versucht, den Platz klein zu machen. Nichtsdestotrotz hat mir auch Ahne sehr gut gefallen. Er ist ein Spieler, der sehr kompakt ist, dem allerdings noch die Beständigkeit eines Schretter fehlt. Es haben aber beide Spieler ein Tennis gespielt, das zukunftsorientiert ist. Bei beiden ist eine internationale Perspektive da." Einen Hauch noch mehr beeindruckt war Schaller vom Duell der beiden Mädchen: "Das war eines der besten Finale im U16-Bereich, das ich bisher gesehen habe. Warum? Maxl und Heil haben ein sehr attraktives Finale auf internationalem Niveau geboten." Was Österreichs Youngsters derzeit noch von der internationalen Spitze trennt, "ist bei Mädchen und Burschen die Beständigkeit. Es wird aber bereits jetzt ein Tennis gespielt, das Zukunft haben kann. Wenn dann noch die Konstanz dazukommt, dann schauen wir in ein paar Jahren gar nicht schlecht aus."

WEITERE INFORMATIONEN


Tennis vom Feinsten

(7.1.2010)
Als leichte Außenseiterin war sie in dieses Match gegangen, als erschöpfte 7:6, 7:5-Siegerin konnte Anna-Maria Heil (STTV/4.) es verlassen. Die Semifinal-Partie gegen die an Nummer 2 gesetzte Lisa Wegmair (TTV) "war ein hochklassiges Match, bei dem Anna-Maria das glücklichere Ende gehabt hat", so Heil-Coach Conny Gruber. Im ersten Satz lag das Südstadt-Talent bereits mit 3:5 hinten und musste einen Satzball abwehren. Im zweiten Satz schien es, als könnte Wegmair das Match noch umdrehen - bis auf 3:1 bzw. 4:2 war die junge Tirolerin davongezogen. Danach, so Gruber, "zeigten aber beide Tennis vom Feinsten und sind über sich hinausgewachsen." Im Finale wird Anna-Maria Heil auf Denise Maxl (WTV/1.), die Lena Reichel mit 6:2. 6:2 klar besiegte. Obwohl das Finale noch nicht gespielt wurde, zog ÖTV-Damen-Nationaltrainer Conny Gruber schon am Semifinaltag eine erste Bilanz: "Heil - kämpferisch und spielerisch wird sie immer besser. Wegmair - eine großartige Kämpferin. Reichel - sie hat in den letzten Wochen einen großen Schritt nach vorne gemacht. Maxl - eine Spielerin mit großer Klasse. Fazit: An Talenten mangelt es uns in Östereich sicher nicht."

Schretter als Favorit
Im Burschenbewerb ließ Turnierfavorit Johannes Schretter auch im Semifinale nichts anbrennen: Der an Nummer 2 gesetzte Steirer überließ dem ungesetzten Vorarlberger Felix Wohlgenannt gerade einmal ein Game und siegte mit 6:0, 6:1. In das morgige Finale geht Schretter damit als großer Favorit. Sein Gegner Markus Ahne (KTV/4.) kam in seiner Partie erst verspätet auf Touren. Den ersten Satz musste Ahne an den an Nummer 6 gesetzten Steirer Lorenz Fink mit 3:6 abgeben, den restlichen beiden Sätze holte sich Ahne mit 6:2, 6:3. ÖTV-Damen-Nationaltrainer Gruber, der auch bei diesen beiden Partien vor Ort war: "Schretter war wieder einmal eine Klasse für sich. Ahne hat tapfer gekämpft. Seine Partie war phasenweise auf einem sehr hohen Niveau."

  WEITERE INFORMATIONEN


Anna-Maria Heil souverän
(6.1.2010)
Eigentlich wollte ÖTV-Damen-Nationaltrainer Conny Gruber mit seinem kompletten Südstadt-Mädchen-Kader - Anna-Maria Heil, Julia Dinhof, Patricia Haas - bei den Österreichischen U16-Hallenmeisterschaft vertreten sein. Da Dinhof (Rückenverletzung) und Haas (Bänderletzung im Sprunggelenk) allerdings ausfielen, musste als einzige Heil die Fahnen für das ÖTV-Leistungszentrum hochhalten. "Und das hat sie bisher sehr gut gemacht", war Gruber mit dem Semifinal-Einzug der an Nummer 4 gestzten Steirerin "mehr als nur zufrieden." In der Runde der letzten acht hatte Heil Anna Götz (OÖTV) mit 6:1, 6:1 keine Chance gelassen. Gruber: "Dabei hat sie ausgezeichnet gespielt. Wenn sie auch im nächsten Match so spielt wie heute im ersten Satz, dann hat sie sehr gute Chancen, bei diesen Meisterschaften ein gutes Resultat zu bringen." Ihre nächste Gegnerin wird allerdings die an Nummer 2 gesetzte Tirolerin Lisa Wegmair sein, die mit Nadine Kopf (VTV/5.) nur im ersten Satz (7:5, 6:1) Probleme hatte. Dennoch könnte Heil, so Gruber, für eine Überraschung sorgen. Dann nämlich, wenn sie gegen Wegmair mit der gleichen Aggression und Konzentration spielt wie heute gegen Götz." Heils Chancen auf den Einzug ins Finale? "Fifty-Fifty" (Gruber). Im zweiten Halbfinale kommt es zwischen der topgesetzten Denise Maxl und der ungesetzten Lena Reichl zu einem Duell zweier WTV-Spielerinnen.

Die Nummer 1 ist draußen
Im Burschenbewerb sorgte der an Nummer 6 gesetzte Steirer Lorenz Fink für die bisher größte Überraschung dieser Meisterschaften: Mit aggressivem Grundlinienspiel drängte er den topgesetzten Kärntner Jason Peter Platzer von Anfang an in die Defensive und steht nach seinem klaren 6:4, 6:1-Sieg im Semifinale dieser Meisterschaften. Sein Gegner wird Markus Ahne (KTV/4.) sein, der "in einer spielerisch hochwertigen Partie" (Conny Gruber) Sebastian Ofner (STTV/5.) 6:3, 2:6, 6:3 besiegte. Das zweite Halbfinale werden der ungesetzte Vorarlberger Felix Wohlgenannt und Johannes Schretter (STTV/2.) untereinander ausmachen: Wohlgenannt kämpfte Max Voglgruber (OÖTV) in drei Sätzen (3:6, 6:2, 6:4) nieder. Gruber: "Und Schretter war im Match gegen Niklas Scheucher (STTV) eine Klasse für sich." Das Resultat: 6:1, 6:2.

 WEITERE INFORMATIONEN



Souverän & spannend
(28.12.2009)
Das Tennis Center Neudörfl ist bereits zum vierten Mal in Folge Austragungsort der Österreichischen U16-Hallenmeisterschaften (2.-8.1.2010). Im Vorjahr hatte Patricia Haas im Verlauf des gesamten Turniers keinen einzigen Satz abgeben müssen und ihren Gegnerinnen insgesamt bloß 12 Games überlassen. Im Finale besiegte sie Denise Scheiflinger glatt mit 6:3, 6:0. Wesentlich spannender und mit einem überraschenden Endresultat war das Finale im Burschenbewerb zwischen Patrick Ofner und Dennis Novak verlaufen. Nachdem Ofner erwartungsgemäß den ersten Satz mit 6:2 für sich entscheiden konnte, kam Novak danach immer besser ins Spiel, holte sich den zweiten Satz mit 6:4 und entschied den dritten Satz und damit das Match im Tiebreak mit 12:10 für sich.

WEITERE INFORMATIONEN

Top Themen der Redaktion

Endstation im Viertelfinale

Sinja Kraus und Lukas Neumayer mussten sich bei der 40. International Spring Bowl in Tribuswinkel im Viertelfinale geschlagen geben.

Kids & Jugend

Startschuss zum Spring-Bowl-Jubiläum

Am Dienstag beginnt zum 40. Mal das größte und wichtigste Jugendturnier in Österreich. Zum Auftakt gab sich die heimische Tennis-Prominenz ein Stelldichein in Tribuswinkel.

Wochenvorschau

13. - 19. Mai 2019

Kalenderwoche 20: Wer? Wann? Wo?

Die 40. Spring Bowl findet in dieser Woche in Tribuswinkel statt, mit dabei ist auch Elena Karner.