Zum Inhalt springen

ATP

Thiem brilliert und steht im Semifinale

Der Österreicher schlägt in einem großartigen Match Rafael Nadal zwei Mal im Tiebreak und feiert bei den ATP-Finals in London den zweiten Sieg. Letzter Gruppengegner am Donnerstag ist Rublev.

©GEPA-Pictures

Nach dem Auftakterfolg gegen Vorjahressieger Stefanos Tsitsipas gewann Dominic Thiem auch sein zweites Match bei den ATP-Finals in der Londoner O2-Arena. Der als Nummer 3 gesetzte Niederösterreicher setzte sich im Schlager der Gruppe „London 2020“ gegen den Weltranglistenzweiten Rafael Nadal in einer Galavorstellung 7:6 (7), 7:6 (4) durch. Thiem hatte den Spanier heuer im Viertelfinale der Australian Open 3:0 - drei Mal im Tiebreak - bezwungen. Erstmals gewann der 27-Jährige gegen den 20-fachen Major-Sieger zwei Partien in Folge, im Head-to-Head steht es jetzt 6:9.

Weil Tsitsipas im Anschluss den Russen Andrej Rublev 6:1, 4:6, 7:6 (6) besiegte, steht Thiem vorzeitig im Semifinale. Rublev muss heimfahren, zuvor wird er aber am Donnerstag noch gegen Österreichs Sportler des Jahres antreten.

„Das war ein großartiges Spiel vom ersten bis zum letzten Punkt. Es war definitiv eines der besten Matches meiner Karriere. Den ersten Satz habe ich ein bisschen glücklich gewonnen, ich war schließlich 2:5 im Tiebreak zurück. Gegen Rafa ist es immer wieder wichtig, den ersten Satz zu gewinnen. Ich musste aber voll fokussiert bleiben. Alle Schläge waren auf hohem Niveau. Mit meinem Service war ich besonders zufrieden, das hat mir in schwierigen Situationen geholfen. Darüber bin ich sehr glücklich“, sagte Thiem.

Wie immer, schenkten einander die beiden vom ersten Ballwechsel an nichts. Der erste Durchgang ging ohne Breakchancen ins Tiebreak. Thiem lag 2:5 zurück, wehrte zwei Satzbälle ab und verwertete seinen ersten.

Im zweiten Satz knöpfte Nadal dem Österreicher bei 3:3 den Aufschlag ab, Thiem glich postwendend aus. Bei 4:5, 0:40 demonstrierte der Mallorquiner seine Extraklasse, er machte fünf Punkte en suite und vereitelte also drei Matchbälle. Im Tiebreak preschte Thiem auf 6:3 davon, nach 2:26 Stunden war der Tennis-Leckerbissen gegessen.

„Wenn Zuschauer hier gewesen wären, hätte es eine fantastische Atmosphäre gegeben. Ich hoffe, dass die Fans das Spiel zu Hause vor dem Fernseher genossen und ein wenig die harten Zeiten vergessen haben“, sagte Thiem.

Und Nadal? Der konnte sich die Niederlage nicht erklären. "Ich habe ein paar Bälle im Tiebreak verschlagen, als ich den Vorteil hatte. Aber ich habe alle Dinge gut gemacht in diesem Match."

Top Themen der Redaktion

Verbands-Info

Alles Gute, Peter Feigl!

Der ehemalige Superstar der rotweißroten Tennis-Szene begeht heute den 70-er. Im Lockdown. Den Spaß will er sich trotzdem nicht vergehen lassen.

JURA Gewinnspiel

Kaffeeliebhaber aufgepasst! Jetzt hast du die Chance, Kaffeepakete deiner Wahl von JURA zu gewinnen.

Davis Cup

Österreich ist beim Finalturnier ausgeschieden

Nach dem 0:3 gegen Serbien unterlag das Generali Austria Davis Cup Team Deutschland mit 1:2. Den Punkt steuerte Jurij Rodionov bei. Das Viertelfinale in Innsbruck bestreiten die Deutschen am Dienstag gegen Großbritannien.