Moser und Reissig krönen sich zu Staatsmeistern

Lisa-Maria Moser besiegte im Finale Marlies Szupper, Nicolas Reissig setzte sich gegen Tristan-Samuel Weissborn durch. Samstag startet in Oberpullendorf das Final4 der Bundesliga.

Hoher Besuch am Finaltag der siebenten Österreichischen Staatsmeisterschaften auf dem Areal des Sporthotel Kurz in Oberpullendorf: Wie jedes Jahr, schaute Landeshauptmann Hans Niessl vorbei. Und das, obwohl ihn derzeit andere Sorgen plagen. „Ich hab heute schon ein paar Stunden telefoniert“, sagte er um 11 Uhr, „der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. Sie werden verstehen, wenn ich dann nach Nickelsdorf fahren werde.“ Begleitet wurde Niessl vom ehemaligen Sportminister Norbert Darabos. Zuvor lobte Niessl, seit 15 Jahren Sportreferent des Burgenlandes, die zur Tradition gewordene Veranstaltung. „Die Meisterschaften sind ein sportliches Highlight in unserem Bundeslang.“ Unter der Patronanz der "Hans Niessl Sozial- und Jugendförderung" wurde am Finaltag zum vierten Mal ein Charity Tennisturnier ausgetragen. Dieses Jahr kam der gesamte Erlös von 10.850 Euro der Veranstaltung dem Projekt "Papa/Mama hat Krebs" der Österreichischen Krebshilfe Burgenland zugute.


Nachdem Daviscup-Kapitän Stefan Koubek ein Show-Match-Tiebreak gegen Max Neuchrist verloren hatte, konnte vor den Augen zahlreicher Prominenter gesportelt werden. Ivica Vastic, Franz Lederer und ein paar Spieler des SV Mattersburg blickten den Mädchen ebenso interessiert auf die Schläger wie ÖTV-Präsident Robert Groß, der erstmals in seiner Amtszeit die Siegerehrung vornahm. 

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Für das Endspiel hatten sich Lisa-Maria Moser (Bild) und Marlies Szupper qualifiziert. Die 24-Jährige erwies sich als die geduldigere, reifere Spielerin und schlug die 20-Jährige 6:4, 0:6, 6:2. „Ich bin richtig stolz“, sagte die Grazerin, „vor ein paar Jahren war ich vom Titel so was von weit weg. Deshalb ist die Freude jetzt umso größer.“

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Im Herren-Finale setzte sich der Salzburger Nicolas Reissig (Bild) gegen Tristan-Samuel Weissborn mit 7:5, 6:4 durch. Reissig steht somit auf einer Stufe mit Stefan Koubek, Andreas Haider-Maurer, Dominic Thiem und Dennis Novak, die sich ebenfalls Staatsmeister nennen dürfen.


ÖTV-Präsident Robert Groß resümierte positiv. „Für uns als Verband sind die Staatsmeisterschaften und das Bundesliga-Final-Four die wichtigsten Veranstaltungen im Jahr. Hier finden wir ein ideales Ambiente vor." Womit wir bei Veranstalter Günter Kurz wären. „Wichtig ist, dass wir beim Markt ankommen“, sagt Kurz. Der Markt teilt sich zu gleichen Teilen auf Spieler, Interessenten/Zuschauer, Presse und Sponsoren auf. „Wir müssen eine Dienstleistung kreieren, die alle zum größtmöglichen Teil zufrieden macht.“ Deshalb hat Kurz, der die Veranstaltung mit 81.000 Euro budgetiert hat, das Preisgeld heuer auf 24.000 Euro angehoben. Moser und Reissig bekommen je 4000 Euro. Kost und Logis ist für die Spieler im Sporthotel gratis, Side-Events wie die Players Party mit dem bereits zur Tradition gewordenen Poker-Turnier sorgen für Abwechslung. Am Start waren sieben Damen mit WTA-Ranking, bei den Herren verfügen alle acht Gesetzten über ein ATP-Ranking. Das zeugt von einer gewissen Breite.


Am Samstag geht’s gleich sportlich weiter in Oberpullendorf: Ab 11 Uhr startet das Final4 der der SIMACEK ÖTV Bundesliga. Im Semifinale treffen TC Schwarzenberg und der Wiener Athletiksport Club sowie TC Kirchdorf und Sportunion Klagenfurt aufeinander. Das Endspiel steigt am Sonntag.

Im großen Bild, von Links: Bürgermeister Geißler, Finalist Weissborn, Meister Reissig, Meisterin Moser, Finalistin Szupper, Landeshauptmann Niessl, ÖTV-Präsident Groß, Veranstalter Kurz

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