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Mit Powertennis ins Finale!

Dennis Novak (Bild) gegen Patrick Ofner und Yvonne Neuwirth gegen Daniela Kix - die Paarungen für die Finale der Österreichischen Staatsmeisterschaften stehen seit heute fest. Den "einfachsten" Weg ins Endspiel konnte dabei Patrick Ofner gehen, da sein Gegner Nicolas Reissig im zweiten Satz die Partie nicht mehr zu Ende spielen konnte.


Die Österreichischen Staatsmeisterschaften (14.9. - 21.9.) auf der Anlage des Sporthotel Kurz in Oberpullendorf gehen in die entscheidende Phase, und Yvonne Neuwirth, Daniela Kix, Patrick Ofner und Dennis Novak werden dabei als Finalisten ihre "Finger" entscheidend mit im Spiel haben. Neuwirth besiegte im ersten Semifinale Iris Khanna mit 7:6, 6:1 und zog damit - ebenso wie im Vorjahr - ohne Satzverlust ins Endspiel ein. Im ersten Satz gelang der 21-jährigen Wienerin, die in der ersten Jahreshälfte durch zahlreiche Verletzungen gebremst worden war, das Break zum 3:2. Die Entscheidung fiel dennoch erst im Tiebreak. Im zweiten Satz ließ sich die Titelverteidigerin, deren Highlights in diesem Jahr der Finaleinzug beim 10.000-Dollar-Turnier in Bad Waltersdorf sowie das Semifinale in Bad Saulgau (25.000 Dollar) waren, die "Butter" nicht mehr vom Brot nehmen und überließ ihrer Gegnerin nur mehr ein einziges Game. Im Endspiel trifft Neuwirth mit Daniela Kix auf eine Gegnerin, die ihr bereits im Vorjahr im Semifinale der Staatsmeisterschaften gegenüber gestanden ist. Damals konnte sich Neuwirth (Bild unten) mit 6:4, 6:4 fürs Finale qualifizieren und sich dort gegen Tina Schiechtl in drei Sätzen den Titel holen. Zwar spielt Kix schon lange keine internationalen Turniere mehr. Ihre Erfahrung, die die 28-jährige Wienerin in ihrer Karriere zwischen 2000 und 2006 auf der WTA-Tour sammeln konnte, reichte aber schon im März 2013 aus, um auch das Endspiel der Österreichischen Hallenmeisterschaften zu erreichen. Im heutigen Semifinale gegen Karoline Kurz war Kix mit druckvollem Grundlinien-Tennis und dem Break zum 2:1 rasch in Führung gegangen, hatte sie danach auf 4:1 ausgebaut und den ersten Satz mit 6:2 beendet. Satz 2 ging mit 6:4 ebenfalls an Kix.

Neuwirth


Patrick Ofner nach Reissig-w.o. im Finale
Das erste Herren-Semifinale zwischen Nicolas Reissig und Patrick Ofner war rascher vorbei als erwartet: Reissig - gehandicapt von einer entzündeten Achillessehne ("Das schleppe ich schon ein halbes Jahr mit mir herum") - hatte sich "ein toughes Match mit langen Rallies erwartet" (Reissig), und genau das bekam er vom 20-jährigen Kärntner auch geliefert. Ofner spielte das für ihn typische Spiel, verteilte die Bälle von der Grundlinie, ließ den Gegner die Fehler machen. "Da der Boden naß und daher auch ziemlich tief ist, war's heute aber nicht leicht so zu spielen", so Ofner. "Ich hab aber von Anfang an gesehen, dass er Probleme hat und deshalb versucht, ihn laufen zu lassen. In die ersten beiden Games bin ich nicht so gut reingekommen, danach ist es bei mir aber gut gelaufen." Mit zwei Ofner-Breaks - zum 4:2 und 6:2 - war Satz eins rasch vorbei. Der zweite begann, wie der erste geendet hatte: Ofner ging mit 3:0 in Führung, beim Stand von 3:1 konnte Reissig die Partie nicht mehr zu Ende spielen.

Viel Selbstvertrauen bei Dennis Novak
Für sein Endspiel gegen Dennis Novak erwartet sich Ofner ein Spiel mit leichten Vorteilen auf seiner Seite: "Er ist ein Spieler, der ziemlich flach, gerade und schnell spielt. Deshalb glaube ich, dass mir der Belag - naß und langsam - etwas entgegenkommt." Genau mit diesen von Ofner angesprochenen Qualitäten - Powertennis von der Grundlinie - hatte sich Novak im zweiten Halbfinale mit 6:2, 6:2 über Nikolaus Moser hinweggesetzt. Der Schützling von Günter Bresnik hatte in den vergangenen Wochen mit dem Einzug in den Hauptbewerb von Kitzbühel, in Wels mit seinem zweiten Future-Sieg nach Netanya Anfang März und den Final-Teilnahmen in Kramsach und Innsbruck viel Selbstvertrauen getankt. Für Moser beginnt nach einem Diskuseinriss im Herbst 2012, langanhaltenden Hüftprobleme ab dem Winter und einer ebenso langwierigen Darmentzündung im Mai "die Saison jetzt erst so richtig."

ÖMS als Highlight für Talente
Im Rahmen einer Pressekonferenz hatten davor u. a. Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl, ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb sowie BTV-Präsident und Staatsmeisterschafts-Veranstalter Günter Kurz die Wichtigkeit der Staatsmeisterschaften hervorgehoben. "Ein Spieler, der unter den besten 300 in der Welt rangiert, verdient im Schnitt 600 Dollar pro Monat", so Leitgeb. "Es ist daher enorm wichtig, diese Sportler dabei zu untersützen, dass sie weiter nach vorne kommen. Österreichische Staatsmeisterschaften ist ein Highlight für heimische Talente, sich zu präsentieren." Der ÖTV-Präsident hob dabei insbesondere das Land Burgenland unter der Leitung von Hans Niessl hervor, "das es verstanden hat, die Kombination aus Sport, Sozial und Gesellschaft gut zu leben." Bestes Beispiel dafür ist, so Leitgeb, auch das Hans Niessl Charity Doppel-Tennisturnier, das heuer bereits zum zweiten Mal im Rahmen der Staatsmeisterschaften stattgefunden hatte. Die „Hans Niessl Burgenland - Sozialinitiative und Jugendförderung“ hat sich zum Ziel gesetzt, das soziale Engagement der Gesellschaft für Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu wecken und unverschuldet nach Unglücksfällen oder Katastrophen in Not geratenen BurgenländerInnen rasch und unbürokratisch zu helfen. Dieses Jahr kommt der Reinerlös der Veranstaltung, eine fünfstellige Summe, dem SOS Kinderdorf Pinkafeld zugute.

Österreichische Staatsmeisterschaften (14.9. – 21.9.2013), Oberpullendorf

Herren-Semifinale
Patrick Ofner – Nicolas Reissig: 6:3, 3:1 ret.
Dennis Novak – Nikolaus Moser: 6:2, 6:2

Herren - Finale
Patrick Ofner – Dennis Novak

Damen-Semifinale
Yvonne Neuwirth – Iris Khanna: 7:6(3), 6:1
Daniela Kix – Karoline Kurz: 6:2,

Damen - Finale
Yvonne Neuwirth – Daniela Kix



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