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Mischa Stachowitsch, Ehrenmitglied des STV, ist tot

Am 4. Jänner hörte das Herz der Salzburger Tennislegende Mischa Stachowitsch zu schlagen auf. Die Nr. 9 der Profi-Weltrangliste 1952 wurde 94 Jahre alt.

Mischa Stachowitsch, der aus einer vertriebenen russischen Adelsfamilie stammte, kam als Einjähriger nach Salzburg. Der Vater arbeitete als Übersetzer, Autor und als Tennislehrer beim Salzburger Eislauf- und Tennisklub (dem heutigen 1. STC Stiegl), wo Mischa bald zum Schläger griff und binnen kürzester Zeit zu den besten Spielern zählte. Im Winter 1949/50 wurde Stachowitsch Berufsspieler und beteiligte sich 1952 an der Profi-WM in London Wembley – 16 Spieler waren eingeladen worden, darunter Granden wie Fred Perry, Donald Budge, Jack Kramer, Pancho Gonzales oder Bobby Riggs. Dieses Jahr schloss Stachowitsch als Nummer 9 der Profi-Weltrangliste ab. Von 1954 bis 1972 lebte Mischa in den USA, ehe er die 1. Salzburger Tennisschule in der Halle in Liefering eröffnete und die Videoanalyse in Europa salonfähig machte.

Im Seniorentennis erreichte Stachowitsch in allen Altersklassen ausgezeichnete Erfolge. Er war vielfacher österreichischer Seniorenmeister und Mitglied aller Nationalmannschaften (45 bis 80). Er gewann die internationalen Titel in Indien, Deutschland, Brasilien, Argentinien und Uruguay. 2002 war Stachowitsch die Nr. 2 der Weltrangliste Herren 75. Im Jahr 2006 beendete er seine lange, erfolgreiche Tenniskarriere mit dem Europameistertitel der Herren 85 im Einzel und Doppel.

Bild: LAUX

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