Melzer und Petzschner triumphieren

Nach seinen beiden Einzelsiegen in den Jahren 2009 und 2010 gewann Jürgen Melzer am Sonntag auch erstmals das Doppel bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle. Der 33-jährige Niederösterreicher setzte sich mit seinem deutschen Partner Philipp Petzschner gegen den Vorarlberger Julian Knowle und Andre Begemann aus Deutschland in 1:40 Stunden mit 7:6 (6), 4:6 und 10:7 im Match-Tiebreak durch.

Damit hat sich Melzer zum dritten heimischen Doppelsieger in Wien nach Alexander Antonitsch (1988 mit dem Ungarn Balasz Taroczy) und Oliver Marach (2009 mit dem Polen Lukasz Kubot) gekürt. Der Niederösterreicher hält nun bei 13 ATP-Doppeltiteln - sechs davon gewann er mit Petzschner. Für Knowle setzte es hingegen die fünfte Niederlage in seinem fünften Wien-Finale.
 
Emotionaler Triumph
"Ein Wahnsinn! Wir durften hier nach unserer langen Verletzungsauszeit nur mit einer Wildcard antreten, haben zum Auftakt gleich gegen die Nummer eins Alexander Peya und Bruno Soares gespielt, und jetzt haben wir den Titel - echt geil! Wir haben gezeigt, dass wir uns nicht verstecken müssen und wieder an der Weltspitze mitspielen können", strahlte Melzer. Petzschner war nach dem Triumph – übrigens der erste mit dem Österreicher seit dem US-Open-Sieg 2011 – sehr emotional: "Ich bin nicht der Typ für Tränen, aber nach dem Matchball waren ein paar dabei. Und beim Ass, das den Sieg gebracht hat, war mein Arm nicht gerade locker", sagte der 30-Jährige mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Murray biegt Ferrer im Einzel-Traumfinale
Im Einzel hieß der große Triumphator Andy Murray! Der 27-jährige Schotte besiegte in einem ebenso hochklassigen wie dramatischen Endspiel den als Nummer eins gesetzten Spanier David Ferrer in 2:41 Stunden mit 5:7, 6:2, 7:5. Mit dem 30. ATP-Turniersieg seiner Karriere holte der Olympiasieger 2012 neben dem Siegerscheck in Höhe von 94.500 Euro auch wichtige 250 Zähler im Kampf um einen Startplatz bei den ATP World Tour Finals in London. Mit dem Triumph in der Wiener Stadthalle besserte Murray sein Konto auf 3.885 Punkte auf und hat damit als derzeit Achter im "Race" seinen Vorsprung auf Ferrer auf 110 Punkte ausgebaut.

Hoffnung auf weitere Wien-Auftritte
"Es war ein hartes Match mit langen Ballwechseln und langen Games. Die Matches gegen ihn sind nie einfach, weil er sich so gut bewegt und so viele Bälle zurückbringt. Auch heute ist es vor allem im dritten Satz hin- und hergegangen, das war mental für uns beide nicht einfach. Zum Glück habe ich es geschafft, am Ende etwas konstanter und aggressiver zu sein", freute sich ein müder, aber glücklicher Murray bei der Pressekonferenz nach der Partie. Den österreichischen Fans machte der Brite Hoffnung, dass es weitere Auftritte von ihm bei den Erste Bank Open geben könnte: „Ich habe immer gerne meine Titel verteidigt. Das war am Beginn meiner Karriere in San Jose so, wo ich überhaupt mein erstes Turnier gewonnen habe, oder auch in St. Petersburg. Man kommt sicher dorthin lieber zurück, wo man erfolgreich gespielt hat, als an einen Ort, an den man nicht so gute Erinnerungen hat", meinte Murray.

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