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ATP

Melzer tritt mit einem Sieg von der großen Bühne ab

Ein schwacher Trost - der 37-Jährige konnte in der Wiener Stadthalle zum Achtelfinal-Duell mit Kevin Anderson aufgrund eines Magen-Darm-Virus nicht antreten. Dennis Novak scheiterte in Runde eins.

©GEPA-Pictures (2)

Der als Nr. 1 gesetzte Dominic Thiem ist der letzte Österreicher im Einzelbewerb der Erste Bank Open 500 in der Wiener Stadthalle. Der Weltranglisten-Siebente bestreitet sein Achtelfinalmatch am Donnerstag (nicht vor 17 Uhr) gegen den US-Amerikaner Sam Querrey. Dennis Novak unterlag zum Auftakt dem Russen Karen Khachanov nach 1:24 Stunden mit 3:6, 5:7, Jürgen Melzer konnte im Achtelfinale gegen den als Nr. 2 gesetzten Südafrikaner Kevin Anderson nicht antreten. Melzers letzte Single-Partie im ATP-Zirkus war somit der Sieg gegen Milos Raonic in Runde eins.

Der 37-jährige Niederösterreicher wurde von einem Magen-Darm-Virus heimgesucht. Zunächst war noch geplant gewesen, den zweifachen Wien-Sieger (2009, 2010) im Rahmen einer Zeremonie auf dem Center Court zu verabschieden, doch Melzers Zustand verschlechterte sich bis zum frühen Abend dermaßen, dass er zu einer genaueren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die Ehrung Melzers wird nun im Verlauf der Woche nachgeholt.

„Es ist für Jürgen natürlich extrem schade, dass seine Einzelkarriere so zu Ende gehen muss. Sein Zustand hat sich im Verlauf des Nachmittags nach und nach verschlechtert, daher war an ein Match nicht mehr zu denken“, sagte Turnierdirektor Herwig Straka.

Für Dennis Novak war der erste Einzelauftritt bei den mit 2.788.570 Euro dotierten Erste Bank Open 500 zugleich der letzte. Khachanov, in der Vorwoche Sieger des ATP-250-Turniers in Moskau, beging einfach weniger Fehler.  „Ich hatte viel weniger Freipunkte als er beim ersten Aufschlag. Ich brauche da mehr Percentage, damit der Gegner nicht so leicht retournieren kann. Ich glaube, das war heute der entscheidende Punkt. Ich habe mir extrem viel vorgenommen und mich auch riesig auf die Partie gefreut, daher bin ich jetzt auch sehr enttäuscht. Andererseits kann man auch nicht erwarten, dass ich hierher komme und den Khachanov rausnehme, nur weil ich zuletzt auf den großen Bühnen gut gespielt habe. Ich habe ja nicht gegen irgendeinen gespielt. Er hat vergangene Woche sein drittes ATP-Turnier gewonnen und spielt ein sehr gutes Jahr. Am Ende waren es in beiden Sätzen ein, zwei dumme Fehler, die mich das Match gekostet haben“, sagte Novak.

Dennis Novak musste Karen Khachanov gratulieren.

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