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MELBOURNE: TROTZ FINALNIEDERLAGE VON LUCAS MIEDLER: "DER GRÖSSTE ERFOLG MEINER KARRIERE!"

Als erstem Österreicher seit Dominic Thiem (French Open 2011) war ihm der Einzug in das Finale eines Jugend-Grand Slam-Turniers gelungen, auf den ersten Titel muss Lucas Miedler (re.) allerdings noch etwas warten: Mit Partner Max Marterer an seiner Seite unterliegt der 16-jährige Muckendorfer heute im Doppelfinale der Australian Open Junior Championships den Australiern Jay Andrijic und Bradley Mousley mit 3:6, 6:7(3).



AUSTRALIAN OPEN JUNIOR CHAMPIONSHIPS

 

25. Jänner 2013

ANDREAS DU-RIEUX AUS MELBOURNE.
Als erstem Österreicher seit Dominic Thiem (French Open 2011)  war ihm der Einzug in das Finale eines Jugend-Grand Slam-Turniers gelungen, auf den ersten Titel muss Lucas Miedler allerdings noch etwas warten: Mit Partner Max Marterer an seiner Seite unterliegt der 16-jährige Muckendorfer heute im Doppelfinale der Australian Open Junior Championships den Australiern Jay Andrijic und Bradley Mousley mit 3:6, 6:7(3). Begonnen hatte der "Arbeitstag" für Miedler um 18:10 Uhr auf dem Showcourt 3 unmittelbar hinter der Rod Laver-Arena. Da parallel dazu auch das Damen-Halbfinale stattfand, rauschte immer wieder auch der Jubel hinüber zu den Youngsters, die aber weniger mit diesen "Störfaktoren", sondern mehr mit dem heute sehr windigen Wetter zu kämpfen hatten. Im ersten Satz lief bis 2:2 alles nach Programm, dann mussten Miedler / Marterer ihr erstes Break und letztendlich auch den Satzverlust akzeptieren. Im zweiten Satz konnten M & M bis ins Tiebreak gut mitwirken. Dort hat man dann wieder gemerkt, dass beide etwas nervös waren. Nach der Niederlage musste Lucas Miedler eingestehen, "dass unsere Gegner heute eine Klasse stärker waren." Im Interview zog der Schützling von Norbert Richter dennoch eine mehr als bloß zufriedene Bilanz.

Beim Rückblick auf diese Woche ...
... muss ich sagen, dass ich mit dieser Woche sehr zufrieden bin. Es ist ein super Gefühl, in dieser Arena, in der schon so viele große Namen des Jugend-Doppel gewonnen haben, zu spielen.

Du bist erst 16, hast im Vorjahr die Europameisterschaften gewonnen und diese Saison gleich mit dem Finaleinzug bei einem Grand Slam-Turnier begonnen.
Darauf lässt sich aufbauen. Und ich weiß, dass ich am richtigen Weg bin. Dieser Finaleinzug ist gemeinsam mit dem u16-Europameistertitel (2012) mein bisher größter Erfolg.

Wie schauen jetzt die nächsten Tagen für dich aus?
Wir werden noch bis Sonntag hier in Melbourne bleiben. Danach steht dann daheim wieder Training am Programm, ...

... um u. a. auch wieder deine Rückhand zu trainieren, die du vor Jahren von beid- auf einhändig umgestellt hast. Weshalb eigentlich?
Erstens wegen meinen Vorbild Fernando Gonzales und zweitens hat es mir bei Dominic Thiem imponiert, wie elegant das aussieht. Es war vor fünfeinhalb Jahren und meine Möglichkeiten sind dadurch variabler geworden. Ich spiele viel Slice als Variante, kann auch drüber gehen und hab noch dazu mehr Reichweite. Trotzdem muss ich da noch stabiler werden, genau wie beim Return, den ich noch verbessern muss.

Thema Druck, du bist im Verlauf dieser Woche über weite Strecken sehr gut damit umgegangen, hast dich motiviert und locker präsentiert. Im Einzel-Achtelfinale gegen die Nummer 1 (Nikola Milojevic) wirktest du auf einmal viel angespannter. War das der Grund für die mäßige Beweglichkeit in diesem Match?
Ja, leider! Man hat glaub ich gesehen, dass ich gekämpft hab, aber da waren auch die Nerven im Spiel. Das soll nicht passieren, kann aber natürlich passieren. Ich muss lernen, das abzuschütteln. Deshalb arbeite ich auch mental sehr gezielt .
    
Welche Bedeutung hat dein gutes Abschneiden hier für dich selbst?
Ich bin auf dem richtigen Weg, und nehme diese super Erlebnisse mit, um mich weiter zu pushen.
 

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