Zum Inhalt springen

MELBOURNE: "DAVIS CUP-DUELL", TEIL 2: JÜRGEN MELZER TRIFFT IN RUNDE 1 AUF MIKHAIL KUKUSHKIN. "SPANNEND UND SKURRIL!"

Jürgen Melzer (Bild) und Tamira Paszek haben für die Australian Open spannende Erstrundenaufgaben zugelost bekommen. Der als Nummer 26 gesetzte Niederösterreicher trifft zum Auftakt des ersten Grand Slam-Tennisturniers des Jahres in Melbourne am Montag auf den Kasachen Michail Kukushkin. Paszek trifft auf Stefanie Vögele.



AUSTRALIAN OPEN - HAUPTBEWERB (HERREN)

AUSTRALIAN OPEN - HAUPTBEWERB (DAMEN)


11. Jänner 2013

LÖSBARE AUFGABEN.
Jürgen Melzer und Tamira Paszek haben für die Australian Open spannende  Erstrundenaufgaben zugelost bekommen. Der als Nummer 26 gesetzte Niederösterreicher trifft zum Auftakt des ersten Grand Slam-Tennisturniers des Jahres in Melbourne am Montag auf den Kasachen Michail Kukushkin (ATP 107). Für Melzer wird es im Einzel das erste Aufeinandertreffen mit Kasachstans Nummer 1 sein. „Es ist lustig und skurril, ausgerechnet im letzten Turnier vor dem Davis Cup auf die Nummer 1 des kommenden Gegners zu treffen“, so Melzers erste Reaktion nach der Auslosung. „Kukushkin ist aber ein Gegner, mit dem ich leben kann. Trotzdem bin ich gewappnet, da er letztes Jahr in Melbourne immerhin das Achtelfinale erreicht und dabei u. a. Gael Monfils geschlagen hat. Ich werde also auf jeden Fall aufpassen müssen.“ Im Damenbewerb wird Paszek, als Nummer 30 gesetzt, gegen die Schweizerin Stefanie Vögele (WTA 87) spielen. In der dritten Runde könnte Österreichs Nummer eins auf Angelique Kerber (GER/WTA 5) treffen. Paszek, die Vögele schon seit den Junioren-Turnieren gut kennt ("Wir sind gleich alt"), hatte ihr bisher einziges Duell mit Vögele 2010 in Portoroz "glatt in zwei Sätzen" (Paszek) verloren. "Ich werde mich auf mein eigenes Spiel konzentrieren, werde aggressiv spielen und mein Bestes geben."

"DAVIS CUP-TEST". Für Davis Cup-Captain Clemens Trimmel, der sich derzeit Down Under befindet, um sich vor Ort ein Bild von Österreichs Erstrunden-Gegner Kasachstan (1. - 3. Februar 2013, Astana) zu machen, "erleichtert" v. a. das Melzer-Match gegen den besten Spieler Kasachstans seine Aufgabe. "Es wird spannend sein, zu sehen, wie Kukushkin nach seiner langen Verletzungspause (letztes Match Mitte September 2012; Anm.) jetzt gerade drauf ist." Wer ist dieser Michail Kukushkin eigentlich? Als zweitem Spieler Kasachstans – nach Andrey Golubev in Hamburg 2010  – war ihm im Oktober 2010 der Gewinn eines ATP-Turniers gelungen: Im Finale des St. Petersburg Open besiegte der heute 25-jährige gebürtige Russe seinen ehemaligen Landsmann Mikhail Youzhny mit 6:3, 7:6. „Da ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, dass ich das (mit Top-Spielern konkurrieren; Anm.) auch kann.“ Zwei Jahre davor war der Hardcourt-Spezialist („Meine Stärken sind sicherlich die Grundschläge“), der seit 2009 von seiner Lebensgefährtin und späteren Gattin Anastasiia Kukushkina (Hochzeit: 19.11.2011) betreut wird, von Russland nach Kasachstan ausgewandert. Der Grund dafür lag, so Kukushkin, „im Desinteresse Russlands. Es hat mich niemand unterstützt, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt dringend Hilfe benötigt hätte. Kasachstan ist hingegen an mich herangetreten und unterstützt mich seither in allem, was ich benötige: Coaches, Trainingsbedingungen etc. Für einen Spieler wie mich ist es enorm wichtig, einen derart starken Verband hinter sich zu wissen: Da muss man nur anrufen und sagen „Ich will nächste Woche in Spanien trainieren“ und sie organisieren sofort einen Court und übernehmen dafür auch die Kosten.“

Top Themen der Redaktion

ATP

"Es war ein Vergnügen - auch wenn ich verloren habe"

Dominic Thiem unterlag bei den ATP-Finals in London zum zweiten Mal in Folge im Endspiel. Der Niederösterreicher musste sich dem Russen Daniil Medvedev, der mit Fortdauer der Partie nimmer stärker wurde, in drei Sätzen geschlagen geben.

Wochenvorschau

23. - 29. November 2020

Kalenderwoche 48: Wer? Wann? Wo?

Talent Filip Misolic hat sich in Bratislava für die Qualifikation eingetragen.

ATP

Eine legendäre Leistung, die unbelohnt blieb

Nach tollen Partien bei den ATP-Finals in London mussten sich Jürgen Melzer und Partner Roger-Vasselin im Champions-Tiebreak des Endspiels dem Duo Koolhof/Mektic mit 5:10 beugen. Für Melzer war es das letzte Match auf ATP-Ebene.