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Matthias Haim gewinnt Silber!

"Go for gold, Mats!", hatte ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel unmittelbar vor Beginn des Tennisfinales beim "European Youth Olympic Festival" seine Glückwünsche via Facebook nach Utrecht geschickt. Und ist damit nur knapp am späteren Resultat vorbeigeschrammt: Matthias Haim (im Bild mit ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel und Physiotherapeut Christoph Ogris) musste sich dem an Nummer 6 gesetzten Schweizer Marko Osmakcic mit 7:6, 2:6, 2:6 geschlagen geben.


Bis ins Finale des European Youth Olympic Festivals hatte er seinen Gegnern keinen einzigen Satzgewinn gegönnt, erst im letzten Match des EYOF in Utrecht musste sich Matthias Haim geschlagen geben: Der 15-jährige Tiroler unterlag dem an Nummer 6 gesetzten Schweizer Marko Osmakcic mit 7:6, 2:6, 2:6. Trotz der Niederlage überwog beim Schützling von Daniel Huber und Clemens Merkl ("Tennergy" / Stans) die Freude über "das wahrscheinlich beste Turnier meiner Karriere". "Das ist eine Leistung, auf die Matthias enorm stolz sein kann", freute sich auch ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb "über einen jungen Spieler, von dem man sicherlich noch oft etwas hören wird." Im ersten Satz kassierte Haim gleich zu Beginn ein Break, "hat dann aber sofort das Re-Break geschafft", so ÖTV-Betreuer Andreas Fasching. "Er hat sehr solide serviert. Im Tiebreak hat Matthias den Punkt zum 5:4 gemacht, dann zwei Mal serviert und sich so den ersten Satz geholt." Im zweiten Satz spielte Haim "ein einziges nachlässiges Game, weil er etwas unkonzentriert war. Deshalb ist Osmakcic das Break gelungen. Und nachdem Matthias im nächsten Game leider nicht das Re-Break gelungen ist, ist sein Gegner immer besser ins Spiel gekommen, während Matthias immer passiver geworden ist. In den Matches davor hatte Matthias immer sehr gut serviert und mit der Vorhand Gas gegeben. Das war heute im zweiten und dritten Satz nicht mehr der Fall", so Fasching.

Haim_Olympia

"Ich hätte ihn schlagen können"
Nach dem Match war Haim kurz enttäuscht, "da das heute ein Gegner war, den ich schlagen hätte können." Die Bilanz des Tirolers fällt dennoch äußerst positiv aus: Schon in Runde 2 hatte Haim mit dem an Nummer vier gesetzten Spanier Guell Bartrina (6:4, 6:1) "erstmals einen europäischen Top-Spieler schlagen können" (Haim). Und auch danach hatte der ÖTV-Kaderspieler, der im März mit dem Einzug ins Doppel-Viertelfinale eines ITF Kat. 5-Turniers auf Malta seine ersten ITF-Punkte gesammelt hatte, kaum Schwächen gezeigt: Im Achtelfinale wartete der Franzose Boris Fassbender, gegen den Haim seinen Erfolgslauf verlängern konnte (6:3, 6:3) und damit ohne Satzverlust ins Viertelfinale einzog. Dort war ihm im bereits dritten Duell mit dem Deutschen Jannik Paul Gieße mit 6:3, 6:1 der erste Sieg gelungen. Im Semifinale eliminierte er im ersten Aufeinandertreffen den Italiener Riccardo Balzerani mit 6:3, 6:3. "Ein extrem geiles Gefühl!" Österreichs weitere Bilanz in Utrecht: Christina Wolfgruber hatte zum Auftakt die an Nummer 10 gesetzte Rumänin Ioana Minca mit 6:3, 7:6 (8:6) geschlagen, erst im Viertelfinale sollte gegen die an Nummer 2 gesetzte Slowakin Tereza Mihalikova mit 2:6, 1:6 das Aus kommen. Eva Nyikos schied in der zweiten Runde aus, Gabriel Huber bereits zum Auftakt.

> Matthias Haim im Finale | Video
> European Youth Olympic Festival | Tennis

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