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Fed Cup

Marion Maruska ist die neue Frau Kapitän

Die 45-Jährige, die acht Mal für Österreich gespielt hat und beim ÖTV als Sportkoordinatorin und Jugendreferentin arbeitet, folgt Jürgen Waber als Coach der Damen-Nationalmannschaft.

©GEPA-Pictures

Das österreichische Fed-Cup-Team musste im Februar 2018 nach vier Niederlagen beim Turnier in Tallinn den bitteren Gang in die Zone II der Europa-Afrika-Zone antreten. In Kalenderwoche 6 soll in Luxemburg der sofortige Wiederaufstieg in Zone I geschafft werden. Mit an Bord ist ab sofort eine neue Kapitänin: Marion Maruska übernimmt statt Jürgen Waber das Ruder. „Nach einer Analyse- und Konzeptionsphase erfolgt nun die Umsetzung“, sagt ÖTV-Präsident Werner Klausner. „Marion Maruska kennt den Spitzensport als ehemalige Spielerin aus jedem Blickwinkel, ebenso den ÖTV. Sie ist die Idealbesetzung.“

Marion Maruska war von 1988 bis 2001 auf der WTA Tour aktiv, 1996 feierte sie mit dem Turniersieg in Auckland den größten Erfolg, beste Weltranglistenplatzierung war Rang 50 im Jahr 1997. Die Niederösterreicherin trat bei sechs Länderkämpfen acht Mal für das österreichische Fed-Cup-Team an. Nach der Karriere begann die Magistra der Sportwissenschaften und zweifache Mutter beim ÖTV, heute ist sie Sportkoordinatorin und Jugendreferentin.

„Ich musste nicht lange überlegen“, sagt die 45-Jährige, die von 2002 bis 2006 Assistent Coach von Alfred Tesar und später des Öfteren Delegationsleiterin beim Fed Cup war. „Ich weiß, was es heißt, als Einzelsportlerin in einer Mannschaft für sein Land anzutreten. Dieses Wissen möchte ich an unsere jungen Spielerinnen weitergeben und sie dabei unterstützen, ihre beste Leistung für das Team abzurufen.“ Das Ziel ist mit dem Aufstieg in Zone I klar definiert. „Auch wenn es in Luxemburg enorm schwer werden wird. Die meisten Nationen haben im Gegensatz zu uns Doppelspezialistinnen. Das bedeutete in der Vergangenheit meist, dass wir beide Einzel gewinnen mussten. Deshalb ist so manche Niederlage auch unglücklich zustande gekommen.“

Fünf Spielerinnen werden die Reise nach Luxemburg mitmachen, laut Weltrangliste haben derzeit Barbara Haas (WTA-218), Julia Grabher (244), Melanie Klaffner (537), Mira Antonitsch (781) und Sinja Kraus (809) die besten Karten. Die Platzierungen der Damen hinken jenen der Herren eklatant hinterher, wobei zu beachten ist, dass Haas und Grabher erst 22 sind, Antonitsch (19) und Kraus (16) sogar noch erheblich jünger. Gespielt wird in zwei Vierer-Gruppen, neben Österreich starten Bosnien/Herzegovina, Israel, Luxemburg, Moldavien, Portugal, Südafrika und Tunesien.

Neues ÖTV-Mädchenkonzept
Um in Zukunft wieder Damen an die Weltspitze heranzuführen, hat der ÖTV unter der Ägide von Marion Maruska ein Mädchenprojekt entwickelt, das ab Jänner 2019 umgesetzt wird. Ziel ist es, die Talente, die sich dafür entscheiden, Tennisprofi zu werden, auf ihrem Weg zu unterstützen, sie in ihrer Entwicklung zu stärken und sie, ihre Trainer und ihr Umfeld mit der Expertise der am Projekt beteiligten Personen zu begleiten. Fix mit dabei ist die ehemalige Spitzenspielerin Barbara Schwartz, die sich um Scouting sowie Coaching beiinternationalen Turnieren in Österreich kümmert, Trainingsmöglichkeiten und Sparrings organisiert und Anlaufstelle für Eltern, Trainer usw. ist. Weiters werden zwei Mal im Jahr zweitägige überregionale Lehrgänge stattfinden, der Schwerpunkt liegt auf den Altersklassen U14 bis U16. Das neu ins Leben gerufene Junior Fed Cup Team wird in zwei Lehrgängen pro Jahr mit Barbara Haas und Julia Grabher trainieren.

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