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MANAVGAT: LUCIE SCHWAB-ZELINKA UND MANFRED HUNDSTORFER GEWINNEN WM-GOLD!

Über 960 Spieler aus 50 Nationen in den Altersklassen 35 bis 80 kämpften von 19. - 26. Oktober in Manavgat um die Titel der Einzel-WM. Zwei Goldmedaillen gingen dabei auch nach Österreich: Lucie Schwab-Zelinka und Manfred Hundstorfer sind Weltmeister!

Manfred Hundstorfer holt Gold!
(27.10.2008)
Nachdem er sich in den letzten beiden Jahren zwar immer die WM-Titel im Doppel sichern konnte, im Einzel aber immer gescheitert war (2007: Viertelfinale; 2006: Finale; Anm.) gewann der 45-jährige Niederösterreicher diesmal in Manavgat seinen ersten Einzeltitel in der Altersklasse 45+. Den ersten Satz konnte er sich relativ locker mit 7:5 sichern, und auch im zweiten schien es beim Stand von 5:0 so, als müsste er das Match bloß "nach Hause" spielen. Der Niederländer Wim Groeneveld kämpfte allerdings zurück und konnte sich bsi auf 4:5 aus seiner Sicht herankämpfen. Das nächste Break von Hundstorfer machte allerdings alles klar, und er holte sich mit dem Gesamtresultat von 7:5, 6:4 den WM-Titel. ÖTV-Seniorenreferent Alfred Schwab: "Er war als Nummer 1 gesetzt und deshalb mit großen Erwartungen und Druck von außen zur WM gefahren. Das gesamte Team hat sich deshalb umso mehr für ihn gefreut, dass er diesem Druck standhalten konnte."

Lucie Schwab-Zelinka holt Gold!
(26.10.2008)
Drei Sätze lang hart gekämpft - und deshalb gewonnen bzw. und trotzdem verloren. So lautet die Bilanz der ersten beiden WM-Finalspiele mit österreichischer Beteiligung. Im Detail: Im ersten Satz fegte Lucie Schwab-Zelinka ihre Gegnerin Olga Shaposhnikova mit "Highspeed-Tennis" vom Platz und überließ der Russin dabei kein einziges Game. Im zweiten Satz konnte sich Shaposhnikova besser auf den Spielstil der 40-jährigen Wienerin einstellen. Ein frühes Break reichte, um den Satz nach Hause zu spielen. Im dritten Satz fehlte Schwab-Zelinka in jedem Game bis 0:4 immer nur ein Punkt. „Sie konnte aber kein einziges machen  - egal, ob es 15:40 oder 40:15 gestanden hat“, wundert sich Schwab. Deshalb stand es auf einmal 0:5, „doch dann drehte sie die Partie um. Shaposhnikova wusste auf einmal nicht mehr, wie sie den Ball spielen soll.“ Das bessere Ende hatte letztendlich Schwab-Zelinka für sich, die mit dem Gesamtresultat von 6:0, 2:6, 7:5 ihr frühes WM-Aus aus dem Vorjahr (Viertelfinale; Anm.) beeindruckend vergessen machen konnte.

Silber für Pokorny
Weniger positiv verlief das Finale für Peter Pokorny (Herren 65+). Im ersten Satz konnte er mit Giancarlo Milesi bis zum Tiebreak gut mithalten, das beweist auch das knappe Resultat von 5:7 Punkten. Im zweiten Satz packte der 68-jährige Ex-Daviscupper seine Stärken aus und schickte Milesi mit druckvollem Grundlinien- und Winkelspiel über den Platz. Im dritten Satz bekam "unser Serien-Weltmeister bei tiefblauem Himmel und der tiefstehenden Sonne Probleme mit seinen Augen. Trotzdem darf man die Leistung von Milesi nich asbwerten - er hat sehr gut gespielt" (Schwab). Österreichs "Titelhamster Nummer 1" musste sich mit dem Gesamtresultat von6:7(5), 6:1, 2:6 geschlagen geben.

Drei Goldmedaillen für Österreich?
(25.10.2008)
Vor den Semifinale waren noch sechs Österreicher im Rennen um Gold, jetzt sind es noch drei: Manfred Hundstorfer (Herren 45+), Peter Pokorny (Herren 65+) und Lucie Schwab-Zelinka (Damen 40+) stehen im Finale ihrer jeweiligen Bewerbe. Der topgesetzte Hundstorfer hatte mit seinem Gegenüber, dem an Nummer 3 gesetzten Deutschen Stefan Fasthoff, von Anfang an kein Problem und dominierte das Match mit Druck von der Grundlinie. Nach seinem 6:1, 6:2-Sieg trifft der 45-jährige Niederösterreicher im Finale auf die Nummer 2 des Turniers, den Niederländer Wim Groeneveld. Im Bewerb der 65er-Herren hatte bis gestern noch ein rein österreichisches Finale im Raum gestanden, und Peter Pokorny hatte mit seinem 6:3, 6:4-Sieg über Fred Drilling (USA/3) dieses "Erwartungen" souverän erfüllt. In der unteren Rasterhälfte musste sich allerdings Peter Kruck dem Italiener Giancarlo Milesi knapp mit 6:7, 6:7 geschlagen geben. Kein Problem hatte hingegen Lucie Schwab-Zelinka mit ihrer Semifinalgegnerin: Die 40-jährige Wienerin steht nach ihrem 6:1, 7:5 über Jo Louis ebenfalls im Finale und trifft dort auf die Russin Olga Shaposhnikova.


Sechs Goldmedaillen für Österreich?

(24.10.2008)
Nach dem fünften Tag der Senioren-WM im Club Ali Bey in Manavgat bestehen Österreichs Chancen auf mehrfaches Gold weiter. In der Altersklasse "Herren 65+" könnte es sogar zu einem rotweißroten Finale kommen. Peter Pokorny trifft - nach einem 6:0, 6:2 über Vittorio Monaco - im Semifinale auf den an Nummer 3 gesetzten Amerikaner Fred Drilling. In der unteren Rasterhälfte konnte sich Pokornys Doppelpartner Peter Kruck mit 6:4, 6:4 über Joseph Bachmann (USA) ebenfalls für das Semifinale qualifizieren und trifft auf Giancarlo Milesi. Österreichs heißestes Eisen bei Big Events, der topgesetzte Manfred Hundstorfer ("Herren 45+"), steht ebenfalls bereits im Halbfinale und bekommt es dort mit den an Nummer 3 gesetzten Deutschen Stefan Fasthoff zu tun. In der Alterklasse "Herren 55+" musste sich Harald Hellmonseder zwar der Nummer 1 des Turniers, dem Australier Andrew Rae, mit 3:6, 2:6 geschlagen geben. Da sich Alfred Klammer aber in drei Sätzen über Bruno Renoult hinwegsetzte und im Semifinale auf Roger Guedes (BRA) trifft, lebt die Chance auf Gold noch weiter. Bei den 60+-Herren trifft der an Nummer 14 gesetzte Gerhard Thaler auf Jorge Camina Borda, geht in dieses Match allerdings als klarer Außenseiter. Der Spanier ist an Nummer 1 gesetzt und hat in seinen bisherigen vier Matches nie mehr als insgesamt zwei Games abgegeben. Als Favoritin geht hingegen Lucie Schwab-Zelinka ("Frauen 40+") in ihr Halbfinale: Die topgesetzte Österreicherin hatte im Viertelfinale mit Reinhild Ferlemann kein Probleme und schickte die Deutsche mit der "Höchststrafe" (6:0, 6:0) zurück in die Kabine. Im Semifinale geht es jetzt gegen die Britin Jo Louis.

Sieben Goldmedaillen für Österreich?
(23.10.2008)
In der Vorwoche konnte er in der Alterklasse "Herren 65+" gemeinsam mit Peter Kruck den WM-Titel bei der Mannschafts-WM gewinnen, und auch bei der Einzel-WM ist Österreichs "Titel-Hamster" noch gut im Rennen: Peter Pokorny, an Nummer 1 gesetzt, steht bereits im Viertelfinale, wurde bisher von seinen Gegner aber kaum gefordert. Seine bisherigen Resultate: 6:1, 6:1 - 6:0, 6:1 - 6:1, 6:0. In der Runde der letzten acht trifft der 68-jährige Grazer auf den an Nummer 6 gesetzten Italiener Vittorio Monaco. Ein gutes Vorzeichen: Das Doppel bei der Mannschafts-WM hatten Peter Pokorny/Peter Kruck vor einer Woche gegen Vittorio Monaco/Giancario Milesi mit 6:4, 7:5 gewonnen. Ein weiteres "Goodie": In der unteren Rasterhälfte ist Doppelpartner Peter Kruck ähnlich erfolgreich unterwegs wie Pokorny: Im Achtelfinale schaltete der an Nummer 10 gesetzte Kruck die Nummer 4 des Turniers, den Australier Bob Howes, mit 7:6, 6:2 aus und trifft nun im Viertelfinale auf den Amerikaner Joseph Bachmann. Ebenfalls noch im Rennen um Gold sind: Manfred Hundstorfer (Viertelfinale/Herren 45+), Harald Hellmondseder, Alfred Klammer (beide Viertelfinale/Herren 55+), Gerhard Thaler (Viertelfinale/Herren 60+) sowie Lucie Schwab-Zelinka (Viertelfinale/Frauen 40+)

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