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ATP

MANACOR: NICO REISSIG SCHWITZT MIT RAFAEL NADAL

Für Nico Reissig (Bild) ging bereits zum zweiten Mal ein Wunschtraum in Erfüllung:Der Salzburger trainierte eine Woche lang mit Tennis-Superstar Rafael Nadal.

Nico & Rafa
(14.4.2009)
Wovon viele junge Tennisprofis nur träumen können, ging für das Nico Reissig in der Vorwoche bereits zum zweiten Mal in Erfüllung. Der 20-jährige Salzburger trainierte wie schon im Vorjahr auch heuer wieder eine Woche lang in Manacor auf Mallorca mit Rafael Nadal, um den Weltranglisten-Ersten auf die bevorstehende Sandplatz-Saison einzustimmen, die der spanische Superstar am Mittwoch beim ATP-Turnier in Monte Carlo gegen den Argentinier Juan Ignacio Chela in Angriff nehmen wird.

"Riesiges Erlebnis"
„Die Trainingseinheiten mit Rafa haben bis zu vier Stunden gedauert und waren ein riesiges Erlebnis. Am Anfang war ich noch ein wenig nervös, aber ich habe versucht, mir nichts anmerken zu lassen. Von Tag zu Tag ist es dann besser gegangen“, erzählt Reissig, dessen aus Uruguay stammender Vater Gabriel aus früheren gemeinsamen Tennis-Zeiten Nadals Trainer-Onkel Toni gut kennt. „Mein Vater hat Toni dann einmal gefragt, ob ich nicht mit Rafa trainieren könnte. Und Toni hat zugestimmt, ohne lange zu zögern“, klärt Österreichs aktuelle Nummer 15 auf, wie der Kontakt mit dem Branchen-Primus zustande gekommen ist.

FC Barcelona wichtiger als Tennis
Am meisten hat den Österreicher Nadals Konsequenz beeindruckt. „Dass er mit den Knien Probleme hat, ist ja bekannt. Im Training in Mallorca hatte er aber auch mit großen Blasen an der Schlaghand zu kämpfen. Obwohl er schon stark geblutet hat, hat er sich weiter gequält und das komplette Programm durchgezogen. Das macht eben den Unterschied zwischen Rafa und den anderen Spielern aus“, so Reissig, der in Management- und Vermarktungsfragen von „e|motion management“ betreut wird. In den Trainingspausen gab sich Nadal eher wortkarg. „Über Tennis spricht er wenig. Das 4:0 des FC Barcelona gegen Bayern München oder das US-Masters im Golf haben ihn da schon mehr beschäftigt. Er ist generell sehr sportinteressiert“, sagt Reissig, der auch davon berichtete, dass bis zu 300 Fans seinen Einheiten mit dem Sandplatz-Kaiser beiwohnten. Reissig: „Da haben mehr Leute im Training zugeschaut als bei so manchem Finale bei einem Future-Turnier.“ Mit dem Lob von Coach Toni Nadal („Du hast gute, harte Schläge“) und den Eindrücken einer perfekten Trainingswoche ging es für Nico Reissig wieder zurück nach Österreich, wo er sich in den kommenden Tagen auf sein Antreten bei zwei Future-Turnieren in Italien vorbereitet.

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