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LONDON: OLYMPISCHE SOMMERSPIELE - DABEI SEIN IST NICHT ALLES. SONDERN: "ALLES IST OFFEN."

Nachdem Österreichs Nummer 1 Tamira Paszek (im Bild mit ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb, Sportminister Norbert Darabos und ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel) doch noch erfolgreich auf den Olympia-"Zug" aufgesprungen ist, hält die 21-jährige Vorarlbergerin jetzt sogar eine Medaille für möglich, wenn am 28. Juli der Bewerb auf dem „heiligen Rasen“ an der Church Road gestartet wird. "Ich bin jetzt einfach in einem Flow, in einem guten Rhythmus."


LONDON 2012

ALLE TEILNEHMER IN LONDON



16. Juli 2012

"VIEL SELBSTVERTRAUEN".
Sieg in Eastbourne, Olympiaausbootung durch den Tennis-Weltverband, Viertelfinale in Wimbledon und dann doch noch im letzten Moment die Erlaubnis für die Spiele in London: Tamira Paszek hat aufreibende Wochen hinter sich. Seit dem Wochenende lebt die 21-Jährige, die als letzte Athletin nominiert worden war, nach der ÖOC-Einkleidung im Wiener Hotel Marriott aber endgültig ihren Olympiatraum. Bei einer reinen Partizipation unter dem olympischen Motto „dabei sein, ist alles“ soll es aber nicht bleiben. Wenn am 28. Juli der Bewerb auf dem „heiligen Rasen“ an der Church Road gestartet wird, traut sich Paszek durchaus auch eine Medaille zu. „Dort ist dann alles offen, ich habe jedenfalls viel Selbstvertrauen“, erklärte Paszek zu ihren Aussichten. „Ich bin jetzt einfach in einem Flow, in einem guten Rhythmus“, nannte die Dornbirnerin den Grund für ihre Zuversicht.

TRIMMEL BETREUT PASZEK UND MELZER. Um für die Mission in London gerüstet zu sein, wird die Vorarlbergerin auch nichts dem Zufall überlassen. Nach den anstrengenden Wochen stand in den letzten Tagen vorerst einmal Regeneration auf dem Programm. „Mein Körper ist nicht zu 100 Prozent okay. Daher habe ich auch auf die US-Turniere in Stanford und Carlsbad verzichtet“, sagte Paszek, die sich damit auch eine kurzfristige und damit störende Umstellung auf Hartplatz ersparte. Österreichs Nummer eins trachtet lieber danach, ihre beneidenswerte Form auf Rasen zu konservieren - darum geht es am Montag nach der Vereidigung bei Bundespräsident Fischer nach Halle. Dort steht eine Woche intensives Rasentraining mit ihrem Coach Andrei Pavel auf dem Programm. Danach trennen sich allerdings die Wege des Erfolgsduos vorerst, denn bei Olympia wird ÖTV-Delegationsleiter Clemens Trimmel Paszek betreuen. Mit dem ÖTV-Sportdirektor, der sich in London auch um Jürgen Melzer kümmern wird, hat die Weltranglisten-36. bereits vergangene Woche in der Südstadt trainiert, am 24. Juli geht es für die beiden wie auch für den derzeit in Las Vegas trainierenden Melzer und Doppel-Spezialist Alexander Peya nach London. Dort wird sich dann auch entscheiden, ob Paszek und Melzer im Mixed nach einer Medaille greifen dürfen.

"EIN TOLLES TEAM IN LONDON". Am 31. Juli ist für die bei Olympia anwesenden Spieler der Nennschluss für das Comeback des gemischten Doppels. Zuletzt stand der Bewerb bei den Spielen in Paris 1924 auf dem Programm. 88 Jahre später haben 23 Nationen bei den Einzel-Bewerben Spieler dabei, das Mixed wird aber nur mit einem 16er-Raster gespielt. Es zählt bei Herr und Dame das bessere von Einzel- und Doppel-Ranking per 11. Juni. Melzer war damals Nummer 17 im Doppel, Paszek 58. im Einzel - ergibt in Summe 75. Ob Melzer / Paszek damit hineinkommen oder nicht ändert allerdings nichts an der ÖTV-Erwartungshaltung. Trimmel und ÖTV-Präsident Ronald Leitgeb geben den Gewinn einer Medaille für das dreiköpfige Team als Ziel aus. „Tennis bei Olympia ist mittlerweile sehr wichtig geworden. Es ist wie das fünfte Grand-Slam-Turnier", sagte Leitgeb, der sich darüber freut, "dass wir mit einem tollen Team nach London reisen werden." Gegenüber Österreichs Tennisfans äußert Leitgeb bereits jetzt einen großen Wunsch: "Bitte drückt Jürgen Melzer, Alex Peya und Tamira Paszek ganz fest die Daumen!" (Quelle: www.orf.at / red.)

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