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LINZ: DAS TENNISMODEL WAR ZU STARK FÜR ALLE

Im Achtelfinale hatte die ehemalige Nummer 1 der Weltrangliste Ana Ivanovic (im Bild rechts neben Turnierdirektorin Sandra Reichel) Österreichs Nummer 1 Sybille Bammer aus dem Bewerb geworfen. Im Finale fegte sie Vera Zvonareva vom Court.

Bammers Stolperstein gewinnt in Linz
(26.10.2008)
Die große Triumphatorin des Generali Ladies Linz 2008 heißt Ana Ivanovic. Die als Nummer eins gesetzte Serbin fertigte in einem einseitigen Endspiel Vera Zvonareva (RUS/2) in nur 51 Minuten mit 6:2, 6:1 ab und feierte damit den ersten Turniersieg seit ihrem Erfolg bei den French Open in Paris Anfang Juni dieses Jahres. Die Weltranglisten-Vierte wurde für ihren achten Triumph auf der Sony Ericsson WTA-Tour, den dritten Turniersieg in dieser Saison und den ersten Erfolg in Linz mit 95.500 Dollar Preisgeld belohnt. „Das war heute ein perfektes Match von mir, sicher mein bestes bei diesem Turnier. Es ist ein großartiges Gefühl, wieder in einem Finale zu stehen und dieses dann auch noch zu gewinnen. Aber es war sicher nicht so leicht, wie es das Ergebnis vermuten lässt“, sagte die 20-jährige Belgraderin, die wie in den vergangenen Tagen auch heute wieder von zahlreichen serbischen Anhängern in der Intersport Arena angefeuert wurde. „Ab der ersten Partie waren die Tribünen hier voll. Die serbischen Zuschauer mit ihren Flaggen haben mich zusätzlich motiviert“, strahlte Ivanovic.

Der nächste Job? Ein Fotoshooting
Die Favoritin führte dank zweier Breaks rasch mit 3:0, ehe sie das einzige Mal in diesem Spiel ihr Service zum 1:3 verlor. Dass Ivanovic ihrer Gegnerin im darauffolgenden Game nach 40:0-Führung für Zvonareva den Aufschlag erneut abnahm, hatte entscheidenden Charakter. „Es ist ein großer Unterschied, ob es 4:1 oder 3:2 steht. Danach ist der Druck auf sie immer größer geworden, Sie hat versucht, mehr Risiko zu nehmen, dabei sind ihr auch Fehler unterlaufen“, meinte Ivanovic, die beim Break zum 4:1 auch von drei Doppelfehlern der Russin profitierte. Mit einem Privatjet hob Ivanovic noch am Sonntagnachmittag vom Flughafen Linz-Hörsching in Richtung Basel ab, wo das Tennis-Model am Montag ein Fotoshooting für einen Sponsor absolviert, ehe sie am Dienstag nach Dubai zur Vorbereitung auf die Sony Ericsson Championships ab 4. November in Doha abhebt. Schwer enttäuscht kommentierte Vera Zvonareva ihre Final-Vorstellung. „Ich habe heute den Preis dafür gezahlt, dass ich seit Mitte September sechs Turniere in Folge bestritten habe. Ich war einfach zu müde, um Ana ernsthaft fordern zu können. Wenn man nicht zu hundert Prozent fit ist, hat man gegen Spielerinnen wie sie keine Chance“, meinte die Russin, die sich mit einem Preisgeld von 51.000 Dollar trösten konnte.

Das Model war zu stark

(23.10.2008)
Mit Sybille Bammer ist die letzte Österreicherin bei dem mit 600.000 Dollar dotierten Generali Ladies Linz ausgeschieden. Die 28-jährige Lokalmatadorin musste sich der topgesetzten Serbin Ana Ivanovic mit 4:6, 2:6 geschlagen geben. „Ich habe schlecht aufgeschlagen. Sie war heute die bessere Spielerin und hat verdient gewonnen“, meinte Bammer, die die Weltranglisten-Vierte bis zum Ende des ersten Satzes voll fordern konnte. Österreichs Nummer eins hatte sogar Breakchancen zum 5:3, musste im folgenden Game allerdings selber ihren Aufschlag abgeben. Fortan dominierte das 20-jährige Tennis-Model, die heuer mit dem Triumph bei den French Open in Paris zur Nummer eins der Welt emporstieg und in Linz nach Verletzungsproblemen ihren aktuellen Aufwärtstrend deutlich unter Beweis stellte. „Ich fühle mich sehr wohl hier und habe gut gespielt. Es war eine großartige Atmosphäre, ich habe viele Fans hier“, freute sich Ivanovic nach der Partie in einer vollen Intersport Arena.
Die entscheidenden Phasen waren auch für die Serbin die beiden hart umkämpften Games am Ende von Durchgang eins. „Sybille war eine harte Gegnerin, aber zu diesem Zeitpunkt habe ich begriffen, dass ich mehr Druck machen muss. Das ist mir gut gelungen. Ich bin sehr froh, dass ich diese schwierige Aufgabe gemeistert habe.“ Damit steht Ivanovic bei ihrem dritten Antreten in Linz zum dritten Mal in der Runde der letzten Acht. Sie trifft nun im Kampf um ihr zweites Halbfinale nach 2005 am Freitag im 3. Match nach 14.00 Uhr auf die in Hochform agierende Italienerin Flavia Pennetta, die vergangene Woche in Zürich im Endspiel gestanden war. „Ich freue mich auf dieses Match, bin aber noch nicht auf dem Level, auf dem ich schon war. Es geht aber Schritt für Schritt aufwärts.“
Für Bammer geht es nächste Woche noch zum Turnier ins kanadische Quebec, danach wird sie eine Woche mit ihrem Lebensgefährten Christoph in Jamaika urlauben. Sie wird die Saison trotz privater (Krankheit ihres Vaters) sowie vieler kleiner gesundheitlicher Probleme und Blessuren in den Top 25 beenden: „Das ist aufgrund der Umstände eigentlich sensationell. Nächstes Jahr habe ich am Anfang nicht viel zu verteidigen, da will ich wieder unter die Top 20 vorstoßen.“

Jetzt gehts gegen die Nummer 1
(22.10.2008)
Lokalmatadorin Sybille Bammer hält nach der ersten Runde des mit 600.000 Dollar dotierten Generali Ladies Linz in der Intersport Arena die rot-weiß-roten Farben hoch. Die 28-jährige aus Ottensheim präsentierte sich beim 7:5, 6:3 gegen die Italienerin Francesca Schiavone in ausgezeichneter Form und trifft nun im Achtelfinal-Schlager am Donnerstag (3. Match nach 14.00 Uhr) auf die als Nummer eins gesetzte Serbin Ana Ivanovic. „Ich freue mich irrsinnig über diesen Sieg, weil mir Schiavones Spiel nicht unbedingt liegt“, resümierte Bammer, die mit dem Publikum im Rücken gegen die um fünf Ränge hinter ihr klassierte Weltranglisten-31. von der Grundlinie als auch beim Aufschlag souverän agierte. Der Showdown gegen Ivanovic am Donnerstag verspricht nach den bisherigen Duellen mit der aktuellen Weltranglisten-Vierten Spannung pur. Gegen die 20-jährige Belgraderin hat Bammer bisher zweimal gespielt. Im Vorjahr triumphierte die Österreicherin beim Hartplatz-Turnier in Indian Wells in drei Sätzen. Heuer drehte Ivanovic in Berlin auf Sand den Spieß um und setzte sich in drei hart umkämpften Durchgängen durch. „Ich kann locker drauf los spielen. Wenn ich mein bestes Tennis spiele, ist sicher alles drinnen“, freut sich Bammer auf eine volle Intersport Arena.

"Kraftlos und verloren"
Tamira Paszek war dagegen in ihrem „Erstrunder“ gegen die starke tschechische Qualifikantin Petra Kvitova ohne Siegchance und unterlag mit 3:6, 3:6. „Ich war kraftlos und habe mich auf dem Platz verloren gefühlt“, nannte die 17-Jährige, erst kürzlich von einer starken Erkältung samt Angina genesen, die Gründe für die Niederlage. Paszek hatte dem druckvollen Spiel der aufstrebenden Nummer 44 der Welt nur phasenweise etwas entgegen zu setzen. Nach einer 2:0-Führung im zweiten Satz riss bei der Vorarlbergerin jedoch der Faden. „Ich habe einfach gemerkt, dass ich eineinhalb Monate kein Match gespielt habe“, fügte sie hinzu. Kvitova fordert nun im Achtelfinale die Französin Marion Bartoli. Paszek will nach einer durchwachsenen Saison in den kommenden zwei Wochen „den Tennisschläger einfach einmal ins Eck stellen“, ehe sie mit ihrem Trainer Larri Passos die Vorbereitung auf die kommende Saison in Angriff nimmt.

Druck und Fehler

(22.10.2008)
Wie Melanie Klaffner konnte mit Yvonne Meusburger auch die zweite Österreicherin, die bei dem mit 600.000 Dollar dotierten Generali Ladlies Linz im Einsatz war, für keine Überraschung sorgen. Die 25-jährige Vorarlbergerin wehrte sich zwar 1:33 Stunden lang nach Kräften, musste sich der Slowakin Dominika Cibulkova schließlich aber doch mit 4:6, 2:6 geschlagen geben. „Ich habe gut angefangen und meinen Plan, Druck zu machen, gut umgesetzt. Dass dann auch Fehler passieren, damit muss man rechnen“, resümierte Meusburger, die dank einer Wild Card in den Hauptbewerb gekommen war. Das Match verlief zunächst über weite Strecken ausgeglichen. Die Außenseiterin aus Österreich hielt mit der Nummer 20 der Weltrangliste gut mit. Ein hart umkämpftes zehntes Game, in dem Meusburger mehrere Satzbälle abwehren konnte und bei zwei Spielbällen durch Fußfehler „zurückgepfiffen“ wurde, brachte Cibulkova die Satzführung. Das sei laut Meusburger aber nicht der Grund für die Niederlage gewesen. „Sicher ist es schade, dass so etwas in Österreich passiert, weil das Match anders verlaufen hätte können. Ich will diesen Situationen aber nicht die Schuld an der Niederlage geben.“
Die Vorentscheidung fiel Mitte des zweiten Satzes, als Meusburger ein Break zum 2:4 hinnehmen musste. Danach dominierte die 19-jährige Slowakin, die sich in dieser Saison von Rang 51 in die Top 20 gespielt hat, nach Belieben. Cibulkova trifft nun im Achtelfinale auf die Siegerin der Mittwoch-Partie zwischen der Ungarin Agnes Szavay und der italienischen Zürich-Finalistin Flavia Pennetta. Dass die aktuelle Weltranglisten-91. Meusburger, die im vergangenen Jahr durch einen Sieg über Melanie Klaffner in Linz das Achtelfinale erreicht hatte, aus den Top 100 zu rutschen droht, macht ihr kein großes Kopfzerbrechen. Sie blickt bereits in die Zukunft – und das mit Zuversicht. „Wenn ich so spiele wie in einzelnen Phasen heute, kann ich wieder weiter nach vorne kommen.“ Dieses Vorhaben beginnt für Meusburger, die nun doch weiterhin bei Hakan Dahlbo in Seefeld trainiert und 15 Wochen im Jahr von Touring-Coach Patricia Wartusch begleitet wird, in den kommenden zwei Wochen bei Challenger-Turnieren in Bratislava und München.

"Ich hab kämpfen müssen"

(21.10.2008)
Für Melanie Klaffner war bereits in der ersten Runde des mit 600.000 Dollar dotierten Generali Ladies Linz in der Intersport Arena Endstation. Die 18-jährige Oberösterreicherin musste sich Kaia Kanepi aus Estland in 65 Minuten mit 4:6, 0:6 geschlagen geben. „Ich habe das ganze Match hindurch kämpfen müssen, um den Ball ins Feld zu bringen. Aber nur hineinspielen ist auf diesem Niveau ganz einfach zu wenig“, meinte Klaffner danach selbstkritisch. Dabei begann die Partie für die Bürgermeister-Tochter aus Weyer vielversprechend. Klaffner führte mit Break 3:2 und hatte bei eigenem Aufschlag sogar die Chance, auf 4:2 zu erhöhen. Doch nachdem Kanepi diese Gefahr abgewendet hatte, übernahm die 23-jährige Estin ganz klar das Kommando und verwertete gleich ihren ersten Matchball zum Aufstieg ins Achtelfinale, in dem sie auf die als Nummer drei gesetzte Polin Agnieszka Radwanska treffen wird.

Topfit nach Australien
Klaffner, die aktuell auf Position 258 in der Weltrangliste zu finden ist, möchte sich bis zum Saisonende noch in Richtung Top 200 verbessern. Daher wird sie in der kommenden Woche bei einem 25.000-Dollar-Challenger in Istanbul spielen und plant zudem, bei zwei Turnieren in Indien anzutreten. „Im Hinblick auf die kommende Saison liegt mein Schwerpunkt vor allem auf der Verbesserung meiner Fitness. Daran werde ich arbeiten, da muss ich einfach in den kommenden Wochen reinbeißen. Ich muss konstanter auf hohem Niveau spielen können, ohne dass es mich nach zwei Turnieren gleich umhaut. Denn wenn der Körper nicht mehr kann, fällt auch die Konzentration aus“, weiß der Tennis-Teenager. Deshalb stellt sich Klaffner auf eine harte Saisonvorbereitung mit ihrem kolumbianischen Coach Geovani Cardona ein. „Ich will zu Beginn des kommenden Jahres topfit in die Qualifikation für die Australian Open gehen“, hat sich Klaffner vorgenommen. Die Salzburgerin Sandra Klemenschits musste sich in der ersten Doppel-Runde an der Seite ihrer argentinischen Partnerin Erica Krauth dem spanischen Duo Nuria Llagostera Vives und Maria Jose Martinez Sanchez mit 6:7 (3/7), 2:6 geschlagen geben.

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