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LEIBNITZ: BARBARA MUHR LÖST HANNES ZISCHKA ALS STTV-PRÄSIDENT AB!

Heute fand im JUFA Sportcampus Leibnitz die Generalversammlung des Steirischen Tennisverbandes statt. Mit Barbara Muhr (links neben Hannes Zischka), die von den 130 Vereinsvertretern aus 60 Vereinen einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt wurde, steht erstmalig in der über 66-jährigen Geschichte des StTV eine Frau an der Spitze.

26. Jänner 2013

ZISCHKA TRITT AB.
Nach zwölf Jahren legte Hannes Zischka seine Funktion als Präsident des steirischen Tennisverbandes zurück. Bei seiner letzten Generalversammlung in Leibnitz konnte er eine erfolgreiche Bilanz ziehen. So gelang es Zischka, die Tenniskrise zu Beginn seiner Amtszeit im Jahre 2000 zu überwinden und der Mannschaftsmeisterschaft einen starken Aufschwung zu verleihen. Heuer nahmen bereits 1.058 Teams und 7.678 Spieler (+135 im Vergleich zu 2011) daran teil. Als weitere wesentliche Errungenschaft bezeichnete Zischka die Einführung des ITN-Ranglistensystems, das sich mittlerweile österreichweit durchgesetzt hat. Besonders stolz zeigte sich der scheidende Präsident auch über die Errichtung des Landesleistungszentrums in Leibnitz, womit der StTV über eine hervorragende Infrastruktur für steirische Spitzenspieler verfügt. Als Anerkennung und Dank für sein jahrelanges Engagement im heimischen Tennis wird der dortige Center Court künftig den Namen „Hannes-Zischka-Platz“ tragen.

NEUER VORSTAND. Im Mittelpunkt der Generalversammlung stand die Neuwahl des Vorstandes. Mit eindeutiger Mehrheit wurde Barbara Muhr von den 130 anwesenden Vereinsvertretern aus 60 Vereinen zur neuen Präsidentin gewählt. Sie wird diese Funktion - so wie der gesamte Vorstand -  ehrenamtlich ausüben. Die 46-jährige Muhr ist gelernte Juristin und seit über 20 Jahren in verschieden Management-Funktionen tätig. Seit zwei Jahren gehört sie dem Vorstand der Holding Graz an, wo sie für die Bereiche Energie und öffentlicher Verkehr verantwortlich zeichnet. Mit viel Energie ist sie auch seit ihrer Kindheit leidenschaftliche Tennisspielerin und wollte selbst Profi werden. Aufgrund einiger Verletzungen wurde daraus nichts, immerhin brachte sie es zu einigen steirischen und auch österreichischen Meistertiteln. Die Tennisszene ist ihr seit Jahrzehn-ten vertraut, heute spielt Muhr mit ihrer Mannschaft in der Altersklasse 35+ in der Landesliga A.

NEUE REFERATE. An ihr künftiges Betätigungsfeld gehen Muhr und ihr Team mit großem Tatendrang heran, handelt es sich doch immerhin um die verantwortungsvolle Aufgabe, die Zukunft des steirischen Tennis zu gestalten. Im Vorstand setzt sie einerseits auf Kontinuität und bringt andererseits gleich einige Neuerungen mit ein. So will sie den Verband nach außen hin weiter öffnen und ihre Wirtschaftskompetenz und Netzwerke mit einfließen lassen. Dazu Muhr: „Tennis hat zwei Seiten: den Sport selbst und die wirtschaftliche Komponente.“ Um zusätzliche finanzielle Mittel zu lukrieren, wird etwa ein eigener Fundraising-Vorstand eingesetzt. Darüber hinaus wird es folgende neue Vorstands-Referate geben: Mit eigenen Vorständen für interne und externe Kommunikation will Muhr vor allem die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit ausbauen. Sie ist überzeugt davon, „dass das heimische Tennis wieder viel mehr Medienpräsenz und eine bessere Reputation in der Bevölkerung braucht.“ Mit einer neuen Vorständin für Damen- und Seniorinnentennis wird auch die Frauenquote innerhalb des Vorstandes angehoben. Die ebenfalls neue stellvertretende Finanz-Vorständin ist zusätzlich zu ihrer qualitativen Kompetenz ein Signal für mehr Heterogenität im künftigen Vorstand.

"NOCH VIEL POTENZIAL". Neu im Vorstand und ein Signal für unsere Diversity-Gesellschaft soll auch das Referat für Menschen mit Behinderung sein. Eine besondere Rolle nehmen hinkünftig die Vizepräsidenten ein, wovon einer mit dem neuen Referat für Repräsentationsaufgaben und Ehrungen besonders den Kontakt zu den Vereinen suchen soll. Als wichtiges Ziel für alle gemeinsam definiert Muhr „die Weiterentwicklung des Landesleistungszentrums in Leibnitz, in dem es noch viel Potenzial auszuschöpfen gilt.“ Muhr weiter: „Ich sehe den Tennisverband in erster Linie als Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum. Dazu gilt es, die internen Strukturen zu optimieren und rege mit den Vereinen zu kommunizieren. Der gute Kontakt zu den Vereinen und Spielern ist das Um und Auf. Wir müssen wissen, wo der (Tennis)Schuh drückt und dürfen nicht an den Interessen der Tennisspieler vorbei arbeiten. Nur wenn es uns gelingt, dass Viele öfter Tennis spielen, entwickelt sich aus dem Breitensport auch wieder mehr Spitzensport.“

EHRUNGEN. Im Anschluss an die Wahl wurden die Sieger der Punktewertung der Matchball Steiermark Trophy 2012 und das „Team des Jahres“ geehrt. Die Matchball Steiermark Trophy war mit 45 Turnieren und über 1.724 Teilnehmern im vergange-nen Jahr wieder die größte Breitensport-Turnierserie Österreichs. Die Klassensieger Stefanie Ramsauer (Damen AK und Mädchen U16, TC Pirching), Sabine Glatz (Senioren +35, UTC Allround) sowie Helmut Ploder (Herren AK, SU Grafendorf), Rupert Deutschmann (Senioren +35, Ten-nisclub Wagna) und Laurin Della Pietra (Burschen U16, ASKÖ Weiz) erhielten für ihre Leistungen Sonderpreise. Als Team des Jahres wurde der aktuelle österreichische Meister TC Gleisdorf ausgezeichnet. Nach dem zweiten Meistertitel innerhalb von drei Jahren ziehen sich die Gleisdorfer bekanntlich in diesem Jahr in die Landesliga zurück und wagen dort einen Neustart.

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