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Rollstuhltennis

Legner erreicht die 1300-Einzelsiege-Marke

Beim Prague Cup Czech Indoor Anfang November konnte sich Martin Legner mit insgesamt 1300-Einzelsiegen erneut in die Geschichtsbücher des Rollstuhltennis-Sports eintragen. Allgemein wird er in dieser Statistik nur von Roger Federer geschlagen.

Martin Legner
Martin Legner ©Franz Baldauf

Läuft alles nach Plan, wird Martin Legner im kommenden Jahr zu seinen sage und schreibe 8. Paralympischen Spielen nach Tokio reisen und damit an bisher allen paralympischen Rollstuhltennis Bewerben teilgenommen haben.

Mag dies für sich allein genommen schon sehr beeindruckend sein, setzte Österreichs Rollstuhltennis-Ass in dieser Saison ein weiteres Zeichen. Denn der Tiroler, der aktuell den 30. Platz der Weltrangliste belegt, hat in diesem Jahr einen Meilenstein erreicht, von dem andere nicht einmal zu träumen wagen. Wer einen Blick auf sein Profil der International Tennis Federation (ITF) wirft, wird sehen, dass Legner in seiner Rollstuhltennis Laufbahn auf mittlerweile unglaubliche 1300 Einzelsiege auf dem internationalen Parkett zurückblicken kann.

Vergleicht man diese Zahl mit den absoluten Größen des Tennis- und Rollstuhltennis-Sports, wird klar, welche Leistung Legner erbracht hat. Shingo Kunieda (JPN), die aktuelle Nummer 1 der Welt und der wohl erfolgreichste Rollstuhltennis-Spieler aller Zeiten, kommt bisher „nur“ auf 638* Einzelsiege, was nicht einmal der Hälfte von Legners Erfolgen entspricht.

Nicht einmal Novak Djokovic (1050 Siege*) oder Rafael Nadal (1102 Siege*) können bei dieser imposanten Zahl mithalten. Einzig die Schweizer Tennis-Legende Roger Federer legt in dieser Statistik vor. Allerdings könnte der Vorsprung dünner nicht sein. Mit insgesamt 1307 Siegen* liegt der Eidgenosse lediglich 7 Siege vor Legner.

Dass Legner diese Latte noch weiter hochtreiben wird, steht außer Frage. Denn noch denkt der charmante Milser kein bisschen daran, den Tennisschläger an den Nagel zu hängen. Je nachdem also, wie lange wir uns noch an seinem verspieltem Tennis erfreuen können, ist ein Sturz Federers oder der 1400er Marke durchaus in Reichweite.

*Quelle: itftennis.com (Stand 15.11.2020)

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