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Kopp! Koller! Haim! Antonitsch!

Bei den ÖTV-Jugendhallenmeisterschaften (u14) in der Simacek-Halle in Götzis sicherten sich sowohl Sandro Kopp als auch Arabella Koller nach verlorenem ersten Satz doch noch den Titel. Wesentlich souveräner rasten Matthias Haim (Bild) und Mira Antonitsch bei den ÖTV-Jugendhallenmeisterschaften (u16) in Neudörfl zum Titel. Die neuen u12-Meister heißen: Mavie Österreicher und Lukas Neumeyer.


Vor einem Jahr war er "bereits" im Halbfinale in zwei Sätzen glatt an Tobias Pürrer (BTV) gescheitert, in diesem Jahr gelang Sandro Kopp (TTV) erfolgreich die Revanche: Bei den ÖTV-Jugend-Hallenmeisterschaften (u14) in der Simacek-Halle in Götzis war der vom Tennergy-Team in Stans trainierte Kramsacher ohne Probleme bis ins Endspiel "gewandert", erst dort wurde der topgesetzte Tiroler erstmals richtig gefordert. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich sich Pürrer mit den für ihn typischen Stärken - "Wühler" an der Grundlinie, Vorhand, Schnelligkeit - wieder zurück ins Match und besiegte Pürrer mit 6:7, 6:4, 6:2. Nach einem ähnlichen "Drehbuch"  verlief auch das Endspiel im Mädchenbewerb: Arabella Koller (STV) - 2013 bereits im Viertelfinale ausgeschieden - spielte sich ohne Satzverlust bis ins Finale und konnte auch ihre letzte Partie nach verlorenem ersten Satz doch noch zum Guten wenden: Koller, in Götzis topgesetzt, besiegte Elena Griessner (STTV) mit 2:6, 6:4, 6:4 und sicherte sich damit - nach ihren vier Meisterschaftstiteln 2012 (Einzel, Doppel im Freien und indoor) - ihren bereits fünften Titel. Die Doppeltitel gingen an Leon C. Roider (WTV) / Lukas Seidler (STTV) bzw. Arabella Koller (STV) / Nadja Ramskogler (OÖTV).

Großes Potenzial und viel Talent
Im Tennis- und Freizeitzentrum Neudörfl gingen vor den Augen vieler ehemaliger Tennisprofis wie z. B. Tina Schiechtl und Thomas Strengberger die ÖTV-Jugendhallenmeisterschaften (u16) mit souveränen Siegen zweier Zukunftshoffnungen im heimischen Tennis zu Ende: Sowohl Matthias Haim (TTV / Bild) als auch Mira Antonitsch (NÖTV) rasten ohne Satzverlust mit weniger als einer Stunde Spielzeit zum Titel. Im Burschenbewerb besiegte European Youth Olympic Festival-Silbermedaillen-Gewinner (2013) Haim Jakob Aichhorn mit 6:3, 6:4 und toppte damit sein Achtelfinale aus dem Vorjahr. ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel: "Das ist ein Spieler, der aufgrund seines Potenzials später einmal sehr gefährlich werden kann. Alleine aufgrund seines Aufschlags, seiner Vorhand, seines Körperbaus und seines Repertoirs." Im Mädchenbewerb ließ Anonitsch Nina Rebecca Hotter (TTV) mit 6:0, 6:2 keine Chance. Im Verlauf des gesamten Bewerbs überließ die Tochter von Ex-Profi Alex Antonitsch ihren fünf Gegnerinnen gerade einmal 13 Games. Für Trimmel, der sich derzeit in Melbourne bei den Australian Open aufhält, ist klar, dass mit Mira ein Talent "heranwächst", das er als neuer Fed Cup-Captain weiterhin im Auge behalten wird: "Sie befindet sich derzeit in einer Phase, in der sie eine sehr positive Entwicklung durchmacht. Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften (AK) im Vorjahr konnte sie mit Kathrin Weinwurm und Magdalena Österle zwei um acht Jahre ältere Spielerinnen aus dem Bewerb werfen, in Esch-sur-Alzette konnte sie das Turnier sogar gewinnen. Sie hatte 2013 aber auch mit Verletzungen zu kämpfen gehabt, musste durch ihren Schulwechsel zusätzlich dazu auch noch vermehrt in der Schule arbeiten. Da all das jetzt abgeschlossen ist, hat sie jetzt in den kommenden Jahren ihren Kopf vermehrt fürs Tennis frei. Ich beobachte sie öfters im Training: Da ist sehr viel Potenzial vorhanden." In der kommenden Woche wird sie beim ITF-Jugendevent in Oberpullendorf im Einsatz sein.

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Mit Powertennis und im Eiltempo zum Titel
Die neue österreichische Meisterin (u12) heisst Mavie Österreicher. Das Finale machten sich Österreicher und Marion Leski untereinander aus. Beide spielten sich souverän ins Finale, Leski gab bis dorthin nur sieben Games ab und schaltete mit
Anna Gröss eine Mitfavoritin im Semifinale aus. Österreicher überließ ihren Gegnerinnen nur zehn Games. Das Finale wurde von der zierliche Wienerin Österreicher dominiert, sie überzeugte mit Powertennis, setzte damit die Gegnerin zwei Sätze lang konstant unter Druck und holte sich souverän den Meistertitel gegen die Steirerin mit 6:3, 6:1. Kaum spannendender konnte das Burschenfinale verlaufen: Den Titel machten sich der Salzburger Lukas Neumeyer gegen den Kärntern Lukas Roseano im Tiebreak des dritten Satzes aus. Neumeyer holten sich den ersten Satz mit 6:3. Roseano blieb aber immer dran und nahm Neumeyer den zweiten Satz mit 6:4 ab. Der dritte Satz blieb ohne Vorentscheidungen, nach 4:4, 5:5 und 6:6 und hart umkämpften, langen Ballwechseln mussten die Youngsters den Titel im Tiebreak des dritten Satzes untereinander ausmachen. Dort führte Roseano mit 3:1, ehe Neumeyer Nerven bewahrte und sich aktiver zeigte, indem er die Ballwechsel offensiver gestaltete und somit sechs Punkte in Folge holte und damit auch den Meistertitel. Die neuen Meister im Doppel heissen bei den Mädchen Dalila Klokic und Anna Gröss, bei den Burschen Lukas Neumeyer und Tobias Smoliner.


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