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ATP

KOLDING: MARTIN FISCHER VERLIERT IM HALBFINALE

Beim 42.500-Euro-Challenger im dänischen Kolding schrammt Martin Fischer (Bild) gegen Roko Karanusic knapp an seinem ersten Finale vorbei. Der Grund? "Schön langsam entwickelt sich Herr Karanusic zu meinem Angstgegner."

Der Angstgegner war stärker
(19.10.2008)
Der Traum vom ersten Finale ist ausgeträumt: Martin Fischer verlor im Halbfinale gegen die Nummer 1 des 42.500-Dollar-Challengers in Kolding Roko Karanusic (CRO) 4:6, 4:6. "Langsam aber sicher entwickelt sich Herr Karanusic zu meinem Angstgegner", fand Fischer auch nach dem Match noch keine griffige Erklärung für die Niederlage. "Er hat ein ganz eigenartiges Spiel. Eines, mit dem ich bisher noch nicht ganz klar gekommen bin. Er spielt auf der Rückhand viel Slice, kontert gut und weiß in jeder Lage, was zum Erfolg führt. Er ließ mich mit seinem destruktiven Spiel diktieren, aber mit den toten Bällen wusste ich oft nichts anzufangen. Fischer-Trainer Jürgen Hagen: "Der Kroate agierte äußerst passiv und verließ sich völlig auf sein Konterspiel, das aber sehr effizient. Fisch kassierte sowohl im erstem als auch im zweiten Satz jeweils ein Break. Er selbst hatte er einen schweren Stand bei den Aufschlägen des Kroaten und hatte vielleicht zweimal eine Chance auf ein Break, wobei ein 15:40 bei 2:3 im zweiten Satz noch die beste Chance darstellt. Mit dem Erreichen des Semifinales kann man aber zufrieden sein, vielleicht gehen sich mit diesem Ergebnis ja schon die Top 200 in der Weltrangliste aus." In das Turnier in Dänemark war Fischer als Nummer 215 gegangen. Den nächsten Einsatz für "Fisch"  gibt es beim Challenger in Aachen, "wobei er wahrscheinlich sogar in die Quali muß" (Hager).

Eine offene Rechnung
(18.10.2008)
Und er gewinnt und gewinnt und gewinnt. Beim 42.500-Euro-Challenger in Kolding "nimmt Fisch auch die Nummer 4 aus dem Bewerb", übermittelt Martin Fischers Trainer Jürgen Hager die aktuellsten News aus Dänemark. Mit dem 6:2, 6:4 gegen den Franzosen Thierry Ascione spielt sich der Vorarlberger nach Barnstaple Ende September in sein zweites Semifinale bei einem Challenger. "Er hat sich schnell auf das sehr risikoreiche Spiel des Franzosen eingestellt", so die Trainer-Analyse. "Er brachte ihn in Folge durch gutes Richtungsspiel dann immer mehr in Schwierigkeiten. Zwei Breaks im ersten und ein Break auf 4:3 im zweiten Satz genügten Fisch. Er hat richtig gut serviert und ließ selbst keinen Breakball zu." Martin Fischer sieht das ähnlich: "Bisher tat ich mir mit solchen Spielertypen immer recht schwer. Er serviert gut, geht meinen zweiten Aufschlag an und gibt dir keinen Rythmus. Aber ich habe von Anfang an gut serviert. Vor allem gelang es mir, den zweiten Aufschlag so zu servieren, dass er nicht die Chance bekam, mich wegzuschießen." Da sich Alexander Peya in seinem Viertelfinale dem Kroaten Roko Karanusic mit 6:7, 4:6 geschlagen geben musste, kommt es im Semifinale nicht zum Österreicher-Duell um den Einzug ins Finale. Fischer: "Beide bisherigen Duelle (Wien 2007; French Open 2008; Anm.) gegen ihn habe ich in drei Sätzen verloren, da ist noch eine Rechnung offen. Einziger Wermutstropfen ist die nächste Woche. Da sich die Basel-Quali nicht mehr ausgeht und die einzigen beiden Challenger in Seoul und Buenos Aires sind, wird es für mich eine Turnierpause geben."

Kommt es zum Duell Fischer vs. Peya?
(17.10.2008)
Nach Martin Fischer zog auch Alexander Peya in die Runde der letzten acht beim 42.500-Euro-Challenger in Kolding ein. Nachdem der an Nummer 6 gesetzte Wiener in Runde 1 den deutschen Qualifikanten Benjamin Becker in zwei Sätzen - 6:3, 7:6(13) - ausschalten konnte, setzte er sich im Achtelfinale über den Dänen Martin Pedersen mit 7:6,(5), 6:4 hinweg und trifft nun im Viertelfinale auf den an Nummer 1 gesetzten Kroaten Roko Karanusic. Im Head-to-Head der beiden steht es 1:1: 2006 benötigte Peya beim Challenger in Istanbul in drei Sätze, 2008 beim Challenger in Belgrad siegte der Kroate 6:1, 6:3. Sollte Peya das dritte Duell der beiden für sich entscheiden und auch Martin Fischer gegen Thierry Ascione siegen, würde es zum Aufeinandertreffen der beiden Österreicher kommen. Sowohl auf ATP- als auch auf Challenger-Ebene wäre es das erste Duell der beiden. Im Doppel ist Martin Fischer mit Philipp Oswald hingegen schon draußen: Dem tschechischen Duo Lukas Rosol/Tomas Zib unterlagen die beiden im Viertelfinale 3:6, 3:6.

Im Viertelfinale wirds noch schneller

(16.10.2008)
"Es war eine sehr ansprechende Leistung heute", war Martin Fischer mit seinem zweiten Match beim 42.500-Euro-Challenger im dänischen Kolding zufrieden und tritt mit seinem Urteil in die "Fußstapfen" seines Trainers. "Fisch hat im Achtelfinale in zwei knappen Sätzen, 6:4, 7:6, den starken Deutschen Tobias Kamke besiegen können", berichtet Jürgen Hager aus der 87.000-Einwohner-Stadt in der Mitte Dänemarks. Im ersten Satz war der 22-jährige Vorarlberger bereits mit einem Break (2:4) zurückgelegen, "dann konnte er sich aber besser auf das Konterspiel des Deutschen einstellen" (Hager) und sicherte sich mit zwei Breaks in Folge den ersten Satz. Fischer: "Ich versuchte nach dem Break ihm ein wenig das Kommando zu überlassen und prompt beging er den ein oder anderen Fehler." Im zweiten Satz ließen die beiden auf dem schnellen Hardcourt-Untergrund kein Break mehr zu, es kam zum Tiebreak, in dem sich Fischer letztendlich knapp mit 11:9 durchsetzte. Sein nächster Gegner im Viertelfinale ist der an Nummer 4 gesetzte Franzose Thierry Ascione. "Ein ganz anderer Spielertyp. Sicher keiner, der auf lange Rallies aus sein wird" (Fischer).

Im Doppel unter den besten acht
Im Doppel hatten Martin Fischer und Philipp Oswald in der erste Runde überrascht, als sie die an Nummer 2 gesetzten Eric Butorac/Travis Parott mit 6:4, 7:6 aus dem Bewerb warfen. Fisch`s Analyse: "Der Belag ist mit der Stadthalle nicht zu vergleichen, es ist hierr deutlich zügiger. Der Ball rutscht so richtig weg, das war doch eine recht große Umstellung. Auf das Doppel hatte es allerdings positive Auswirkungen. Wir waren bei unseren Aufschlagspielen so gut wie nie in Gefahr. Zwar hatten wir selbst auch Problemen beim Return, doch reichte uns ein Break zum Sieg. Diese beiden Jungs stehen immerhin beide um 70 und waren schon einmal besser klassiert. Das zeigt, dass wir mithalten können." Im Viertelfinale treffen Fischer/Oswald auf das tschechische Duo Lukas Rosol/Tomas Zib.

wowo

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