Kix - Neuwirth! Haider-Maurer - Trubrig!

Zu einer Neuflage des Endspiels der Freiluftmeisterschaften 2013 kommt es heuer auch in der Halle: Daniela Kix (Bild) ließ Lisa Hofbauer keine Chance und trifft auf Yvonne Neuwirth, die Jasmin Buchta mit 6:1, 6:2 besiegte. Im Herrenbewerb kämpfte Mario Haider-Maurer den topgesetzten Niederösterreicher Dennis Novak in drei Sätzen nieder und trifft morgen ab 10:30 Uhr auf Christian Trubrig.


Duelle der Generationen am vorletzten Tag der österreichischen Hallenmeisterschaften (8.3. - 15.3.2014) in Bad Waltersdorf: Im Damenbewerb traf die 29-jährige Routine von Daniela Kix (WTA) auf die 17-jährige Unbekümmertheit von Lisa Hofbauer (STTV), in der oberen Rasterhälfte bekam es die 21-jährige Top-Favoritin Yvonne Neuwirth (NÖTV) mit der 17-jährigen Steirerin Jasmin Buchta zu tun. Im Herrenbewerb kämpfte mit dem 29-jährigen Mario Haider-Maurer (NÖTV) ein nationales "Urgestein" gegen seinen um neun Jahre jüngeren Landsmann Dennis Novak bzw. Dominik Wirlend (23 Jahre / OÖTV) gegen Christian Trubrig (21 Jahre / WTV) um den Einzug ins Finale. Das Fazit nach Tag 4 der letzten nationalen Hallenmeisterschaften im Frühling 2014: Die "Oldies" sind noch lange nicht abzuschreiben, die Youngsters nicht zu unterschätzen.

Duell mit der Mannschaftskollegin
Das "Drehbuch" des vorletzten Tages der Meisterschaften: Bis zum Stand von 3:0 rasten im ersten Satz sowohl Yvonne Neuwirth als auch Vorjahresfinalistin Daniela Kix quasi "Hand in Hand" durch ihre Partien - mit eigenem Aufschlag zum 1:0, mit dem Break zum 2:0, mit eigenem Aufschlag zum 3:0. Danach war es im Duell Kix gegen Hofbauer vor allem die Routine der ehemaligen WTA-190. (15.5.2006), die den Ausschlag geben sollte. "Ich hab einfach nur gut gespielt", freute sich Kix danach über ihren erneuten Einzug ins Finale. "Wenn ich den Ball gut treffe und mich gut bewege, kommt der Rest dann fast schon von alleine." Kix hatte ihre internationale Karriere im Jahr 2006 beendet und ist hauptberuflich im Office-Management einer selbstständigen Ordinationsgemeinschaft in Wien tätig. Tennis spielt sie nur mehr auf nationaler Ebene und ist beim Bundesligisten 1. Klosterneuburger TV hinter Yvonne Neuwirth (die sich heute klar mit 6:1, 6:2 über Jasmin Buchta hinwegsetzte) und Pia König an Nummer 3 gesetzt. Im Finale kommt es für Kix damit nicht nur zum Duell mit ihrer Mannschaftskollegin, sondern auch zur Wiederauflage des Endspiels der Freiluft-Meisterschaften 2013: In Oberwaltersdorf hatte sich damals Kix mit ihrem 6:4, 6:2-Sieg den ersten Staatsmeister-Titel ihrer Karriere geholt.

MHM

Kampf auf Augenhöhe zwischen Haider-Maurer und Novak
Im Herren-Bewerb startete Mario Haider-Maurer gegen Dennis Novak sein Projekt "Einzug ins Finale" und damit auch den ersten Schritt zur Titelverteidigung, musste aber lange ausharren, ehe er als 1:6, 6:4, 6:4-Sieger vom Platz gehen konnte. "Das war heute eine extrem enge Geschichte", schnaufte MHM unmittelbar danach. Vorerst hatte der an Nummer 4 gesetzte Routinier nämlich die aktuelle Hochform des 20-jährigen Niederösterreichers akzeptieren müssen: Das erste Break zum 3:1, das zweite zum 5:1 verursachten, "dass das Match kurz einmal so richtig von mir weggelaufen ist" (Haider-Maurer) und brachten im ersten Satz nach knapp dreißig Minuten die Vorentscheidung für Novak. Im zweiten Satz startete dann ein Duell auf Augenhöhe, "in dem ich immer besser in Fahrt gekommen bin" (Haider-Maurer) und nur Kleinigkeiten den Ausschlag gaben. Dem Break von Haider-Maurer zum 5:3 folgte das Rebreak von Novak zum 5:4, worauf Haider-Maurer mit dem nächsten Break zum 6:4 konterte. Ein ähnliches Bild dann auch in Satz 3: Kaum ein Game, das nicht bis zuletzt „ausgeschöpft“ wurde. Die Entscheidung sollte erst im letzten Game fallen, als Novak, der zuletzt zwei Turniersiege in Sharm El Sheik gewonnen hatte, bei eigenem Aufschlag etwas schwächelte, "ich dafür umso besser gespielt und die Partie doch noch niedergebogen habe", so Haider-Maurer, der stolz auf die eigene Konstanz im Verlauf der letzten Tage ist, "da ich heuer mit Lucas Miedler (Achtelfinale), Dominic Weidiger (Viertelfinale) und Dennis Novak (Semifinale) eine ziemlich schwierige Auslosung gehabt habe."

Gelingt Trubrig die „Titelverteidigung“ aus 2012?
In das morgige Endspiel (ab 10:30 Uhr) geht Haider-Maurer gegen Christian Trubrig "nicht allzu nervös hinein, da ich mir im letzten Jahr schon meinen heißersehnten Staatstitel geholt gehabt hab." Der an Nummer 3 gesetzte Wiener Trubrig besiegte Dominik Wirlend mit 6:1, 6:4 und gab damit auch im vierten Match in Bad Waltersdorf keinen einzigen Satz ab. Im Duell mit Wirlend sah es lange Zeit nach danach aus, als könnte Trubrig problemlos ins Endspiel einziehen: Zwei Breaks (zum 2:0 und 4:0) genügten, um den ersten Satz zu gewinnen. „Da hat er nicht so gut gespielt wie es von ihm eigentlich gewohnt bin“, so Trubrig nach der Partie. Im zweiten Satz lag Trubrig rasch mit 0:3 hinten, „weil er besser gespielt hat und ich etwas müde geworden bin“ (Trubrig), konnte das Match mit den Breaks zum 2:3 und 5:4 aber doch noch für sich entscheiden und seiner Erfolgsbilanz damit einen weiteren Plus-Punkt hinzufügen: Im Vorjahr war er im Finale des Future-Turniers in Seefeld nur knapp am bisher größten Erfolg seiner Karriere gescheitert: Der Italiener Walter Trusendi hatte damals den Schützling von Christian Hanslik mit 5:7, 6:4, 1:6 niedergekämpft. Auf nationaler Ebene war das bisherige Karriere-Highlight der Gewinn der österreichischen Hallenmeisterschaften im Jahr 2012 gewesen.

Österreichische Hallenmeisterschaften (8.3. - 15.3.2014)
TC Bad Waltersdorf


Semifinale - Damen:
Yvonne Neuwirth - Jasmin Buchta: 6:1, 6:2
Daniela Kix - Lisa Hofbauer: 6:0, 6:2

Semifinale - Herren:
Mario Haider-Maurer - Dennis Novak: 1:6, 6:4, 6:4
Christian Trubrig - Dominik Wirlend: 6:1, 6:4

Die Finale werden am Samstag (15.3.2014) um 10:30 Uhr ausgetragen.

Link:
Österreichische Hallenmeisterschaften (AK) | Website
Sämtliche Partien live auf www.tennistouch.net 

Top Themen der Redaktion

Davis Cup

2. und 3. Februar 2018

Davis Cup gegen Weißrussland in St. Pölten

Erstmals spielt die Tennis-Nationalmannschaft in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. Es sieht gut aus, dass Dominic Thiem mit von der Partie ist.

Wochenvorschau

20. - 26. November 2017

Kalenderwoche 47: Wer? Wann? Wo?

Anna Gröss hat sich beim Junioren-Turnier in Marburg erfolgreich durch die Qualifikation gespielt.

ATP

Der Urlaub kann beginnen

Dominic Thiem ist bei den ATP-Finals gegen Goffin chancenlos und verpasst den Einzug ins Semifinale. Somit ist für den 24-Jährigen ein erfolgreiches Tennis-Jahr zu Ende.