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ATP

KITZBÜHEL: ERSTER TURNIERSIEG FÜR GUILLERMO GARCIA-LOPEZ

Im Singles-Finale standensich Guillermo Garcia-Lopez (Bild) und Julien Benneteau gegenüber. Nach dem längsten Match des Turniersstand nach 3:10 Stunden der Spanier als 3:6, 7:6(1) und 6:3-Sieger fest.

Kein Favorit im Finale
(24.5.2009)
Im Singles-Finale standen einander die Nummer 45, Julien Benneteau und die Nummer 74, Guillermo Garcia-Lopez, gegenüber. Trotz dieses Ranking-Unterschiedes konnte man von keinem Favoriten sprechen, auch wenn Benneteau die bisher einzige Begegnung der beiden gewonnen hatte. Schließlich hatte diese bereits vor über drei Jahren bei den Australian Open 2006 stattgefunden. Doch Garcia-Lopez überraschte Benneteau, der als Lucky Loser in den Hauptbewerb aufgestiegen war, gleich zu Beginn des ersten Satzes und nahm ihm den Aufschlag ab. Doch Benneteau erholte sich ebenso schnell und schaffte unmittelbar das Rebreak. Und auch während des weiteren Verlaufs zeigten sich die beiden bei ihren Aufschlagspielen nicht sehr sicher, denn es folgten noch drei weitere Breaks – wobei dem Franzosen das entscheidende zum 6:3 Satzgewinn gelang.

"Ich komme wieder!"
Auch in Satz zwei gab es sehr früh Break und Rebreak, bevor es mit den Aufschlag ging. Lange und kampfbetonte Rallies, bei denen beide bis ans Limit gingen, kennzeichneten den zweiten Durchgang. Bei 5:6 musste der Franzose noch zwei Satzbälle abwehren, bevor es ins Tie Break ging. Dort zog der Spanier gleich auf  4:0 davon, bevor Benneteau seinen ersten Punkt machte. Und Garcia-Lopez schloss dann Satz zwei mit einem Ass zum 7:6(1) ab. Auch im dritten Satz zeigten die beiden Finalisten, dass sie nicht bereit waren, auch nur einen Deut nachzugeben – egal, wie lange sich die Ballwechsel hinzogen. Benneteau und Garcia-Lopez kämpften verbissen um jeden Punkt und ließen keine Breakchancen zu. Bis zum berüchtigten siebenten Spiel, als der Spanier insgesamt fünf Breakmöglichkeiten vorfand und die letzte zur 4:3 Führung nützte. Und obwohl Benneteau nicht aufgab und das nächste Aufschlagspiel Garcia-Lopez‘ mehrmals über Einstand ging, konnte der Mann aus Barcelona auf 5:3 stellen. Kurz darauf verwertete er nach 3 Stunden, 10 Minuten und 16 Sekunden seinen ersten Matchball zum Endstand von 3:6,7:6(1) und 6:3 – damit war das Endspiel gleichzeitig das längste Match des Turniers. Somit hieß der Champion der Interwetten Austrian Open Kitzbühel 2009 Guillermo Garcia-Lopez – was gleichzeitig den ersten Titel des Spaniers auf der ATP-Tour bedeutete. Guillermo Garcia-Lopez nach dem Finale: „Ich kann es noch immer nicht glauben, dass ich hier gewonnen habe. Mein erster Titel macht mich sehr glücklich. Ich möchte aber auch meinem Gegner gratulieren. Er hat tolles Tennis gezeigt. Ich hatte aber das nötige Glück und auch Feeling, um als Sieger vom Platz zu gehen. Natürlich hoffe ich, im nächsten Jahr meinen Titel hier verteidigen zu können.“

Spannend, rasant, verloren
(21.5.2009)
Kurz nach High Noon begann auf dem Centre Court von Kitzbühel der Viertelfinal-Showdown zwischen Jürgen Melzer und dem als 7 gesetzten Russen Mikhail Youzhny. Das Head-to-Head der beiden war mit 2:2 ausgeglichen, allerdings waren die letzten beiden Begegnungen (darunter 2006 ebenfalls in Kitzbühel) an den Russen gegangen. Der erste Satz begann gleich denkbar gut für den Österreicher, konnte er Youzhny doch gleich dessen erstes Aufschlag-Game zum 2:0 abnehmen. Doch der Russe konterte mit einem Rebreak zum 2:1. In der Folge setzte Youzhny seinen Gegner  mit langen Grundlinienschlägen immer mehr unter Druck, was zu einem neuerlichen Break zum 4:3 führte. Danach servierte Youzhny den Satz zum 6:4 aus. Der zweite Satz lieferte spannendes und rasantes Sandplatztennis. Lange Zeit gaben sich weder Melzer noch Youzhny eine Blöße und hielten ihre Service-Games. Letztendlich war es aber der Österreicher, der bei den entscheidenden Punkten oft knapp verschlug. Beim Stand von 4:4 gelang dem Russen schließlich das spielentscheidende Break. Endstand somit: 6:4 und 6:4 für Mikhail Youzhny. Ein enttäuschter Jürgen Melzer nach dem Match: „Es war das erwartet schwere Spiel. Leider konnte ich mein frühes Break nicht bestätigen. Natürlich habe ich versucht, in der Partie zu bleiben, aber meine Schwäche war heute mein Service. Von meinem Spiel her kann ich mir sonst nichts vorwerfen. Youzhny ist ein verdienter Sieger. Gefährlich war vor allem seine Rückhand."

Nerven aus Stahl, die rissen
Österreichs Nummer 2, Daniel Köllerer, der mit einer Wildcard in den Hauptbewerb gekommen war, betrat danach den Centre Court. Sein Gegner, Julien Benneteau aus Frankreich, hatte gestern Abend die längste Partie des Turniers bestritten. 3 Stunden und 7 Minuten war der Mann aus Bourg en Bresse auf dem Platz gestanden, bevor er den Chilenen Nicolas Massu in drei Sätzen niedergerungen hatte. Doch von Müdigkeit war im ersten Satz bei der Nummer 45 im Ranking  nicht das geringste zu bemerken. Köllerer hielt bis zum 2:3 mit, doch dann gelang Benneteau ein Break. In der Folge ließ der Franzose dem Welser kaum mehr eine Chance und spielte den ersten Satz mit 6:2 nach Hause. Satz zwei bot dann eine anderes, weitaus ausgeglicheneres Bild. Beide Tenniscracks hielten ihren Aufschlag. Doch ausgerechnet bei 4:5 aus seiner Sicht ließ Köllerer zwei Break- bzw. Matchbälle für Bennetau zu. Aber der Österreicher bewieß Nerven aus Stahl, wehrte den Matchverlust ab und glich zum 5:5 aus. Somit musste die Entscheidung im Tiebreak fallen. Und hier behielt Köllerer erneut seine Nerven unter Kontrolle und verwertete den dritten Satzball zum 7:6(5).

Taktische Geplänkel
Doch die österreichische Nummer 81 der Welt konnte den Auftrieb des Satzgewinns nicht nützen. Im Gegenteil, Benneteau nahm Köllerer gleich dessen ersten zwei Service-Games ab und ging 3:0 in Führung. Bei diesem Stand nahm der Österreicher ein Medical Timeout um sich am Gesäßmuskel behandeln zu lassen. Nach dem Spiel gestand Köllerer, dass es sich um ein taktisches Manöver gehandelt hatte, da er hoffte, dass wegen eines kurz aufkommenden Regenschauers die Partie unterbrochen werden würde. Doch auch danach bot sich das gleiche Bild: Köllerer konnte auch sein drittes Aufschlagspiel nicht durchbringen. Nachdem auch Benneteau ein Timeout genommen hatte, schlug er schließlich zum Match auf und verwertete den ersten Matchball zum Endergebnis von 6:2,6:7(5) und 6:0. Ein schwer enttäuschter Daniel Köllerer nach dem Match: "Besonders beeindruckend für mich war, dass die Leute mich so unterstützt haben. Leider hat  diese Unterstützung bei mir auch sehr viel Druck erzeugt, besonders nach dem Gewinn des zweiten Satzes. Diesem Druck konnte ich nicht standhalten. Der dritte Satz ist für mich sehr unglücklich verlaufen. Bei sehr wichtigen Punkten hat der Gegner unheimlich an die Linien gespielt – dadurch ist mein Faden gerissen. Insgesamt gesehen war es aber trotzdem ein megageiles Turnier für mich. Ich hoffe, dass die Leute mich nach meinen Leistungen hier akzeptiert haben. Vor Paris muss ich mit meinem Mentalcoach aber natürlich noch diesen dritten Satz durchgehen."

Köllerer braucht eine Stunde
(20.5.2009)
Mit einem neuen Trainer (Hannes Pühringer) war er in diese Saison gegangen, die erste Sensation gelang mit dem Sieg über den topgesetzten David Nalbandian in Acapulco, die nächste mit dem Turniersieg beim 30.000-Euro-Turnier in Rom. Der Lohn dafür: "Erstmals in meiner Karriere werde ich bei den French Open in Paris aufschlagen. Nach der Absage des Argentiniers David Nalbandian bin ich als Erster in den Hauptbewerb nachgerückt." Die Erwartungen?  "Körperlich stehe ich bei 90 Prozent, technisch bei 70, mental bei 50.“ Zum zweiten Grand Slam-Turnier in diesem Jahr wird Köllerer jedenfalls mit viel Selbstvertrauen anreisen können: In seinem Achtelfinal-Match der Interwetten Austrian Open in Kitzbühel fertigte er den Argentinier Diego Junqueira in nur 62 Minuten 6:1, 6:2 ab und trifft im Viertelfinale im zweiten Match nach 12:15 Uhr (live in ORF 1 bzw. ORF Sport Plus) auf Julien Benneteau (FRA). Köllerer nach seinem Sieg über Junqueira: „Das war heute ein unbeschreibliches  Gefühl für mich. Das Publikum hat mich toll unterstützt. Das Tennis, das ich heute gespielt habe, war sicher besser, als mein derzeitiges Ranking. Es hat alles gepasst. Das einzige Problem betraf mein Handgelenk, das ich mir im ersten Satz etwas lädiert habe. Daher ist es momentan etwas geschwollen, aber ich hoffe, dass ich die Sache bis morgen in den Griff bekomme. Auch meine Probleme mit der Bandscheibe waren heute nicht so arg. Ich habe eben einen stark verkürzten Gesäßmuskel, der immer wieder therapiert werden muss."

Kitz-Sieger ohne Chance
(20.5.2009)
Jürgen Melzer hat sich am Mittwoch souverän für das Viertelfinale in Kitzbühel, sein erstes im Laufe dieser Saison, qualifiziert. Der Niederösterreicher, der am Freitag 28 Jahre alt wird, rang den argentinischen Kitz-Sieger von 2006, Agustin Calleri (ARG), nach 87 Minuten mit 6:4, 7:5 nieder. Melzer ist damit bei den Interwetten Austrian Open bisher ohne Satzverlust und trifft nun am Donnerstag entweder im Österreicher-Duell auf Stefan Koubek oder den als Nummer 7 gesetzten Russen Michail Juschnij. "Es war das erwartet schwierige Match, er gibt einem relativ wenig Rhythmus. Er hat hier auch schon einmal gewonnen und weiß, wie man hier spielen muss", meinte Melzer nach dem Sieg über die Nummer 89 der Welt.

Tennis macht wieder Spass
Allerdings kam weder unter den Beobachtern, noch bei Melzer selbst je das Gefühl auf, dass er den Platz als Verlierer verlassen könnte. Auch die Rückschläge im zweiten Satz, als er eine Reihe von Breakbällen nicht hatte nützen können, hat er gut weggesteckt. "Im ersten Satz war eine heikle Situation bei 2:3, 0:40, aber von dem weg war es in Ordnung", sagte Österreichs Topspieler."Verbessern kann ich derzeit sicher noch meinen Aufschlag. Der muss noch stabiler werden." Seine am Vortag aufgetretene Verletzung im Bauchbereich habe sich am Vorabend nach dem Doppel sogar noch verschlechtert. "Ich habe nicht auf dem Bauch schlafen können, und das war schwierig, weil ich ein Bauchschläfer bin." Eine entzündungshemmende Salbe habe ihm über Nacht aber sehr geholfen. Das Wichtigste ist freilich im Hinblick auf die am Sonntag beginnenden French Open in Paris, dass die Form "voll passt, und es macht mir auch Spaß."

Chancenlos gegen den Russen
Zunächst hoffte er aber noch darauf, dass es am Christi-Himmelfahrts-Feiertag zu einem Österreicher-Duell mit Koubek kommen könnte. "Das wäre auch für das österreichische Tennis toll." Da Koubek in seinem Achtelfinal-Match gegen Mikhail Youzhny allerdings chanchenlos war und nach 88 Minuten 2:6, 4:6 verlor, bekommt es Melzer mit dem Russen zu tun. Der Russe beschäftigte den Kärntner mit präzisen Grundschlägen, und Koubek fand nie wirklich in den ersten Satz hinein. Logisches Endergebnis: zwei Breaks für Youzhny und ein klarer Satzgewinn mit 6:2. Auch im zweiten Satz zog die Nummer 46 der Weltrangliste gleich mit einem Break auf 2:0 davon. Diesmal konnte Koubek allerdings dagegenhalten und glich auf 2:2 aus. Alles schien auf einen Tiebreak hinauszulaufen, bis Youzhny ein Break zum 5:4 gelang. Im nächsten Game fand Koubek dann seinerseits drei Breakchancen vor, vergab aber alle, woraufhin Mikhail Youzhny den Sack mit seinem ersten Matchball zumachte und mit 6:2, 6:4 ins Viertelfinale einzog.

"Eine schlechte Leistung"
Ein enttäuschter Stefan Koubek nach dem Match: „Ich habe eine ziemlich schlechte Leistung geboten. Mein Service hat nicht funktioniert. Ich musste immer auf den zweiten Aufschlag setzen und habe dann quasi ohne Rückhand gehen müssen. Ich habe während des Spiels zuviel nachgedacht und blöde Fehler gemacht. Der Gegner war einfach zu gut. Das muss ich akzeptieren. Ausserdem habe ich zwei Jahre nicht auf Sand gespielt und habe mich sehr schwer getan, obwohl ich im Training sehr gut gespielt habe. Jetzt bleibt mir nur noch, auf eine gute Auslosung in Paris zu hoffen und dort einen schlagbaren Gegner zu bekommen. Mein Ziel ist es weiterhin, noch einmal unter die Top 100 zu kommen.“

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Der Russe kommt!
(19.5.2009)
Ob es das Training auf Sardinien mit Roger Federer ist, das den auf Platz 213 in der Weltrangliste abgerutschten Stefan Koubek zu neuen Höhen verhelfen wird? Ein erster Schritt in Richtung seines langfristigen Zieles ("Je näher ich an die Top 100 herankomme, umso besser ist es für mich") ist dem 31-jährigen Kärntner in der ersten Runde der Interwetten Austrian Open gelungen: Koubek besiegte den Deutschen Philipp Petzschner mit 7:6(8), 6:4 ("Ich habe gut gefightet und bin immer drangeblieben") und trifft in der zweiten Runde auf den an Nummer 7 gesetzten Russen Mikhail Youzhny, den er zuletzt in der 1. Runde der Australian Open mit 6:3, 6:2, 6:2 sicher im Griff hatte. Sollten sich Koubek und auch Melzer in ihren kommenden Partien durchsetzen, winkt im Viertelfinale ein Österreicher-Duell der beiden. Koubeks Petschner-Duell im Detail: Nach dem ersten Abtasten gelang dann Petzschner im ersten Satz das Break zum 3:2, doch Koubek ließ sich nicht beirren, blieb dran und glich mit dem Rebreak zum 5:5 aus. Letztlich musste der Tiebreak entscheiden und hier bewieß der Kärntner die besseren Nerven und servierte Satz eins zum 7:6(8) aus. Auch im zweiten Satz schenkten die beiden Freunde einander nichts, und so sah es lange Zeit aus, als würde auch dieser Durchgang ins Tie Break gehen. Doch dann konnte Koubek dem Bayern den Aufschlag zum 5:4 abnehmen. Dies bedeutete die Vorentscheidung, denn der Klagenfurter servierte zum 7:6(8) und 6:4 Endstand aus.

Auf der Erfolgswelle
(19.5.2009)
Privat schwimmt er mit Schwimmstar Mirna Jukic neuerdings auf einer Wellenlänge, und auch sportlich hat Jürgen Melzer jeden Grund zum Lachen: In der Weltrangliste rangiert er mit Platz 26 so weit vorne wie noch nie in seiner Karriere, und auch beim Austrian Open in Kitzbühel ist der Weg weiter nach vorne im Raster noch nicht unterbrochen. In der ersten Runde von Österreichs einzigem ATP-Freiluftturnier demontierte Österreichs Nummer 1 den Portugiesen Frederico Gil in nur 54 Minuten mit 6:3, 6:0. "Einen Satz mit 6:0 auf der ATP-Tour zu gewinnen, ist schon etwas Besonderes", lautete danach Melzers zufriedenes Fazit. "Wenn es einem dann noch vor heimischen Publikum gelingt, ist das noch schöner. Mit meiner heutigen Leistung bin ich sehr zufrieden, wenngleich ich erst beim Stand von 1:3 ins Spiel gekommen bin. Da habe ich plötzlich meinen Rhythmus gefunden, habe besser serviert und gutes Tennis gezeigt." In der zweiten Runde trifft der an Nummer 2 gesetzte Melzer auf den Argentinier Agustin Calleri, gegen den er ein ausgeglichenes Head-to-Head hat: 2002 siegte Melzer in Umag, 2008 Calleri in Stuttgart. Melzer: "Das wird ein sehr schwieriges Match. Er schlägt gut auf und kann auch gut retournieren. Zudem hat er hier schon mal gewonnen (2006; Anm.)."

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Köllerer souverän und nachdenklich
(19.5.2009)
Daniel Köllerer hat bei der 63. Auflage der Austrian Open in Kitzbühel den Einzug in die zweite Runde geschafft. Der Oberösterreicher besiegte den Brasilianer Thomaz Bellucci nach 1:49 Stunden in zwei Sätzen mit 6:4, 6:4. Köllerer hatte sofort die Initiative übernommen und war mit einem Break 2:0 in Führung gegangen. Doch Bellucci antwortete postwendend mit einem Rebreak. In der Folge blieb Köllerer der aktivere Spieler, vergab jedoch insgesamt sechs weitere Breakbälle, bevor er den siebenten schließlich zur 6:4 Satzführung verwertete. Der zweite Satz war dann von Break und Rebreak gekennzeichnet: Köllerer Break zum 2:1, Bellucci Rebreak zum 2:2, Köllerer Break zum 5:3, Bellucci Rebreak zum 5:4. Doch dann erarbeitete sich der 25-jährige Österreicher bei Aufschlag des 21-jährigen Brasilianers gleich drei Matchbälle – und verwertete den zweiten zum Endstand von 6:4 und 6:4.

Probleme mit dem Rücken
Ein emotionsgeladener Daniel Köllerer meinte nach dem Match: „Es war eine sehr schwere Zeit für mich wegen des Todes meiner Mama am 23. April. Danach hatte ich Probleme mit der Bandscheibe und musste einige Tage auf Krücken gehen. Ich bekam viele Spritzen und Infusionen. Es war nicht sehr leicht, das alles bis Kitzbühel zu verkraften. Beim heutigen Sieg habe ich natürlich sehr an meine Mutter gedacht. Rein spielerisch war ich sehr weit weg  von meiner Topform. Ich war zu passiv, wobei es sehr schwierig war zu spielen, wegen des sich ständig drehenden Windes. Wenn es zehn Grad wärmer gewesen wäre, wäre es mir viel lieber gewesen. Aber gewonnen ist gewonnen und ich hoffe in der zweiten Runde meine Form steigern zu können. Hoffentlich gelingt es auch Jürgen und Stefan, ihre Matches zu gewinnen und auch in die zweite Runde zu kommen.“ Melzer steigt am Dienstag ab 12:00 Uhr gegen Frederico Gil (POR) ins Turnier ein, unmittelbar danach wir Koubek mit Philipp Petzschner (GER) den Centrecourt betreten. Nicht zu sehen werden die Fans allerdings die Nummer 1 des Turniers bekommen: Nikolay Davydenko, der bereits drei Trainingseinheiten in Kitzbühel absolviert hatte, musste wegen einer Muskelzerrung im linken Bein leider seine Teilnahme am Turnier absagen. An seiner Stelle wird nun Lucky Loser Paul Capdeville aus Chile im Erstrundenmatch gegen den Argentinier Diego Junqueira ab 12:00 Uhr auf dem Platz stehen.

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Rotweißrote Wildcards
(15.5.2009)
Einen Tag vor dem Start der mit 450.000 Euro dotierten Interwetten Austrian Open Kitzbühel 2009 hat Turnierdirektor Ronnie Leitgeb die letzten beiden Wildcards vergeben. Sie gehen an Stefan Koubek (derzeit Nr. 208 im Ranking) und den derzeit zweitbesten Österreicher in der Weltrangliste (Nr. 85), Daniel Köllerer. Stefan Koubek, ehemalige Nummer 20 der Welt, ist nach seiner letztjährigen Operation wegen Rückenproblemen, in dieser Saison wieder auf dem Weg nach oben. Unter anderem dank seiner Viertelfinaleinzüge in Noumea im Jänner und in Delray Beach im Februar 2009. Zuletzt erreichte der 32-jährige Kärntner das Achtelfinale beim Turnier in Johannesburg.

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Lokalmatadore auf dem Weg nach oben
Daniel Köllerer, lange Zeit als „Enfant Terrible“ verschrien, hat sich in der letzten Zeit zu einem konstanten und kompletteren Spieler entwickelt. Somit kommt es nicht überraschend, dass der Oberösterreicher sich innerhalb eines Jahres um 72 Plätze in der Weltrangliste verbessern konnte. Nachdem er am 20. April 2009 zum ersten Mal die 100er Schallmauer durchbrochen hatte, rangiert er momentan auf Platz 85 – was ihn zum zweitbesten Österreicher im ATP-Ranking hinter Jürgen Melzer macht. Somit könnte es beim Interwetten Austrian Open Kitzbühel 2009 zu einem Duell der beiden besten heimischen Tennisspieler kommen. Turnierdirektor Ronnie Leitgeb zu seiner Entscheidung: „Eigentlich ist es selbstverständlich, dass beim einzigen österreichischen Outdoor-Turnier so viele Österreicher wie möglich am Start sein sollten, um den heimischen Fans Lokalmatadore bieten zu können. Doch sowohl Stefan als auch Daniel, haben sich diese Wildcards alleine durch ihre Leistungen in dieser Saison sportlich verdient.“ Ein weiteres Highlight für Köllerer: "Erstmals in meiner Karriere werde ich bei den French Open in Paris aufschlagen. Nach der Absage des Argentiniers David Nalbandian bin ich als Erster in den Hauptbewerb nachgerückt – ich kann es noch gar nicht fassen, die Freude ist riesengroß."

Tommy Haas in der Warteschleife
Die dritte Kitzbühel-Wildcard wird an einen der Aufsteiger 2009 vergeben: der 23-jährige Deutsche Andreas Beck liegt derzeit auf Rang 66 der Weltrangliste – dabei war er zu Beginn des Jahres noch nicht unter den Top Hundert zu finden gewesen. Dazu trug unter anderem sein Sieg beim Turnier im thailändischen Khorat bei, aber natürlich auch der Viertelfinaleinzug in Monte Carlo, wo er erst dem Schweizer Stanislas Wawrinka unterlag. Sollte Beck in den Main Draw aufrücken, wird seine somit freigewordene Wildcard an seinen Landsmann Tommy Haas weitergegeben. Die ehemalige Nummer zwei der Welt (2002) wurde in seiner Karriere immer wieder durch Schulterprobleme zurückgeworfen, die schließlich zu einer Operation im Jahr 2007 führten. Zur Zeit ist der Hamburger auf Platz 75 im Ranking zu finden.

Drei Österreicher im Hauptbewerb
(8.5.2009)
Nicht nur der Einzelbewerb, der vom 16. bis 23. Mai stattfindenden  Interwetten Austrian Open Kitzbühel 2009 verspricht auf Grund seiner ausgezeichneten Besetzung (Cut Off 71) sehr spannend zu werden. Auch der Doppelbewerb wird die Tennisfans begeistern, denn insgesamt drei Österreicher stehen direkt im Hauptbewerb. Jürgen Melzer und Julian Knowle sind in Kitzbühel als Nummer 3 gesetzt und hoffen natürlich beim einzigen ATP-Sandplatzturnier in ihrer Heimat zumindest wieder, wie im Vorjahr in Pörtschach, ins Finale zu kommen. Dort unterlagen sie Marcelo Melo/ Andre Sa mit 5:7, 7:6 und 11:13.

Highclass-Tennis im Doppel
Sowohl Knowle als auch Melzer haben in ihrer Laufbahn im Doppel schon viele Erfolge feiern können. So holte sich Julian Knowle nicht weniger als elf ATP-Titel und stand bereits 13 Mal in einem Finale. Herausragend dabei natürlich sein Sieg bei den US-Open. Heuer war er mit dem Israeli Andy Ram schon im Finale von Marseille, im Semifinale von Rotterdam und mit Jürgen Melzer im Semifinale von Miami. Aber auch Jürgen Melzer hat eine sehr gute Doppel-Bilanz aufzuweisen. Der Niederösterreicher hält bei vier ATP-Titeln und stand elf Mal in einem Finale. Seine heurige Bilanz: zwei Semifinale, in Rotterdam mit dem Tschechen Tomas Berdych und in Miami mit Julian Knowle. Der dritte Österreicher im Hauptbewerb des Doppels ist Oliver Marach. Er spielt mit dem Polen Lukasz Kubot, mit dem er heuer schon in Casablanca gewonnen hat, im Finale von Acapulco stand und das Semifinale bei den Australien Open und in Costa Do Sauipe erreichte. Marach hat bisher drei Titel gewonnen und fünf Mal den Einzug in ein Finale geschafft, während Kubot einen Titel einspielte und drei Mal in einem Finale stand. Als Nummer 1 in Kitzbühel gesetzt sind Marcelo Melo und Andre Sa (BRA), Nr. 2 sind Jeff Coetzee und Wesley Moodie (RSA).

Soviele Österreicher wie möglich
(30.4.2009)
Fast jeden Tag erreichen Turnierdirektor Ronnie Leitgeb neue Anfragen bezüglich der restlichen beiden „Wildcards“ für die vom 16. bis 23. Mai stattfindenden „Interwetten Austrian Open Kitzbühel 2009.“ Die erste „Wildcard“ wurde ja bereits an den jungen Deutschen Andreas Beck vergeben. „Es ist schon sehr erfreulich, welches Interesse bei vielen arrivierten ATP-Stars besteht, um doch noch in letzter Minute im Hauptbewerb in Kitzbühel antreten zu können", strahlt Leitgeb. "Natürlich möchte ich beim einzigen ATP-Sandplatzturnier in Österreich soviele einheimische Spieler wie möglich haben. Dies noch dazu, wo sich Daniel Köllerer durch seinen Sieg in Rom im Ranking auf Platz 85 vorgeschoben hat und Stefan Koubek, nach seiner langen Verletzungspause, absolut wieder auf dem Weg nach oben ist"

Massu? Ancic? Haas? Calleri?
"Die internationalen Spieler, die in Betracht kommen könnten, haben durchwegs klingende Namen", so Leitgeb. "Augustin Calleri hat im Jahre 2006 in Kitzbühel gewonnen, Gaston Gaudio hat die French Open 2004 für sich entschieden. Auch Nicolas Massu ist ein Kitzbühelsieger aus dem Jahre 2004 und Service-Ass Mario Ancic ist immerhin die aktuelle Nr. 36. Auch Tommy Haas, der schon elf Titel geholt hat und bereits einmal die Nr. 2 der Welt war, wäre gerade, was unsere deutschen Nachbarn betrifft, ein interessanter Spieler für Kitz. Noch haben wir ein bisschen Zeit, aber die endgültige Entscheidung wird nicht sehr leicht werden." Positiv zu sehen, so der Turnierdirektor, ist die Entwicklung von Jürgen Melzer, der in Rom bereits im Achtelfinale steht. Auf dem Niederösterreicher ruhen in der „Gamsstadt“ die heimischen Hoffnungen. Leicht wird es ihm aber auf keinen Fall gemacht werden, da mit Nikolay Davydenko, Ivan Ljubicic, Mikhail Youzhny, Christoph Rochus, Albert Montanes und Victor Hanescu starke Konkurrenz vertreten sein wird. Ein Sieger steht aber schon vor dem "First Service" bereits fest: Die Einführung des Boarding Passes, der freie Einritt an allen Turniertagen, erfreut sich absoluter Beliebtheit. Bereits über die Hälfte aller Gratis Tickets sind bereits vergeben. Weitere Informationen findet man unter www.atpkitz.at

Melzer, Davydenko, Ljubicic
(10.4.2009)
Nachdem bereits der Russe Nikolay Davydenko, aktuell die Nummer 9, der Welt, und Österreichs Nummer 1, Jürgen Melzer, ihre Teilnahme an den Interwetten Austrian Open Kitzbühel 2009 zugesagt haben, wird mit Ivan Ljubicic ein weiterer prominenter Starter in der „Gamsstadt“ dabei sein. Der 30-jährige Kroate, der sich in seiner Laufbahn schon acht ATP-Titel sichern konnte – darunter zweimal in Wien (2005, 2006) – war im Ranking 2006 schon einmal die Nummer 3 der Welt. Im letzten Jahr erreichte er als Nummer 8 in Pörtschach noch das Semifinale, bei den French Open in Paris qualifizierte er sich für das Achtelfinale. Dann kämpfte er für den Rest der Saison weniger Gegnern auf dem Court als mit hartnäckigen Rückenproblemen. Von Mitte Juli bis Ende September konnte er überhaupt nicht spielen. Dementsprechend fiel er auch im Ranking aus den Top 50.
Für Turnierdirektor Ronnie Leitgeb ist Ljubicic aber noch immer ein spektakulärer und sehr ehrgeiziger Spieler, der wieder den Anschluss an die Spitze sucht. „Als ich Ivan wegen Kitzbühel angerufen habe, hat er sofort zugesagt. Er kommt wieder in Form, was er heuer schon in Indian Wells bewiesen hat. Dort besiegte er den Franzosen Gilles Simon (ATP-7.) und den Russen Igor Andreev (ATP-22.) und erreichte das Viertelfinale. Wenn es bei ihm richtig läuft, kann er jeden schlagen.“

Jürgen Melzer ist fix dabei
(7.4.2009)
Das Antreten von Nikolay Davydenko, der aktuellen Nr.5 im ATP-Ranking, beim Interwetten Austrian Open Kitzbühel 2009 vom 16. bis 23. Mai 2009 war bereits seit einiger Zeit fixiert. Nun liegt auch die Zusage von Österreichs Nummer 1, Jürgen Melzer, vor. Turnierdirektor Ronnie Leitgeb hat mit dem Niederösterreicher in den USA telefoniert: „Ich habe mich mit Jürgen darüber unterhalten und ihn auch überzeugen können, wie wichtig es ist, wenn der beste Österreicher beim einzigen Outdoor Turnier in seiner Heimat an den Start geht. Ich bin sehr froh, dass er unserer Einladung gefolgt ist. Wir werden von unserer Seite alles unternehmen, um Jürgen optimale Bedingungen bieten zu können. Schließlich wäre es schön, wenn der Niederösterreicher nach Thomas Muster (1993) der zweite Österreicher wäre, der dieses mit € 450.000 dotierte Turnier für sich entscheiden könnte.“

Brothers in arms
Im Vorjahr stand Melzer in Kitzbühel im Finale. In dieser Woche tritt er beim Sandplatzturnier in Houston an. „Wenn er auf dem Weg nach Kitzbühel bei einem Turnier eine herausragende Leistung bieten kann, wird es für ihn beim Interwetten Austrian Open Kitzbühel 2009 eine große Überraschung geben“, kündigte Leitgeb mystisch an. In Houston scheint der Deutsch-Wagramer jedenfalls auf einem guten Weg zu sein: In der ersten Runde besiegte der als Nummer drei gesetzte Österreicher den US-Amerikaner Robert Kendrick glatt mit 6:1, 7:5. Interessantes Detail am Rand: Sowohl Nikolay Davydenko als auch Jürgen Melzer stellten bei ihrer Turnierverpflichtung jeweils eine Bedingung. Die beiden forderten eine Qualifikations-Wildcard. Eine für den 17-jährigen Philip Davydenko, eine für den 18-jährigen Gerald Melzer: Diese Zusage für die beiden hoffnungsvollen „Rookies“ hat Leitgeb schon gegeben, die - so wie es heute aussieht - vor vollen Rängen ihr Talent beweisen werden können: Bereits nach 24 Stunden Online-Betrieb konnte man auf der Homepage www.atpkitz.at fast 1.000 Bestellungen von Freikarten registrieren.

Interwetten als neuer Hauptsponsor
(31.3.2009)
Neuer Standort, neues Konzept, neuer Hauptsponsor. Bei einer Pressekonferenz wurde gestern Interwetten - mit über 19 Jahren Buchmachererfahrung einer der weltweit größten Sportwettenanbieter -als neuer Namensgeber des Traditionsturniers präsentiert. Interwetten-CEO Mag. Thomas Daubek (im Bild rechts): "Als Titelsponsor des Interwetten Austrian Open Kitzbühel haben wir uns für die nächsten zwei Jahre entschlossen, den Fokus auf den Tennissport zu richten.  Mit unserem Sponsoring wollen wir insbesondere den  Nachwuchstalenten die Möglichkeit bieten, sich mit internationalen Spielern zu messen und an diesem Bewerb zu wachsen." Trotz aller Veränderungen und Neuerungen hat Turnierdirektor Ronnie Leitgeb (im Bild links) zwei Fixpunkte des bisherigen Pörtschach-Turniers in die Gamsstadt transferiert: 1.) Eine Woche vor den French Open in Paris soll das Interwetten Austrian Open Kitzbühel 2009 als echte Vorbereitung für das zweite Grand Slam-Turnier der Saison dienen. Deshalb wird 2.) auch in Kitzbühel mit den Original Roland Garros-Bällen gespielt.

Freier Eintritt für alle
Kosten wird den Fans der Besuch dieses Events nichts: Ronnie Leitgeb hat sich bekanntlicherweise entschlossen, während der gesamten Turnierwoche des Interwetten Austrian Open 2009, der Jugend und den zahlreichen Tennisfans aus Österreich und Deutschland die Möglichkeit zu geben, die Spiele bei freiem Eintritt zu besuchen. Damit die angereisten Tennisfans aber auch sicher sein können, einen Sitzplatz am Centre Court zu bekommen, wird es für die Turniertage – Donnerstag 21. Mai bis einschließlich dem Finaltag am Samstag, 23. Mai – eine sogenannte Boarding Pass-Aktion mit einem Gewinnspiel und attraktiven Preisen geben. Die Vorgangsweise der Kartenreservierung ist einfach. Ab Samstag, 4. April, 00:00 Uhr haben die Gäste und Tennisfans die Möglichkeit, sich auf der Homepage www.atpkitz.at einen Boarding Pass für einen Sitzplatz in speziell gekennzeichneten Sektoren am Center Court zu reservieren und auch auszudrucken.

Kitzbühel im Auge der ATP

(17.3.2009)
Die ATP hat am 16. März bei ihrer Sitzung in  Indian Wells den eingereichten Standortwechsel des ATP-Turniers, von Pörtschach nach Kitzbühel, offiziell bestätigt. Ebenfalls festgehalten wurde als Austragungstermin, die Woche vom 17. bis 23. Mai 2009. Die Dotierung der Austrian Open beträgt 450.000 Euro. Turnierdirektor Ronnie Leitgeb, der seine Lizenz in letzter Minute der „Gamsstadt“ zur Verfügung gestellt hatte, zu dieser Entscheidung: „Ich habe dafür im Vorfeld schon einige Bemühungen gesetzt, musste aber die endgültige Entscheidung des ATP-Board of Directors abwarten. Seitens der ATP hat man einige Unterlagen angefordert und sich mit dem "Comeback Kitzbühels" sehr genau auseinander gesetzt. In  jüngster Vergangenheit hat es ja einige Verstimmung zwischen der ATP und Kitzbühel gegeben, und nicht zuletzt deswegen hat die ATP die ‚alte‘ Kitzbühel-Lizenz zurückgekauft. Die ATP hat zusätzlich angekündigt, das Turnier im ersten Jahr besonders genau zu beobachten.“

Zurück zu den Wurzeln
Freude auch beim Kitzbühler Bürgermeister Dr. Klaus Winkler: „Ich bin sehr froh, dass dieses traditionelle Turnier somit offiziell in Kitzbühel weiterlebt. Mit mir freut sich auch die ganze Stadt. Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um aus den Austrian Open wieder eine sportliche Visitenkarte Kitzbühels zu machen.“ Die Vorbereitungen laufen davon unabhängig schon seit 14 Tagen auf Hochtouren. Eingebunden sind dabei das Land Tirol, der Tourismusverband Kitzbühel, die Stadt selbst und der Tiroler Tennisverband. Das ATP-Turnier, bei dem der Sieger 250 Weltranglistenpunkte für sich in Anspruch nehmen kann, hat mit dem Russen Nikolay Davydenko als Titelverteidiger bereits seinen ersten fix verpflichteten Superstar. Das Motto der diesjährigen  Austrian Open lautet „Zurück zu den Wurzeln“. Damit ist unter anderem gemeint, wieder die Jugend und die zahlreichen Tennisfans aus ganz Österreich auf den Centre Court nach Kitzbühel zu bringen. Um hier erfolgreich zu sein, wird man während der gesamten Turnierwoche, also an allen Turniertagen, freien Eintritt gewähren. Damit die angereisten Tennisfans aber auch sicher sein können, einen Sitzplatz am Centre Court zu bekommen, wird es ab dem Viertelfinale sogenannte „Boarding-Pässe“ geben. Diese Form der Eintrittskarte kann man sich im Internet selbst herunterladen und hat seinen Platz somit garantiert. Boarding Pässe wird es in ca. zwei  bis drei Wochen geben.

Comeback für Kitz
(9.3.2009)
Buchstäblich in letzter Minute haben es die Sportstadt Kitzbühel und das Land Tirol geschafft, die 63-jährige Tradition der Internationalen Tennismeisterschaften von Österreich fortzusetzen. Das einzige ATP-Sandplatzturnier in Österreich ist wieder die Generalprobe für Roland Garros. Ronnie Leitgeb stellt seine Lizenz und sein langjähriges „know how“ zur Verfügung. Das Aus für das ATP Turnier in Pörtschach kam, da die Anlage in Kärnten nicht mehr den modernen Anforderungen und de Auflagen der ATP entspricht. Mit dem Ableben von Dr. Jörg Haider war auch die Perspektive einer neuen Arena gestorben. Ronnie Leitgeb hatte sich daher entschlossen, seine Lizenz ins Ausland zu vergeben. Das Turnier in Kitzbühel hingegen verlor seine Lizenz, da Promotor Ion Tiriac diese an die ATP verkaufte.

Absoluter Neubeginn
Damit hätte es heuer in Österreich kein ATP-Outdoor-Turnier mehr gegeben. Erst eine Initiative von Kitzbühel Tourismus machte es möglich, dass das Land Tirol, die Stadt Kitzbühel, der österreichische und der Tiroler Tennisverband an einem Strang ziehen und so doch noch die Austrian Open „fünf nach zwölf“ zu ermöglichen. Nach ausführlichen Gesprächen erklärte sich Ronnie Leitgeb bereit seine Lizenz nicht ins Ausland zu verkaufen, sondern Kitzbühel zu erhalten und auch ein entsprechendes finanzielles Risiko mitzutragen Leitgeb zu dieser einmaligen Rettungsaktion: „Mir geht es hier ausschließlich um die Zukunft des heimischen Tennissports. Wenn ein traditionelles Tennisland keine Internationalen Meisterschaften mehr hat, bedeutet dies einen schweren Rückschlag, der in seiner Außenwirkung kaum mehr aufzuholen ist. Jugendliche und Erwachsene Fans können dann Weltklasse-Tennis nicht mehr in seiner Einmaligkeit live erleben, Sponsoren wandern ab und Tennis versinkt in der Bedeutungslosigkeit. Eines ist jedoch klar: wir müssen nach den Problemen in den vergangenen Jahren in Kitz jetzt einen absoluten Neubeginn starten und dieses Turnier wieder langsam aufbauen. Der Sport muss im Mittelpunkt stehen. Daher werden wir viele Maßnahmen setzten, um das Vertrauen und die Unterstützung der Tennisanhänger wieder zurückzugewinnen. An oberster Stelle steht dabei freier Eintritt für Alle!“

Top-Spieler für die Gams-Stadt
Kitzbühel ist natürlich sehr interessiert, dem Status als Sportstadt gerecht zu werden. Neben dem Hahnenkammrennen im Winter soll nun auch wieder ein attraktives ATP-Turnier im Sommer das Programm abrunden. Seitens der Stadt wird die komplette Logistik mit dem Tennisstadion zur Verfügung gestellt. Dank der langjährigen Erfahrung von Helmuth Dieter Küchenmeister, der das Organisationskomitee leiten wird, ist es möglich das Turnier in 14 Wochen vorzubereiten. Das Land Tirol, an der Spitze mit Landeshauptmann Günther Platter und LH Stv. Hannes Gschwentner, der auch für Sport zuständig ist, stehen hinter den Austrian Open in Kitzbühel unter diesen neuen Voraussetzungen vor allem deshalb, weil nun die Langfristigkeit abgesichert ist. Die Vereinbarungen gelten für fünf Jahre mit einer Option für weitere fünf Jahre. Was die reine Sportlichkeit des Turniers anbelangt, wird Ronnie Leitgeb die nächsten Wochen dafür verwenden, ein publikumswirksames Starterfeld in die Gams-Stadt zu bringen. Eines muss dabei aber erwähnt sein: man wird nur jene Spieler willkommen heißen, die erstens gerne nach Kitzbühel kommen und zweitens wirtschaftlich in diesem neuen Konzept leistbar sind.

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