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Bundesliga

Kirchdorf und Tirol im Finale!

Die erste "Halbzeit" des "Final Four" ist vorbei! TK IEV Tiroler Wasserkraft schlägt den 1. Klosterneuburger TV! TC Sparkasse Kirchdorf (im Bild: Philipp Oswald) zerstört die Titelträume von Sportunion Klagenfurt! Im morgigen Endspiel der "Simacek Tennis Liga Austria" könnten die Oberösterreicher damit den ersten Titel in der Vereinsgeschichte gewinnen oder Tirol den bereits sechsten.


Die ersten Entscheidungen der diesjährigen Simacek Tennis Liga Austria-Saison sind gefallen: Mit ihrem 5:1- bzw. 5:1-Sieg über Sportunion Klagenfurt bzw. 1. Klosterneuburger TV im Halbfinale des Final Four qualifizierten sich TC Sparkasse Kirchdorf und TK IEV Tiroler Wasserkraft für das morgige Endspiel (Samstag, 11:00 Uhr). Auf der Anlage des 1. Klosterneuburger TV legten die Kirchdorfer, die 2012 das erste Mal in Österreichs oberster Liga gespielt und die letzte Saison auf Platz 7 beendet hatten, einen Schnellstart hin: Durch Siege von Steven Moneke (6:4, 6:2 über Jeremy Jahn), Marco Mirnegg (6:2, 6:1 über Jiri Skoloudik) und Davis Cup-Sparringpartner Philipp Oswald (7:6, 6:2 über Patrick Ofner) war das Team von Mannschaftsführer Florian Reinhart rasch mit 3:0 in Führung gegangen. Der Chilene Hans Podlipnik-Castillo, der - ebenso wie Steven Moneke (GER), Philipp Oswald und Lovro Zovko (CRO) - vor dieser Saison neu zu den Oberösterreichern gestoßen war, brachte mit seinem 6:2, 6:1-Sieg über Ante Pavic den Kirchdorfern den "Matchball": Ein einziger Sieg fehlte damit nur mehr für die Qualifikation fürs Finale.

"Es wird eine spannende Partie werden"
Und den steuerte Markus Egger in einer wahren Krimi-Partie mit seinem 4:6, 6:4, 7:5-Sieg über den Slowenen Marko Tkalec bei. Reinhart: "Bis 4:6, 3:4 ist Markus immer mit einem Break hinten gelegen. Gott sei Dank ist ihm dann zum 4:4 das Break gelungen. Im dritten Satz ist es zwischen den beiden hin- und hergegangen, bei 6:5 hat er dann den dritten Matchball verwertet." Die Kirchdorfer hatten im Mai das Projekt "erste Bundesliga" mit dem Wunsch eröffnet, "dass wir vielleicht den Sprung ins Final Four schaffen könnten", so Reinhart damals. Dass sie dieses Ziel erreicht und mit dem Einzug ins Endspiel sogar übertroffen haben, ist für ihn "ein Wahnsinn!" In das Duell mit TK IEV Tiroler Wasserkraft gehen die Kirchdorfer dennoch mit Respekt: "Wir haben heuer schon in der Gruppenphase gegen die Tiroler gespielt und 6:3 gewonnen. In dieser Partie waren sie aber etwas ersatzgeschwächt: Ager hatte sich verletzt, Trinker und Zimmermann haben gar nicht gespielt. Deshalb kann man eigentlich zum morgigen Finale gar nichts sagen. Außer, dass es höchstwahrscheinlich eine spannende Partie werden wird."

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"Die Nerven behalten und "nach Hause" gespielt"
Wesentlich härter umkämpft waren die Einzel-Partien von Gastgeber Klosterneuburg, die ohne ihre Nummer 1 Andreas Haider-Maurer (spielt Challenger in Brasov; Anm.) auskommen mussten, und TK IEV Tiroler Wasserkraft. Bestes Beispiel dafür war das Duell von Mario Haider-Maurer (KTV) und Bastian Trinker (Tirol): Im ersten Satz war Trinker rasch mit 4:1 und 5:1 in Führung gegangen, im zweiten Satz konterte Haider-Maurer - 4:2 und 6:4. Den dritten Satz eröffnete Trinker mit einem Break, lag 2:0 in Führung und spielte danach die Partie cool zu Ende - 6:3, 4:6, 6:3. "Bastian hat, nachdem er den zweiten Satz verloren hatte, Gott sei Dank die Nerven behalten und den Sieg nach Hause gespielt", strahlte Mannschaftsführerin Claudia Linder danach. Auch im Duell zwischen Pascal Brunner (KTV) und Johannes Ager (Tirol) sah es zu Beginn nach einem Sieg des Klosterneuburgers aus: Brunner lag rasch mit 3:0 in Führung, die Tiroler Tennislegende konnte den Spieß aber noch umdrehen und ging letztendlich als 6:4, 6:4-Sieger vom Platz. "Johannes hatte zu Beginn nicht den richtigen Rhythmus gehabt, hat dann aber "angezogen" und mit einer sensationellen Leistung gewonnen" (Linder).

"Wir werden alles geben, sind hochmotiviert"
Ein ähnliches Bild auch in der Partie Gibril Diarra (KTV) gegen Rainer Eitzinger (Tirol): Erster Satz (6:3) für Diarra, der zweite geht an Eitzinger (6:4), im dritten dominiert die Routine des 30-jährigen Schwazers gegenüber dem Übermut des 23-jährigen Wieners - 6:1. "Rainer ist ein alter Fuchs, der zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Bälle gespielt hat" (Linder). Nachdem auch Armin Sandbichler (6:3, 6:2 gegen Mario Tupy / Bild oben) und Christoph Steiner (6:3, 6:1 gegen Patrick Gamauf) ihre Partien gewinnen konnten und Tirol damit vor dem letzten Einzel sowie den drei Doppelpartien mit 5:1 in Führung lag, hatte TK IEV Tiroler Wasserkraft bereits vorzeitig und zum ersten Mal seit 1994 wieder das Endspiel in Österreichs höchster Liga erreicht. Für das morgige Duell mit TC Sparkasse Kirchdorf erwartet sich Claudia Linder "eine hart umkämpfte Partie, da Kirchdorf eine sehr starke Mannschaft ist. Wir werden auf jeden Fall alles geben und sind hochmotiviert."

Simacek Tennis Liga Austria- oberes Play-off ("Final Four")

Freitag, 6.9.2013, 11:00 Uhr

TC Sparkasse Kirchdorf - Sportunion Klagenfurt: 5:1

Hans Podlipnik-Castillo (CHI) – Ante Pavic (CRO): 6:2, 6:1
Steven Moneke (GER) – Jeremy Jahn (GER): 6:4, 6:2
Philipp Oswald – Patrick Ofner: 7:6(2), 6:2
Marco Mirnegg – Jiri Skoloudik (CZE): 6:2, 6:1
Tomas Jecminek (CZE) – Stefan Koubek: 4:6, 7:5, 3:6
Markus Egger – Marko Skalec (SLO): 4:6, 6:4, 7:5

Die Doppel wurden nicht mehr ausgetragen.


TK IEV Tiroler Wasserkraft - 1. Klosterneuburger TV: 5:1

Marcel Zimmermann (GER) - Franco Skugor (CRO): 5:7, 3:6
Bastian Trinker - Mario Haider-Maurer : 6:3, 4:6, 6:3
Johannes Ager - Pascal Brunner: 6:4, 6:4
Rainer Eitzinger - Gibril Diarra: 3:6, 6:4, 6:1
Armin Sandbichler - Mario Tupy: 6:3, 6:2
Christoph Steiner - Patrick Gamauf: 6:3, 6:1

Die Doppel wurden nicht mehr ausgetragen.



Finale
SA, 7.9.2013, 11:00 Uhr: TK IEV Tiroler Wasserkraft -
TC Sparkasse Kirchdorf


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