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Davis Cup

Julian und Alex - zwei ausgezeichnete Tennisspieler

Julian Knowle und Alexander Peya haben mehr als 20 Länderkämpfe für Österreich bestritten und bekamen dafür in St. Pölten den ITF-Commitment-Award überreicht.

Referee Sören Friemel, Julian Knowle und Alex Peya mit ihren Kindern, ÖTV-Präsident Robert Groß. ©GEPA-Pictures
Julian Knowle und Alexander Peya wurde am Freitag eine besondere Ehre zuteil. Nach dem Sieg von Gerald Melzer gegen Ilya Ivashka wurde den beiden Österreichern auf dem Center Court im VAZ St. Pölten von ITF-Referee Sören Friemel und ÖTV-Präsident Robert Groß der ITF–Daviscup Commitment Award überreicht. Diese Auszeichnung wird Spielern zuteil, die 20 oder mehr Länderkämpfe für ihr Land bestritten habenJulian Knowle war 2008 die Nummer 6 der Doppel-Weltrangliste, der Vorarlberger holte 19 Titel auf der ATP-Tour, Karriere-Highlight des 43-Jährigen war der Triumph bei den US Open im Jahr 2007 mit dem Schweden Simon Aspelin. Derzeit arbeitet Julian Knowle nach einer Verletzung am Comeback.Seit 1999 gehört der Lauteracher dem Daviscup-Team an, sein Debüt für Österreich gab er gegen Portugal, zuletzt war er im April 2017 in Minsk im Einsatz, wo er mit Jürgen Melzer im Doppel einen Sieg gegen Weißrussland feierte.Insgesamt nahm Julian Knowle an 24 Länderkämpfen teil, die Einzel-Bilanz ist makellos - im einzigen Match feierte er in Pula einen Sieg gegen Ivan Ljubicic. Im Doppel lautet die Bilanz 11:13. Was bedeutet es für dich, im Daviscup zu spielen?
"Jeder einzelne Daviscup war für mich immer ein absolutes Highlight. Man spielt für sein Land, spielt für ein Team, das ist nicht alltäglich im Tennis. Ich bin aufgewachsen, als der Daviscup in Österreich riesig war, habe jede Partie von Muster, Skoff, Antonitsch im Fernsehen gesehen, war beim Rekordmatch zwischen Skoff und Wilander im Dusika-Stadion in Wien. Es war immer ein Traum für mich, im Daviscup zu spielen." Welche Erinnerungen hast du an dein Debüt?
"Die erste Einberufung kam erst sehr spät in meiner Karriere, ich war 28. Ich kam nach Wels, wir spielten gegen Portugal, ich war später angereist und natürlich etwas angespannt. Ein ÖTV-Funktionär begrüßte mich auf Englisch: Welcome to Austria, I show you your locker rooms. Er dachte, ich sei Portugiese - im Nachhinein eine lustige Anekdote! Leider haben wir das Doppel in fünf Sätzen verloren."Was waren die Highlights in deiner Daviscup-Karriere?
Die ersten paar Jahre habe ich leider nicht viel gewonnen, aber die Bilanz der letzten zehn Jahre ist ganz ordentlich. Herausragend war für mich das Doppel mit Alex Peya in Pörtschach gegen England, wir haben Henman und Rusedski die einzige Niederlage im Daviscup zugefügt. Auch die Siege mit Jürgen Melzer in Wimbledon gegen England, in Graz gegen Ljubicic / Ancic und der letzte in Weißrussland, wo wir gewonnen haben, sind etwas Besonderes gewesen."Alexander Peya war 2013 die Nummer 3 der Doppel-Weltrangliste, der Wiener holte 15 Titel auf der ATP-Tour. Seit 1999 gehört der 37-Jährige dem Daviscup-Team an. Sein Debüt gab er 1999 gegen Schweden. Im April 2017 war Alexander Peya mit dem Team in Minsk, dort konnte er aber aufgrund einer Verletzung nicht antreten. Aktiv ins Geschehen eingegriffen hat er zuletzt 2016 in Portugal, wo er mit Dominic Thiem nach 0:2-Satzrückstand das Doppel gewonnen hat. Alex Peya hat an 22 Länderkämpfen für Österreich teilgenommen, die Einzel-Bilanz lautet 4:6, jene im Doppel 7:10.Was bedeutet es für dich, im Daviscup zu spielen?
"Der Daviscup hat mir immer sehr viel bedeutet, es war schon als Jugendlicher mein Traum, für mein Land spielen. Ich bin in der Ära Muster / Skoff / Antonitsch aufgewachsen, ich weiß nicht, wie oft ich die Videos angeschaut habe. Ich habe mir nie die Frage gestellt, ob ich zur Verfügung stehe, es war immer eine Selbstverständlichkeit. Man spielt nicht nur für sich, sondern für sein Land. So ein Kribbeln spürt man bei Turnieren nicht, und die Stimmung ist unvergleichbar. Das Publikum ist nicht neutral, ob auswärts oder daheim. Das hat einen großen Reiz." Was waren die Highlights in deiner Daviscup-Karriere?
"Als ich im Team begonnen habe, war ich 19, also sehr jung. Und dann musst du gegen Leute wie Kulti, Tilström oder Kucera antreten! Wir hatten längere Zeit einen richtigen Negativlauf und waren überall die Underdogs. Erst 2003, beim 5:0 in Norwegen, ist der Knoten geplatzt. Das war das erste Highlight, gefolgt vom 3:2 in St. Anton gegen Finnland, wo jeder in der Mannschaft etwas zum Sieg beigetragen hat. Das kommt nicht so oft vor. Herausragend war das Doppel mit Julian Knowle in Pörtschach gegen Henman / Rusedski, die haben im Daviscup sonst überhaupt nie verloren."

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