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Kids & JugendITF

Julia Grabher bereits in Form für Billie Jean King Cup

Indes vollbrachte Neil Oberleitner auf der ITF World Tennis Tour bei drei M25-Turnieren in Portugal im Doppel einen Titel-Hattrick.

Julia Grabher © | GEPA pictures/ Manfred Binder

Nicht nur Jurij Rodionov, der den ATP-Challenger in Biel gewann, hat sich aus rot-weiß-roter Sicht vergangene Woche von seiner besten Seite gezeigt. Sondern etwa auch Julia Grabher: Österreichs aktuelle Nummer eins bei den Damen präsentierte sich vor dem Billie Jean King Cup in Antalya (11. bis 16. April 2022) auf der ITF World Tennis Tour beim W25-Sandplatz-Hallenturnier in Le Havre bereits in erfreulicher Form. Die Vorarlbergerin (WTA 151) erreichte in der nordfranzösischen Hafenstadt dank drei teils nervenstarken Siegen immerhin das Semifinale. Erst dort wurde sie von der Russin Anna Blinkova (WTA 141) gestoppt und unterlag knapp mit 2:6, 6:4, 5:7. Dennoch ist es für sie ein deutlicher Trend nach oben, nachdem sie nach dem W25-Turniersieg in Porto Mitte Februar zuletzt lediglich zwei Matcherfolge bei den letzten drei Turnierstarts verzeichnet hatte.

Grabher hätte sich zuvor schon zwei Mal durchaus aus dem Turnier verabschieden können. Zum Auftakt drehte sie gegen die Kroatin Tereza Mrdeza (WTA 231) einen 0:4-Rückstand im dritten Satz noch zu einem 2:6,-6:2,-7:5-Erfolg. „Die erste Runde war sehr hart, das Match hat sich ständig gedreht“, so Grabher gegenüber oetv.at. „Ich habe aber schon in den vergangenen Wochen und Monaten solche Matches nach Rückstand gewonnen. Also ich versuche da immer dranzubleiben und weiß, dass ich jedes Match bis zum Schluss noch drehen kann. In der zweiten Runde und im Viertelfinale finde ich, dass ich zwei sehr gute Partien gespielt habe.“ Hier schlug sie die Italienerin Giulia Gatto-Monticone (WTA 213) mit 6:4, 6:1 bzw. die Französin Elsa Jacquemot (WTA 236) 5:7, 6:1, 6:4, diesmal nach 2:4 im dritten Satz. „Insgesamt war’s durchaus eine sehr positive Woche. Natürlich tut so eine knappe Niederlage im Semifinale dann schon ziemlich weh, da echt nicht viel gefehlt hat.“ Für sie geht es nun mit dem WTA125-Challenger in Marbella weiter, wo sie in Runde eins gegen die Spanierin Rebeka Masarova (WTA 136) spielt.

Oberleitner gewinnt weiter, Premiere für Bachmaier

Bei den Herren gab es letzte Woche indes gleich zwei österreichische Titelgewinne im Doppel, den einen durch Seriensieger Neil Oberleitner. Der 22-Jährige holte bei der dritten Teilnahme an einem M25-Event in Portugal in Folge den dritten Sieg in drei Wochen. „Besser hätt’s nicht laufen können“, freute er sich gegenüber oetv.at. Der Wiener bezwang in Quinta do Lago mit Yu Hsiou Hsu (Taiwan) nach einem Freilos zuerst die Spanier Ian Luca Cervantes Tomas und Adria Soriano Barrera mit 6:2, 7:6 (1), dann die Japaner Makoto Ochi und Yuta Shimizu mit 6:4, 6:3 sowie im Finale die beiden Hausherren Fabio Coelho und Goncalo Falcao mit 7:5, 4:6 und 10:8 im Match Tiebreak. Für Oberleitner war es der elfte Matcherfolg am Stück und schon der vierte M25-Pokalgewinn in dieser Saison. Im Einzel war er in Runde eins mit 6:3, 4:6 und 6:10 an seinem topgesetzten Doppelpartner gescheitert, „es war aber ein gutes Match. Das Match Tiebreak hätten wir beide gewinnen können.“

Das Happy End gab es dafür eben im Doppel: „Wir haben im Finale gar nicht unser bestes Tennis gespielt, da mein Partner schon ziemlich müde war, ich vom ganzen Herumsitzen und Warten. Die Woche war sehr durchregnet. Es war recht mühsam, weil man immer auf die Matches warten musste und nie gewusst hat, wann man spielt, zwei, drei Tage dazwischen wieder pausiert hat, weil es zu viel geregnet hat. Mein Partner hat in drei Tagen dann acht Matches gehabt, weil er im Einzel Finale gespielt hat, am Finaltag war das Doppelfinale schon sein drittes Match. Wir waren im ersten Satz mit Break hinten, da meine Serviceleistung bodenlos war, ich wurde in der Partie drei Mal gebreakt, glaube ich.“ Oberleitner/Hsu drehten den Satz um, verloren dafür den zweiten nach 3:1-Führung. „Im Match Tiebreak waren wir ein bisschen nervös, ich mehr als mein Partner. Da entscheiden dann ein, zwei Punkte, und wir konnten es dann zum Glück für uns entscheiden – wohl auch durch unser aktuelles Selbstvertrauen.“ Für Oberleitner ging’s gleich weiter zum ATP-Hartplatz-Challenger in Saint-Brieuc, wo er nur Doppel mit dem Burgenländer David Pichler spielt. „Ich freue mich drauf. Es hat sich spontan ergeben. Es ist meine Chance zu zeigen, dass ich auch bei Challengern was gewinnen kann. Es ist erst mein zweiter Challenger im Doppel. Ich will mein Bestes geben und hoffe, punkten zu können.“

Der zweite Titelcoup glückte Philip Bachmaier: Der 25-Jährige feierte bei dem M15-Sandplatzevent in Marrakesch (Marokko) im Doppel seinen ersten internationalen Herren-Turniersieg. Der Oberösterreicher schlug mit dem Russin Ilya Rudiukov die argentinisch-niederländische Paarung Fermin Tenti und Mick Veldheer mit 4:6, 7:6 (4) und 10:8 im Match Tiebreak, Tudor Stefan Gheorghita (Rumänien) und Victorio Marquiselli mit 6:4, 6:4 und danach zwei gänzlich französische Duos: im Semifinale Lucas Bouquet und Louis Tessa mit 6:2, 6:3 und im Endspiel Florent Bax und Arthur Weber hauchdünn mit 5:7, 7:6 (2) und 12:10 im Match Tiebreak. Im Einzel schaffte es Bachmaier (ATP 1361) mit drei Qualifikationssiegen in den Hauptbewerb, verlor dort allerdings gegen den topgesetzten, späteren Finalisten Nicholas David Ionel (Rumänien) ganz knapp mit 3:6, 6:4, 6:7 (4).

Zimmermann mit Doppelfinale

Bei den ITF-Jugendturnieren hatte Daniel Zimmermann eine erfreuliche Woche im Doppel, verfehlte jedoch seinen zweiten internationalen U18-Doppeltitel. Mit dem Tschechen Jakub Filip wurde der 17-jährige Tiroler beim ITF-J4-Sandplatzturnier im ägyptischen Kairo, nach einem Freilos und drei Siegen, erst im Endspiel durch die italienische Paarung Fabio de Michele und Lorenzo Sciahbasi mit 1:6, 3:6 gestoppt. Davon abgesehen gelang Tamara Kostic das beste rot-weiß-rote Ergebnis: Die 16-jährige Wienerin kam beim J2-Hartplatzevent in Santo Domingo (Dominikanische Republik) im Einzel und im Doppel jeweils bis ins Viertelfinale.

Hier alle Ergebnisse der ÖsterreicherInnen in Kalenderwoche 12.

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