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JÜRGEN MELZER UND DIE GRÖSSTE TENNISPARTY DER WELT

Seit heute schlägt sich Österreichs Nummer 1 für die "tele.ring Tennis Trophy" am Arlberg ein. In folgendem, von Karlheinz Wieser geführten, Interview nimmt er zu seinen Zielen bei der "größten Tennisparty der Welt" und dem Davis Cup-Duell mit Titelverteidiger Kroatien Stellung.

Was hast Du Dir für die tele.ring Tennis Trophy 2005 vorgenommen?

Jürgen Melzer: Wenn ich am Platz stehe, will ich immer erfolgreich sein. Ich war vor zwei Jahren schon knapp am Endspiel dran, leider hat es damals nicht ganz zum Finaleinzug gereicht. In der vergangenen Saison war ich nicht optimal vorbereitet. Heuer gibt es nur ein Ziel: Ich will das Turnier gewinnen.

Wen schätzt Du im Kampf um den Sieg als härtesten Konkurrenten ein?

Jürgen Melzer: Das Feld ist stark und ausgeglichen. Von Stefan Koubek weiß man, dass er sich in St. Anton sehr wohl fühlt, immerhin hat er die Trophy schon zweimal gewonnen. Stepanek ist ein Spieler mit Top-20-Potenzial. Und Baghdatis war die Nummer eins der Junioren-Weltrangliste und hat heuer mit dem Finaleinzug in Basel auch auf der ATP-Tour den Durchbruch geschafft. Kohlschreiber darf man nie unterschätzen, und bei Ivanisevic wird es wohl darauf ankommen, wie gut er die Feiern nach dem Daviscup-Sieg der Kroaten verkraftet.

Apropos Daviscup: Mit Kroatien kommt vom 10. bis 12. Februar 2006 der Titelverteidiger nach Unterpremstätten. Ist die Aufgabe mit dem Finaltriumph der Kroaten in der Slowakei jetzt noch schwieriger geworden?

Jürgen Melzer: Es war von vornherein klar, dass die Sache nicht einfach wird. Aber für unser Team ist es ein großer Ansporn, zu Hause gegen den Titelverteidiger zu spielen. Die Stimmung wird unglaublich sein, Kroatien wird sicher von vielen Fans begleitet werden. Ich baue auf den Heimvorteil und die Unterstützung der heimischen Zuschauer, die uns den Rücken stärken werden.

Wie stehen Österreichs Chancen gegen Kroatien?

Jürgen Melzer: Die kommen nach dem Sieg mit breiter Brust zu uns und sind deshalb auch leichte Favoriten. Aber Stefan und ich haben bewiesen, dass wir im Daviscup zu tollen Leistungen fähig sind. Was das Selbstvertrauen bei Stefan betrifft, wird viel davon abhängen, welche Ergebnisse er im Jänner einfährt. An einem guten Tag kann er auf Sand gegen Ljubicic und Ancic gewinnen, und das traue ich mir auch zu. Wir haben auch ein starkes Doppel, auch in dieser Partie ist ein Punkt für Österreich drinnen. Noch einmal: Es wird schwer, aber wir werden alles geben und sind überzeugt, dass uns die Fans nach vorne peitschen werden.

Wie sieht Deine Turnierplanung im Hinblick auf den Daviscup auf?

Jürgen Melzer: Ich steige in Adelaide in die Saison ein, spiele danach Sydney und die Australian Open. Dann beginnt die Vorbereitung auf den Daviscup.

Mit welchen Zielsetzungen gehst Du in die Saison 2006?

Jürgen Melzer: Ich habe heuer nicht alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe. Ich arbeite hart daran, dass meine Leistungen konstanter werden. Dazu muss das Service eine noch gefährlichere Waffe werden. Auch in Sachen Fitness sehe ich noch Steigerungsmöglichkeiten. Ich konnte jetzt zwei Wochen ohne Probleme das volle Aufbauprogramm durchziehen. Ich hoffe, das bleibt so, denn im Vorjahr hatte ich in der Vorbereitung Probleme mit der Schulter und mit dem Knie.

Noch einmal zurück zur tele.ring Tennis Trophy. Was macht das besondere Flair dieses Events aus?

Jürgen Melzer: Die Atmosphäre bei diesem Turnier ist einzigartig. Man hat sowohl auf dem Platz als auch außerhalb tolle Trainingsmöglichkeiten und kann optimale Sparrings spielen. Dazu gibt es die Möglichkeit, auch einmal Skifahren zu gehen. Meine Freundin und meine Familie werden auch auf den Arlberg kommen, um einige Tage Urlaub in St. Anton zu verbringen.

tp

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