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Davis Cup

Jürgen Melzer ist neuer Daviscup-Kapitän

Der ÖTV-Sportdirektor übernimmt das Amt im Generali Austria Davis Cup-Team von Stefan Koubek, der der Mannschaft seit 2015 vorstand. Koubek bleibt dem Team bei Erreichen des Finalturniers 2022 als Co-Coach erhalten.

©GEPA-Pictures

Am 5. Dezember wurde dem Generali Austria Davis Cup Team Südkorea als Gegner für die Qualifikation zum Finalturnier 2022 zugelost. Gespielt wird am 4. und 5. März in Südkorea. Die Tennis-Nationalmannschaft wird mit einem neuen Kapitän am Start sein: ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer löst Stefan Koubek ab.

„Stefan Koubek hat hervorragende Arbeit als Daviscup-Kapitän geleistet. Dafür gebührt ihm ein Riesendank. Die Bestellung von Jürgen Melzer als Kapitän ist jedoch die logische Folge seiner Funktion als Verantwortlicher für alle sportlichen Belange des ÖTV seit Beginn 2021“, sagt ÖTV-Vizepräsident Georg Blumauer. „Der ÖTV ist in der glücklichen Lage, mit einigen der besten Spieler, die das Land hatte, die Entwicklung im Tennis voranzutreiben. In diesem Sinn freut es mich besonders, dass Stefan Koubek unserem Daviscup-Team als Co-Coach auch weiterhin erhalten bleiben will, wenn wir uns wieder für das Finale 2022 qualifizieren können.“

Jürgen Melzer ist mit 38 Einberufungen und 78 Einsätzen der Rekordmann in Österreich. Vermutlich eine Bestmarke für die Ewigkeit. „Es ist einfach sein Bewerb“, sagt ÖTV-Präsident Magnus Brunner, „es gibt keinen anderen in diesem Land, der den Daviscup so sehr verkörpert und lebt. Deshalb hoffen wir, dass er der Mannschaft diesen Spirit weitergibt.“ Freilich habe Stefan Koubek einen hervorragenden Job gemacht, wofür sich Brunner explizit bedankt. „Erinnern wir uns zum Beispiel an den großartigen Erfolg in Moskau, den hätte niemand für möglich gehalten. Unser Dank gilt Stefan Koubek, der immer mit vollem Einsatz und Leidenschaft seine Tätigkeit als Kapitän ausgeübt hat.“

Stefan Koubek hatte das Team 2015 von Clemens Trimmel übernommen. Unterm Strich bleibt eine überaus erfolgreiche Ära, die Highlights waren die Siege in Russland (ohne Dominic Thiem), gegen Australien in Graz (mit Dominic Thiem) und schließlich in Premstätten gegen Uruguay (ohne Dominic Thiem), wo erstmals die Qualifikation für das Finalturnier geschafft wurde. Stefan Koubek hatte sich damit „einen Traum erfüllt“.

„Obwohl ich ja wusste, dass es mal zu Ende gehen wird, ist es gerade nach so einem Daviscup ohne Publikum in Innsbruck schade für mich“, sagt der scheidende Kapitän. „Ich freue mich aber, nach ein bisschen Abstand dann beim Finalturnier 2022 als Co-Coach des Teams wieder Vollgas geben zu können.“

Für Jürgen Melzer war der Daviscup schon immer eine Herzensangelegenheit. „Es gibt nichts Größeres, als sein Land zu vertreten. Jetzt, wo ich das als Spieler nicht mehr kann, ist es eine absolute Ehre, das Team als Kapitän anzuführen. Ich bin sicher, dass mein Enthusiasmus für diesen Bewerb eine positive Stimmung erzeugen wird. Dass uns Stefan Koubek erhalten bleiben möchte, freut mich sehr. Mit seinem Knowhow werden wir gemeinsam sehr viel bewirken können.“

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