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ITF

ITF-Tour: Grabher verpasst das Finale, Klaffner das Double

Beiden ÖTV-Ladies fehlt lediglich die Krönung einer ungemein starken rot-weiß-roten Turnierwoche.

Anastasia Zolotareva, Melanie Klaffner ©facebook

Nach dem löblichen Abschneiden beim Billie Jean King Cup in der Kreisstadt Serik in der türkischen Provinz Antalya haben Österreichs vier besten Damen in der jüngsten Woche der Sandplatzsaison auch auf Turnierebene sehr positive Leistungen erbracht. Während Sinja Kraus beim ITF-W100-Event in Wiesbaden als Qualifikantin ebenso ins Viertelfinale kam wie auch Barbara Haas beim ITF-W25-Turnier in Split bei ihrem zweiten Comeback-Auftritt nach langer Verletzungspause (wie bereits berichtet), ging es für Julia Grabher und Melanie Klaffner gar noch weiter. Erstere scheiterte bei der ITF-W60-Veranstaltung in Koper hauchdünn im Semifinale, Letztere beim ITF-W15-Event in Kairo erst im Finale. Zudem holte Klaffner den Doppelpokal – welcher David Pichler in der Herrenkonkurrenz verwehrt blieb.

ITF W60 Koper: Grabher hatte nach ihren starken Länderkampf-Vorstellungen ihr erstes WTA-Viertelfinale in Istanbul erreicht und nach der letztwöchigen Erstrundenniederlage in Zagreb, so wie Koper ein ITF-W60-Event, nunmehr in Slowenien neuerlich ihre aktuelle Hochform unter Beweis gestellt. Mit drei klaren Zweisatz-Siegen stürmte die 25-Jährige in das Halbfinale und verpasste lediglich ganz knapp den Finaleinzug. Die zweitgesetzte Vorarlbergerin (WTA 155) zog gegen die Liechtensteinerin Kathinka von Deichmann (WTA 241) nach 3:02-stündigem Fight mit 6:7 (4), 6:2, 6:7 (2) den Kürzeren. Dabei war Grabher im dritten Satz bei 3:2 und 5:4 schon zweimal mit Break vorangelegen, konnte allerdings nicht ausservieren und unterlag schließlich zum zweiten Mal im Spielverlauf im Tiebreak. Von Deichmann holte sich schließlich mit ihrem vierten Dreisatz-Erfolg in Serie auch den Turniersieg. Für Grabher war es in Summe trotzdem eine gelungene Generalprobe für die Qualifikation bei den French Open in Paris.

ITF W15 Kairo: Noch weiter kam Klaffner, die bei dem kleineren Event in der ägyptischen Hauptstadt knapp das Double verfehlte. Die 31-Jährige schnappte sich am Samstag mit der Russin Anastasia Zolotareva zunächst ohne einen einzigen Satzverlust im Laufe des Turniers den 18. ITF-Doppeltitel ihrer Karriere bei den Damen, der zweite in diesem Jahr, wieder am selben Ort. Die beiden setzten sich beim Endspiel der Topgesetzten gegen die zweitpositionierten Oceane Babel (Frankreich) / Noa Liauw A Fong (Niederlande) mit 6:1, 7:5 durch. Im Einzel war Klaffner mit drei Zweisatz-Erfolgen und einem w.o. in ihr erstes Finale seit fast genau einem Jahr (Heraklion, Griechenland) eingezogen. Dort musste sie sich jedoch der erst 17 Jahre alten Qualifikantin Ya Yi Yang aus Taiwan, die aktuell noch kein WTA-Ranking vorzuweisen hat, mit 3:6, 3:6 beugen.

Melanie Klaffner ©facebook

Klaffner machte es im ersten Satz nach 1:5-Rückstand nochmal kurz spannend, doch im zweiten Anlauf servierte ihre Gegnerin zu 30 aus und verwertete ihren zweiten Satzball. Der zweite Durchgang lief nur anfangs besser an. Doch aus einer 2:0-Führung wurde ein 2:4, weil sie zwei Rebreakmöglichkeiten zum 3:3 nicht nützen konnte. Den entstandenen Rückstand konnte sie nicht mehr wettmachen. „Im Großen und Ganzen war diese Woche echt in Ordnung. Natürlich bin ich heute sehr enttäuscht – denn mein Ziel war ganz klar der Turniersieg“, bekannte Klaffner gegenüber dem ÖTV. „Heute war leider einfach nicht mein Tag. Nach meinen so vielen Verletzungen, die mich immer wieder zurückgeworfen haben, habe ich es aber zu schätzen gelernt, ein Finale spielen zu dürfen und auch auf kleine Erfolge stolz zu sein. Darauf kann ich auf jeden Fall aufbauen und ich bin einfach nur happy, gesund spielen zu können. Ich freue mich auf die restliche Saison.“ Die geht für sie nach kurzer Pause nächste Woche mit dem ITF-W25-Heimevent in Villach weiter.

ITF M15 Kairo: Am selben Ort wie Klaffner gelang Pichler bei den Männern die „Operation Schadensbegrenzung“ für die Auftaktniederlage im Einzel lediglich bis zum Doppelfinale, das er mit Volodymyr Uzhylovskyi dank drei Zweisatz-Erfolgen ohne Satzverlust erreicht hatte. Mit dem bereits 38. ITF-Doppeltitel seiner Karriere bei den Herren wurde es jedoch nichts: Der Burgenländer verlor gemeinsam mit dem Ukrainer als Nummer-eins-Paarung gegen die drittpositionierten Tristan Schoolkate (Australien) und Colin Sinclair (Nördliche Marianen) mit 1:6, 5:7. Pichler/Uzhylovskyi starteten im zweiten Satz zwar nach 5:2 und 30:0 für ihre Gegner noch eine furiose Aufholjagd und schafften den Ausgleich zum 5:5, dennoch konnten sie die Partie nicht mehr drehen.

Hier alle Ergebnisse vom ITF-W60-Turnier in Koper.

Hier alle Ergebnisse vom ITF-W15-Turnier in Kairo.

Hier alle Ergebnisse vom ITF-M15-Turnier in Kairo.

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