Zum Inhalt springen

Kids & Jugend

ITF Hannover: Ujvary nach Doppeltitel mit Schwärzler vor Top-100-Einzug

Die ÖTV-Nachwuchshoffnungen zeigen in Deutschland auf, vor allem Matthias Ujvary auch im Einzel.

Matthias Ujvary © | GEPA pictures/ Johannes Friedl

Weil Jan Kobierski am Montag um zwei Plätze auf Position 102 zurückgeflogen ist, steht Österreich bei den Burschen ohne einen Top-100-Spieler in der ITF-Jugendweltrangliste da. Das dürfte sich jedoch schon am kommenden Montag wieder ändern, denn dann gibt es eine neue Nummer eins im Land: Matthias Ujvary. Der 17-Jährige hat in dieser Woche beim 1. Radio 21 Open in Hannover nämlich in beiden Bewerben voll und ganz überzeugt. Der Burgenländer erreichte bei dem ITF-J2-Sandplatzturnier im deutschen Bundesland Niedersachsen im Einzel das Halbfinale und holte im Doppel mit dem Vorarlberger ÖTV-Kaderspieler Joel Schwärzler. Dadurch sollte sich Ujvary im ITF-U18-Ranking, von Platz 133 ausgehend, knapp bis unter die Top 100 gespielt haben. Auch Schwärzler (ITF 238) macht mehr als 30 Ränge gut und wird sich wieder knapp an die Top 200 schieben.

Ujvary knüpft an starke Form an

Ujvary hatte allein seit Ende April bei ITF-Jugendturnieren der Kategorie 2 das Finale in Salsomaggiore und jeweilig die Viertelfinals bei den Heimveranstaltungen in Villach und St. Pölten erreicht. In Hannover knüpfte er nahtlos daran an, schaffte mit drei Zweisatz-Erfolgen über durchwegs deutsche Spieler die Qualifikation, eliminierte im Hauptbewerb den 15-jährigen US-Amerikaner Meecah Bigun (ITF 146) mit 6:4, 6:2, den Briten Matthew Rankin (ITF 124) mit 6:3, 6:2, den sechstgesetzten Australier Edward Winter (ITF 89) mit 6:4, 3:6, 6:1, ehe gegen den zweitgereihten Kroaten Matej Dodig (ITF 65) mit 4:6, 3:6 das Aus kam – sein Bezwinger gewann anschließend ohne Satzverlust den Titel. Schwärzler musste ebenfalls drei Qualifikationsrunden überstehen, was in den letzten zwei Runden im Match Tiebreak gelang. Im Hauptfeld schlug der 16-Jährige den deutschen Wildcard-Empfänger Marc Majdandzic (ITF 548) mit 6:4, 3:6, 6:4. Doch danach war im Achtelfinale gegen den erst 15-jährigen US-Boy Kaylan Bigun (ITF 98) mit 6:7 (4), 3:6 Endstation.

Ohne Satzverlust im Doppel – und auch Lazic mit Doppelfinale

Matthias Ujvary, sein Trainer Herbert Rosenkranz und sein Doppelpartner Joel Schwärzler jubelten in Deutschland über den Doppeltriumph. ©Herbert Rosenkranz

Höchst überzeugend war jedoch vor allem der Auftritt von Schwärzler/Ujvary im Doppel. Gleich zum Auftakt eliminierten die beiden die Topgesetzten, den Einzelsieger Dodig und den Tschechen Jan Hrazdil, mit 6:4, 7:5. Dem folgte ein 6:1, 6:3 und ein 6:3, 6:1 über die beiden deutschen Wildcard-Paarungen Jasper Camehn / Dennis Wiebe und Justin Engel / Max Schönhaus. Im Finale besiegten sie die Zweitgesetzten, Kenta Miyoshi (Japan) und den Australier Winter, klar mit 6:4, 6:2 und blieben so bis zuletzt ohne einen Satzverlust, für beide ist es der bisher größte Doppeltitel. Beinahe hätte es in dieser Woche gar noch einen weiteren Doppeltriumph gegeben: Bei dem ITF-J4-Sandplatzevent im ungarischen Dunakeszi wurde Manuel Lazic erst im Endspiel gestoppt. Der Wiener und Lokalmatador Lorant Györi unterlagen, gemeinsam topgesetzt, nach einem Dreisatz-, einem Zweisatz- und einem w.o.-Sieg erst beim Titelmatch den viertgereihten Marek Nano (Slowakei) und Marek Pazdera (Tschechien) 2:6, 3:6. Diese hatten zuvor im Semifinale bereits Benedikt Szerencsits und den Slowenen Aljaz Kirbis mit 6:1, 6:2 in die Knie gezwungen. Im Einzel war Lazic bis ins Viertelfinale gekommen, Szerencsits nach davor souverän absolvierter Qualifikation in der ersten Hauptrunde deutlich ausgeschieden.

Hier alle Ergebnisse vom ITF-Jugendturnier in Hannover.

Hier alle Ergebnisse vom ITF-Jugendturnier in Dunakeszi.

Ähnliche Nachrichten

Top Themen der Redaktion