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ITF Collonge-Bellerive: „Super Woche“ geht für Kraus im Finale bitter zu Ende

Die ÖTV-Spitzenspielerin muss in der Schweiz im Titelspiel im zweiten Satz verletzt aufgeben.

Sinja Kraus ©GEPA pictures

Nach 3:34 Stunden Spielzeit hatte sie im Halbfinale mit der Südkoreanerin Sujeong Jang (WTA 135) die Nummer eins der Setzliste niedergerungen. Doch die Rechnung für diesen strapaziösen Tenniskrimi musste Sinja Kraus bedauerlicherweise am Sonntag bezahlen: Die 20-Jährige hat in Collonge-Bellerive (Schweiz) bei ihrem ersten Finale bei einem ITF-W60-Turnier aufgeben müssen. Die fünftgesetzte Wienerin (WTA 231) lag gegen die auf acht gereihte Italienerin Lucrezia Stefanini (WTA 231) schon mit 2:6, 1:2 zurück, ehe sie frühzeitig zum Handshake übergehen musste. Mit den, dank ihrer vier vorangegangenen Siege, eroberten WTA-Punkten wird sich Kraus in der Weltrangliste dennoch wieder dem bisherigen Career High von Position 195 bis auf wenige Plätze annähern.

„Es war wirklich eine super Woche für mich“, berichtete Kraus gegenüber dem ÖTV. „Ich habe sehr gut gespielt, super Matches gehabt, vor allem das Halbfinale war von beiden Seiten auf richtig hohem Niveau. Wir haben ja auch ewig gespielt, und leider war das ein bisschen blöd, dass ich die Turnierwoche jetzt so beenden musste – mit einer Aufgabe.“ Diese sei jedoch unvermeidlich gewesen: „Ich habe wahrscheinlich eine leichte Zerrung an den Adduktoren. Ich habe es im Halbfinale schon ein bisschen gespürt, und im Finale habe ich dann Mitte des ersten Satzes einfach einen blöden Schritt gemacht, und dann hat es richtig reingezogen. Ich habe den Physiotherapeuten geholt, der hat versucht, ein bisschen was zu machen. Ich habe zuerst noch versucht, weiterzuspielen, aber das hat dann einfach keinen Sinn mehr gemacht, weil ich nicht mehr richtig in die Ecken laufen konnte, und ich wollte es auch nicht noch schlimmer machen. Darum musste ich leider aufgeben.“

Für Kraus sei dies natürlich „mega ärgerlich. Ich wollte die Turnierwoche auf keinen Fall so beenden, aber das gehört im Sport leider dazu. Das muss ich so akzeptieren. Aber ich war dennoch sehr, sehr zufrieden mit meiner Leistung“, versuchte sie schon wieder, das Positive zu sehen. Das weniger Positive: „Jetzt werde ich erst mal ein paar Tage Pause machen müssen und schauen, wie es sich entwickelt – mit Reha, Physiotherapie.“ Ihre Hoffnung: „Dass es nicht allzu schlimm ist und ich vielleicht schon übernächste Woche wieder Turniere spielen kann.“

Hier alle Ergebnisse des ITF-W60-Turniers in Collonge-Bellerive.

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