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ISMANING: YVONNE MEUSBURGER VERPASST IHREN ZWÖLFTEN TURNIERSIEG +++ "NACH DER KARRIERE WILL ICH MIT BEHINDERTEN MENSCHEN ARBEITEN"

Bei dem mit 50.000 Dollar dotierten Challengerturnier in Ismaning rast Yvonne Meusburger (Bild) sowohl im Einzel als auch im Doppel souverän durch den Raster bis ins Finale. Im Einzel musste sie sich allerdings der Britin Anne Koethavong mit 3:6, 6:2, 2:6 geschlagen geben. Und auch im Doppel sollte es mit dem Turniersieg nicht klappen. Vor ihrer Einzel-Semifinal-Partie hatte sie dem Veranstalter ihre Pläne für die Zeit nach der Tenniskarriere verraten: "Entweder ich bleibe als Trainerin in meiner Heimat. Oder ich arbeite mit behinderten Menschen. Und natürlich würde ich auch gerne noch Mama werden."



ISMANING


6. November 2011

MEUSBURGER IM FINALE.Elf Challenger-Turniere konnte Yvonne Meusburger im Verlauf ihrer Karriere bisher gewinnen - Tyrnau (2011), Hechingen, Tyrnau (2009), Biberach, Latina (beide 2007), Puebla, Mexico City (beide 2006), Coatzacoalcos, San Luis Potosi (beide 2005), St. Katelijine-Waver, Balashikha (beide 2004). Auf ihren zwölften muss die 28-jährige Vorarlbergerin aber noch weiter warten: Im Endspiel des mit 50.000 Dollar dotierten Challenger-Turniers in Ismaning musste sich Meusburger der aktuellen Nummer 83 der Weltrangliste, der Britin Anne Koethavong, mit 3:6, 6:2, 2:6 geschlagen geben. Dennoch kann der Schützling von Joachim Kretz mit der gebotenen Leistung mehr als nur zufrieden sein: Ohne Satzverlust war Meusburger ins Viertelfinale vorgestoßen und konnte auch dort von der an Nummer 6 gesetzten Tschechin Eva Birnerova nicht geschlagen werden. Meusburger behielt mit 6:3, 6:2 klar die Oberhand und setzte in ihrem vierten Challenger-Semifinale diesen "Trend" erfolgreich fort: Österreichs Nummer 3 eliminierte die Deutsche Dinah Pfizenmaier klar mit 6:4, 6:0 und zog damit in ihr drittes Challenger-Endspiel in diesem Jahr ein. Auch im Doppel sollte Meusburger bei der Titelvergabe ein lautstarkes Wort mitreden: Nach einem souveärnen 6:4, 6:1-Sieg über Hana Birnerova (CZE) / Kathrin Wöhrle (GER) traf sie im Endspiel mit Partnerin Kristina Barrois an ihrer Seite auf Kiki Bertens (NED) / Anne Keothavong (GBR), die im Semifinale Sandra Klemenschits / Tatjana Malek mit 6:3, 3:6, 3:10 besiegten und auch im Finale siegreich blieben: Meusburger / Barrois mussten sich mit 3:6, 3:6 geschlagen geben.

"GUTE KÜCHE".Unmittelbar vor ihrem Semifinal-Match wurde Yvonne Meusburger von "Daily News", dem täglichen Programmheft des ITF Büschl Open, interviewt und verriet dabei u. a. ihre Pläne für die Zeit nach der Tenniskarriere.

Für Dich ist die Anreise nach Ismaning nicht weit. Werden zu Deinem Halbfinalmatch morgen viele Fans aus Österreich anreisen?
Das weiß ich leider noch nicht. Eventuell kommt meine Familie, aber das haben wir noch nicht besprochen. Das Turnier in Ismaning zählt für mich eher zu den Heimspielen, da das Turnier ja nicht weit weg von zu Hause ist.

Du bist dieses Jahr zum vierten Mal als Spielerin bei den Büschl Open. Wie gefällt Dir das Turnier in Ismaning?
Das Turnier gefällt mir gut, da die Anreise nicht lang für mich ist und deutsch gesprochen wird. Ich fühle mich wohl hier bei euch und habe nur gute Erinnerungen daran. Was auch von Vorteil ist, ist die gute Küche. Außerdem ist das deutsche Publikum sehr fair.

Letztes Jahr konntest Du verletzungsbedingt nicht bei den Büschl Open teilnehmen, warst aber trotzdem als Zuschauerin bei uns auf der Anlage. Wie ist es für Dich "nur" als Zuschauerin dabei zu sein? Bist Du nervöser, wenn Du auf dem Platz stehst oder wenn Du im Publikum sitzt?
Natürlich ist man angespannt, wenn man im Publikum sitzt, da man meistens für jemanden bestimmtes mitfiebert. Ich war im vergangenen Jahr vier Monate verletzt und konnte nicht spielen. Das war eine sehr interessante Zeit für mich und ich habe viele Erfahrungen gesammelt.

Bist Du mit Deiner Turnierbilanz 2011 zufrieden?
Durch meine Schulterverletzung bin ich Anfang des Jahres aus den Top 100 gefallen, da ich leider nicht an den Australian Open teilnehmen konnte und ich keine Punkte sammeln konnte. Das kommende Jahr könnte besser laufen. Ziel ist wieder die Top 100 zu knacken.

Welche Pläne hast Du für das kommende Jahr? Gibt es ein spezielles Ziel, welches Du gerne erreichen möchtest?
Auf jeden Fall erst mal verletzungsfrei bleiben, das ist mir am wichtigsten. Dann die Top 100 wieder erreichen, bei den Grand Slams dabei sein, mein Spiel weiterentwickeln und kontinuierlich besser werden.

Hast Du Dir schon überlegt, was Du nach Deiner Tenniskarriere machen möchtest?
Mich interessieren zwei Richtungen. Entweder ich bleibe im Tennisbereich als Trainerin in meiner Heimat, ohne so viel zu reisen. Oder ich arbeite mit behinderten Menschen. Das Thema hat mich schon immer interessiert. Und natürlich würde ich auch gerne noch Mama werden.

Du spielst schon seit vielen Jahren für das österreichische Fed Cup-Team. In Deutschland hatten wir zuletzt häufiger Probleme das Team zu besetzen. Wie wichtig ist für Dich die Teilnahme am Fed Cup und was macht den Reiz aus?
Mein Land zu vertreten ist mir sehr wichtig und eine große Ehre. Österreich hat ja nicht ganz so viele Tennisspieler wie Deutschland. Wir haben ein tolles Team und das ist auch sehr wichtig, dass alle an einem Strang ziehen und das Team auch als Team spielt.

Schon vor zwei Jahren hast Du mit Kristina Barrois Doppel in Ismaning gespielt. Spielt ihr häufig Doppel zusammen und woher kennt ihr euch so gut?
Wir kennen uns von Turnieren und auf der Tour zählt sie zu meinen besten Freundinnen. Wir haben schon sehr oft Doppel zusammen gespielt. Außerdem waren wir auch beide beim selben Bundesligaverein. Es ist sehr schön das letzte Turnier mit ihr zusammen zu spielen.

Wie ist es für Dich Einzel und Doppel gleichzeitig bei einem Turnier zu spielen? Macht Dir die Doppelbelastung sehr zu schaffen?
Es ist mal so und mal so. Jedes Turnier ist anders. Aber es ist auch so, je mehr Matches man spielt, desto besser läuft es auch. Außerdem ist auch Geld immer ein Thema.

Was war Dein bis jetzt bedeutendster Moment auf dem Tennisplatz?
2007 habe ich beim WTA Turnier in Bad Gastein gespielt und mich bis ins Finale gekämpft. Das werde ich nie vergessen, das war mein bedeutendster Moment bis jetzt.

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