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Bundesliga

IMMOunited Bundesliga: Linz, KLC und Ried fixieren Ticket fürs Final Four

Bei den Herren ist hingegen noch fast alles offen. TC GM-Sports Anif ist indes aus dem Aufstiegsrennen.

Barbara Haas ©GEPA pictures/ Walter Luger

Das Final Four der IMMOunited Bundesliga, das vom 9. bis 11. September voraussichtlich am TC Tulln ausgetragen wird, nimmt bei den Damen allmählich Formen an. Drei der vier Teilnehmer am Finalturnier stehen seit dem vierten Spieltag am Freitag nämlich fest. In der Gruppe A hat Titelverteidiger Linz AG Team OÖ den Gruppensieg schon in der Tasche, auch dem Klagenfurter Leichtathletik Club ist der zweite Platz und damit das erstmalige Erreichen des Final Four nicht mehr zu nehmen. In der Gruppe B ist Vorjahresfinalist UTC Fischer Ried definitiv Gruppenerster. Bei den Herren ist dagegen vorm letzten Spieltag in der Gruppenphase am Sonntag um 11:00 Uhr noch fast alles offen. Fest steht allerdings eines: TC GM-Sports Anif hat die Chance auf das Finalevent überraschend verspielt. Hier die ausführliche Zusammenfassung des vierten Spieltags.

Damen, Gruppe A: Mit dem dritten Dreipunkter in der dritten Begegnung hat hier das Linz AG Team OÖ endgültig für klare Verhältnisse gesorgt. Die Oberösterreicherinnen setzten sich beim sieglosen Schlusslicht TC Wörgl, das mit lediglich einer Legionärin auskommen musste (Verena Hofer aus Italien), 7:0 durch. Die von Barbara Haas angeführte Auswahl, mit Playing Captain Janina Toljan und ebenfalls nur einer Ausländerin, gab dabei keinen Satz und in keinem Durchgang mehr als drei Games ab, kam auf ein Gameverhältnis von 84:14. „Der Gegner ist nicht so stark gekommen wie erwartet. Für uns war das ein sehr erfolgreicher Spieltag, alles hat super geklappt. Es ist schön und angenehm, jetzt schon Gruppensieger zu sein. Das ist entspannender als letztes Jahr, wo wir ja einen Fehlstart hatten und der Aufstieg bis zuletzt nicht ganz sicher war. Wir freuen uns jetzt aufs Final Four, wo wir natürlich den Titel verteidigen wollen“, gab Toljan die Devise aus.

Gruppenzweite sind die Damen vom KLC, die bei UTC BH Wr. Neustadt 4:3 gewannen und in der letzten Runde vom drei Punkte hinter ihnen liegenden Grazer Park Club nicht mehr zu verdrängen sind, da man auch gegen diesen das direkte Duell auswärts knapp 4:3 für sich entschieden hatte. Dadurch ist man „zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins“ beim Finalturnier dabei, wie Mannschaftsführer Josko Skugor erfreut hervorhob, „das ist erst unser drittes Jahr in der Bundesliga und somit wirklich ein großer Erfolg. Wir sind in Tennis-Kärnten zu einem Leistungsträger geworden. Ich bin sehr, sehr zufrieden und auf dieses Projekt sehr stolz. Dafür bin ich vor fünf Jahren zum KLC gekommen.“ Im einzigen Match, das ins Match Tiebreak ging, holte die Slowenin Nina Potocnik im Einser-Duell mit der Französin Manon Arcangioli den wohl vorentscheidenden Erfolg, den entscheidenden dann im Doppel an der Seite von Elena Karner. Neben dem Grazer Park Club und dem TC Wörgl wird’s also auch für die Wiener Neustädterinnen das untere Play-off sein müssen.

Gruppe B: Nach dem Ausrutscher in der ersten Runde beim TC Bakl Weigelsdorf hat UTC Fischer Ried mit einem 6:1 gegen das Schlusslicht TC Kufstein zum dritten Mal am Stück drei Siegpunkte und somit doch noch den Gruppensieg geholt. „Im Einser-Spiel hat Laura Isabel Putz bei den Gegnerinnen sehr gut gespielt und gegen Adriana Rajkovic im Match Tiebreak gewonnen, aber sonst haben wir nichts anbrennen lassen. Unsere Damen sind sehr souverän aufgetreten. Im Doppel sind einige No-Ad-Punkte für uns ausgefallen. Vor allem das Einser-Doppel mit Livia Kraus und Sylvie Zünd ist richtig schön gewesen – ein tolles Damen-Doppel“, so Teamcaptain Johanna Reiter. „Wir hatten nette Gegnerinnen, es war ein stimmiger Spieltag. Wir sind sehr froh, jetzt an der Gruppenspitze zu stehen. Unsere Damen haben sich sehr gefreut. Sie haben richtig tolles Tennis auf super Niveau geboten. Jetzt freuen wir uns auf das Final Four.“

Indes muss Weigelsdorf nach dem Auftaktcoup wieder ums Finalturnier bangen. Beim 1. Klosterneuburger TV kassierte man, trotz einer 3:2-Führung nach den Einzeln, die erste Niederlage und liegt nunmehr nur noch einen Punkt vor den Niederösterreicherinnen und zwei vorm TC Dornbirn by Tannenhof Resort, bei dem man zum Abschluss jetzt auswärts antreten muss. Im Fernduell hat Klosterneuburg dadurch wieder gute Karten, spielt man doch nun noch beim Letzten Kufstein. Dementsprechend positiv blickte Ersatzkapitänin Caroline Ilowska, die im Einzel und Doppel gewann und also großen Anteil am Sieg hatte, der Entscheidung entgegen: „Wie auch schon letztes Jahr haben wir gegen Weigelsdorf knapp die Oberhand behalten. Ich finde unsere Chancen stehen nicht nur jetzt, sondern jedes Jahr recht gut, da wir als Mannschaft so gut harmonieren und jedes Mal viel Spaß miteinander haben und wir dadurch auch die Matches locker spielen können.“ Wie locker man am Entscheidungstag sein wird, das wird sich am Sonntag zeigen.

Herren, Gruppe A: Die Überraschung ist hier perfekt. Nach zwei knappen 4:5-Niederlagen haben die Männer von TC GM-Sports Anif zwar den ersten Sieg gefeiert, haben allerdings dennoch keine Chance mehr aufs Final Four. Das 5:4 gegen den TC Harland war dabei zu wenig. „Es ist in den Einzeln für uns blöd gelaufen, wir haben zweimal im Match Tiebreak verloren. Dass wir auf eins und zwei verloren haben, war ebenso bitter“, machte Kapitän Bernd Kößler keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. So stand’s nach den Singles gar 2:4. „Die Doppel haben wir danach echt gut gespielt und wenigstens noch gewonnen, das ist fürs untere Play-off wichtig. Aber das ist trotzdem ein sehr bitterer Sieg.“ Dass man das Gentlemen’s Agreement, wonach maximal zwei Ausländer eingesetzt werden sollen, wie bei ATV RE team future Irdning neuerlich brach, sei diesmal nicht geplant gewesen: „Wir haben auf Jakob Aichhorn verzichten müssen. Er ist überknöchelt und kann nicht richtig gehen, sonst hätten wir mit vier Österreichern gespielt.“ Im Doppel setzte man dann gar vier Legionäre ein und drehte so noch die Begegnung.

Des einen Leid, des anderen Freud’: Die am letzten Spieltag spielfreien Männer vom UTC Sparkasse Radstadt können so gut wie fix mit dem Final Four rechnen – auch wenn man beim Tabellenletzten TC Raiffeisen Dornbirn nur mit Ach und Krach 5:4 siegte. Lediglich rein hypothetisch könnte man vom TC Harland noch von den Aufstiegsrängen verdrängt werden, wenn dieser den bisher ungeschlagenen Titelverteidiger Irdning sensationell 9:0 oder 8:1 abfertigen sollte oder 7:2 mit ausreichend starkem Satz- oder Gameverhältnis. Die Radstädter machten es dabei spannender als erwartet: „Wir hätten eigentlich schon auf drei Punkte gehofft“, so Gerald Kamitz. Doch der Mannschaftsführer verriss sich bei seinem Einzel den Rücken und musste nach gewonnenem erstem Satz aufgeben, „zuvor hatte bereits Lukas Neumayer auf zwei und Niklas Rohrer auf vier verloren. So stand es dann 3:3 nach den Einzeln. Da haben wir schon ein bisschen geschwitzt. Aber die Doppel sind dann gut gelaufen.“ Dass Anif gegen Harland ebenfalls nur 5:4 gewinnen sollte, das habe man so nicht erwartet: „Somit sind wir nun guter Dinge und hoffen, dass Irdning es durchzieht“ – und Radstadt ins Final Four mitnimmt.

Gruppe B: Mit einem 5:4 über den TC Raiffeisen Schwaz hat Union Stein&Co Mauthausen auch die dritte Begegnung gewonnen und ist auf Kurs Richtung Final Four geblieben. „Es war sehr, sehr eng“, berichtete Mauthausen-Teamkapitän Hannes Pühringer, der einiges an Lob für den Gegner übrighatte: „Die haben alle richtig gut gespielt. Vor allem Andrew Paulson auf eins war brutal gut. Er geht richtig drauf, und wenn die Bälle kommen, dann ist man nur Passagier. Da kann man Attila Balazs gar nichts vorwerfen.“ Weil Alexander Erler in einem zügigen, aufschlagdominierten Match in einem Tiroler Duell Matthias Haim unterlag, war Mauthausen auf Punkte in den Einzeln drei bis sechs angewiesen. Und die eroberte man auch, wenngleich zweimal bloß im Match Tiebreak. „Es hätte also genauso gut nach den Einzeln 2:4 statt 4:2 stehen können, wir hätten schließlich aber auch noch 7:2 gewinnen können, wenn wir nicht zwei Doppel im Match Tiebreak abgegeben hätten. Unser Ziel war es eigentlich, drei Punkte zu holen. Letztlich müssen wir mit diesem Sieg zufrieden sein, da Schwaz eine gute Mannschaft ist.“ Am letzten Spieltag hat man’s nun daheim gegen den Wiener Athletiksport Club selbst in der Hand. „Gewinnen wir, sind wir Erster. Wenn UTC Casa Moda Steyr in Schwaz nur zwei Punkte holt, brauchen wir einen. Es wird spannend – aber wir müssen da auf uns selbst schauen.“

Obwohl Mauthausen als einzige Mannschaft nach wie vor ungeschlagen ist, hat der WAC in Gruppe B die Tabellenführung übernommen. Gegen den weiterhin punktelosen UTC VB Waidhofen/Ybbs stürmte man zu einem überlegenen 9:0-Heimerfolg. „Es war dieses Mal nicht allzu spannend und ziemlich schnörkellos. Wir waren von Nummer eins bis sechs in jeder Partie Favorit und haben es alle relativ solide gewonnen. Die engsten Sätze waren zweimal 6:4“, schilderte Ersatzkapitän Tristan-Samuel Weissborn. Der WAC verzichtete im Einzel auf den noch leicht angeschlagenen Max Neuchrist und trat trotzdem mit dem Russen Bogdan Bobrov als einzigem Ausländer an, Waidhofen spielte überhaupt nur mit Österreichern. Im Entscheidungsspiel am Sonntag ist für Weissborn „Mauthausen gegen uns klarer Favorit, wir sind wohl in jeder Partie leichter Außenseiter. Aber man weiß halt auch nicht, wie sie genau kommen werden. Wir werden einfach so gut wie’s geht fighten – und wenn alles, was in Steyr gegen uns gelaufen ist, diesmal für uns läuft, dann ist da alles möglich.“ Auch ein Siegpunkt könne dem WAC zudem reichen, wenn Schwaz gegen Steyr überraschen sollte, „aber wir können die andere Partie eh nicht beeinflussen.“ Für Spannung ist am letzten Spieltag jedenfalls gesorgt.

4. Spieltag: Freitag, 3. Juni 2022, 13:00 Uhr

IMMOunited Bundesliga

Damen, Gruppe A
TC Wörgl – LINZ AG Team OÖ 0:7
UTC BH Wr. Neustadt – KLC 3:4
Spielfrei: Grazer Park Club

Damen, Gruppe B
UTC Fischer Ried – TC Sparkasse Kufstein 6:1
1. Klosterneuburger TV – TC Bakl Weigelsdorf 4:3
Spielfrei: TC Dornbirn by Tannenhof Resort

Herren, Gruppe A
TC GM-Sports Anif – TC Harland 5:4
TC Raiffeisen Dornbirn – UTC Sparkasse Radstadt 4:5
Spielfrei: ATV RE team future Irdning

Herren, Gruppe B
Union Stein&Co Mauthausen – TC Raiffeisen Schwaz 5:4
Wiener Athletiksport Club – UTC VB Waidhofen/Ybbs 9:0
Spielfrei: UTC Casa Moda Steyr

Detaillierte Informationen (Detailergebnisse, Spielerlisten, genauer Spielplan) sind hier zu finden: https://www.oetv.at/bundesliga/allgemeine-klasse.html

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