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"Ich will unbedingt eine Medaille!"

Beim Europäischen Olympischen Jugend Sommer-Festival 2013 (European Youth Olympic Festival – kurz: EYOF) im niederländischen Utrecht rast Matthias Haim (Bild) bisher ohne Satzverlust durch den Raster: Nach seinem 6:3, 6:1-Sieg gegen den Deutschen Jannik Paul Gieße steht er bereits im Semifinale. "Ich fühle mich einfach nur genial!"


2.300 NachwuchssportlerInnen aus 49 Nationen - im Alter von 13 bis 18 Jahren - kämpfen bei der 12. Auflage der Europäischen Olympischen Jugend-Sommerspiele in insgesamt acht Sportarten  (Basketball, Handball, Judo, Leichtathletik, Rad, Schwimmen, Tennis und Turnen) an sieben Orten in und rund um Utrecht um Medaillen. Österreich ist mit 55 AthletenInnen (20 Mädchen, 35 Burschen) in sieben Sportarten vertreten. Bei der Eröffnung hob IOC-Präsident Jacques Rogge in seinem Statement den Fairplay-Gedanken hervor: "Champions sind in erster Linie nicht die, die sich als Erste feiern lassen, sondern alle die, die ihren Sport im Sinne von Teamgeist und Fairplay ausüben." Nachsatz: "Und ich drücke Euch die Daumen, dass möglichst viele von Euch später auch an Olympischen Spielen teilnehmen werden." Eröffnet wurden die Sommerspiele von König Willem-Alexander.

Überraschungserfolge für Österreich
Österreichs Tennisteam (Matthias Haim, Gabriel Huber, Eva Nyikos, Christina Wolfgruber) durfte zunächst zum Auftakt zwei beeindruckende Überraschungserfolge und einen klaren Erstrunden-Sieg feiern: Die 15-jährige Oberösterreicherin Christina Wolfgruber schlug die an Nummer 10 gesetzte Rumänin Ioana Minca mit 6:3, 7:6 (8:6). Eva Nyikos besiegte die an Nummer 16 gesetzte Portugiesin Beatriz De Benito nach hartem Kampf mit 3:6, 7:6 (7:5), 7:5, und Matthias Haim setzte sich gegen den Finnen Oskari Kulta klar mit 6:3, 6:4 durch. Coach Andreas Fasching war danach mit der Leistung seiner Schützlinge sichtlich zufrieden: "Chrissie hat ihren Außenseiterbonus genutzt, sehr gut gespielt." Kein Erfolgserlebnis gab es hingegen für Gabriel Huber: Der 13-jährige Tiroler unterlag dem Letten Luksins nach 2:30 Stunden mit 6:7, 5:7. Fasching: "Mit ein bisschen mehr Nervenstärke hätte Gabriel die Partie noch drehen können."

Haim in Richtung Medaille
Und auch am zweiten Spieltag gelang dem ÖTV-Team eine saftige Überraschung – Matthias Haim bezwang den an Nummer vier gesetzten Spanier Guell Bartrinain zwei Sätzen mit 6:4, 6:1. Im Achtelfinale wartete der Franzose Boris Fassbender. Haim: „Eine durchaus lösbare Aufgabe, er ist der Papierform gemäß sicher nicht so stark wie Bartrina.“ Gesagt, getan: Tennis-As Matthias Haim prolongierte seinen Erfolgslauf, steht bereits unter den letzten Vier - und das noch ohne Satzverlust. Im Achtelfinale schlug er Fassbender 6:3, 6:3, im Viertelfinale schaffte er im bereits dritten Duell mit dem Deutschen Jannik Paul Gieße den ersten Sieg - und zwar ganz klar mit 6:3, 6:1. "Er musste im Achtelfinale über drei Sätze und mehr als zwei Stunden gehen, also habe ich mir vorgenommen, von Beginn an Druck zu machen, ihn erst gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. Jetzt fühle ich mich einfach genial, will unbedingt eine Medaille", lachte der Tiroler. Semifinalgegner am Donnerstag wird der Italiener Riccardo Balzerani sein. "Wir haben noch nicht gegeneinander gespielt, kennen uns kaum." Für Christina Wolfgruber war hingegen im Viertelfinale Endstation - sie unterlag der als Nummer 2 gesetzten Slowakin Tereza Mihalikova 2:6, 1:6.


> European Youth Olympic Festival | Tennis

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