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ATP

Hohe Auszeichnung für Herwig Straka

Der Turnierdirektor der Erste Bank Open in Wien und Veranstalter der Daviscup-Heimspiele, wurde in das dreiköpfige ATP-Board of Directors gewählt, das alle Entscheidungen trifft.

©GEPA-Pictures
Neun Jahre saß Herwig Straka im Council der ATP-Turnierdirektoren, nun hat der 52-Jährige einen Karrieresprung innerhalb der Association of Tennis Professionals (ATP) gemacht. Der Steirer, seit Jahren auch Turnierdirektor der Erste Bank Open in Wien und mit seiner Agentur e|motion Daviscup-Veranstalter in Österreich, stieg in das nur dreiköpfige ATP-Board of Directors auf. "Das Council hat rein beratende Funktion. Und das Board of Directors trifft alle Entscheidungen. Dass heißt, auch das Management trifft bei der ATP keine Entscheidungen. Die bereiten alles vor und es kommt dann immer ins Board und wird dort entschieden”, erklärte Herwig Straka in London der APA – Austria Presse Agentur. Daher habe er eine große Verantwortung übertragen bekommen.Der US-Amerikaner Gavin Forbes für die USA, Charles Smith als Turnierboss von Shanghai für Asien und nun Straka für Europa bilden das Board. “Nachdem wir mit Abstand die größte Region sind, ist der Europäer der Wichtigste”, weiß Straka. Aufgabe des Boards sei es u.a., mit den Spielern Lösungen zu finden, etwa in Preisgeld- oder Kalender-Fragen.Die Diskussionen um den neuen ATP Cup (ab 2020), das neue, von ITF und Kosmos organisierte Daviscup-Finale und den engen ATP-Kalender sind noch länger nicht ausgestanden. “Es stehen jetzt turbulente Zeiten an, es ist keine leichte Zeit, aber ich habe mich deswegen beworben, weil ich die Verantwortung annehmen möchte”, sagte Straka. Zudem hätten sich die 250er- und 500er-Turniere bisher im Board unterrepräsentiert gefühlt, das war wohl ein Mitgrund für seine Wahl.Für Strakas andere geschäftliche Tätigkeiten bringe das nicht automatisch Vorteile. “Man muss da ja teilweise gegen die Spieler antreten.” Sein Vorteil sei, dass er kein Politiker auf diesem eigentlich politischen Posten sei. “Ich bin völlig unabhängig und vertrete das, was ich für richtig halte. Insofern habe ich kein Problem, die Meinung der Turniere zu vertreten.” Der Informationsvorsprung, den er haben wird, ist freilich durchaus als Vorteil zu werten.Dass Straka den bisher in dieser Funktion tätigen Mark Webster ablösen konnte, habe viele überrascht. “Gegen einen bestehenden Funktionär anzutreten, ist immer schwer. Das ist schon als großer Erfolg zu werten”, glaubt der Grazer, der wie in jedem Aufsichtsrat, auch für Entscheidungen haftbar ist.

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