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"Hochklassiges Turnier für die Fans"

Mit Lleyton Hewitt eine frühere Nummer eins der Weltrangliste, mit Tommy Haas eine ehemalige Nummer zwei des ATP-Rankings, mit Jo-Wilfried Tsonga ein aktueller Top-Ten-Star, mit Jürgen Melzer (links neben Turnierdirektor Herwig Straka und Alexander Peya) ein zweifacher Wien-Sieger, mit Gael Monfils einer der „verrücktesten“ Spieler auf der Tour, mit Dominic Thiem Österreichs größtes Nachwuchstalent sowie mit dem Duo Alexander Peya und Bruno Soares eine der derzeit besten Doppel-Paarungen der Welt – die Besetzung bei den Erste Bank Open vom 12. bis 20. Oktober 2013 könnte kaum besser sein.


„Wir freuen uns sehr über dieses hochkarätige Teilnehmerfeld, in dem nicht nur Stars verschiedener Tennis-Generationen, sondern auch völlig unterschiedliche Spielstile aufeinandertreffen werden. Die Nennliste ist ein Garant für ebenso spannende wie hochklassige Matches“, ist Turnierdirektor Herwig Straka überzeugt. Besonders stolz ist Straka, dass Lleyton Hewitt in diesem Jahr seine Wien-Premiere geben wird: „Lleyton Hewitt hat als einer der wenigen Nummer-1-Stars bisher noch nie in Wien gespielt. Dass er immer noch zu großen Leistungen fähig ist, hat er zuletzt bei den US Open mit dem Einzug in das Achtelfinale gezeigt.“ Der 32-jährige Australier ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten in der internationalen Tennisszene. Hewitt führte 80 Wochen lang die Weltrangliste an, holte zwei Grand-Slam-Titel (US Open 2001, Wimbledon 2002), gewann weitere 26 ATP-Turniere und hat in seiner glanzvollen Karriere knapp 20 Millionen Dollar an Preisgeld verdient.

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"Ich traue ihm einiges zu"
Berühmt ist der dreifache Familienvater für sein großes Kämpferherz, seine Emotionen auf dem Platz und seine coolen Sprüche. „Ich habe wegen meiner vielen Verletzungen die Hölle hinter mir, aber ich will es allen noch einmal beweisen“, so Hewitt. Das gelang dem „Tennis-Rocky“, der ein großer Fan der Boxer-Filme mit Hollywoodstar Sylvester Stallone ist, vor kurzem wieder eindrucksvoll bei den US Open in New York. Dort eliminierte er auf dem Weg in die Runde der letzten 16 u.a. den Argentinier Juan Martin Del Potro und riss dabei die Fans mit grandiosem Tennis und unbändigem Einsatz von den Sitzen. In der laufenden Saison stehen für die aktuelle Nummer 57 der Weltrangliste neben dem Achtelfinale in Flushing Meadows noch ein Finaleinzug in Newport (Rasen) sowie die Semifinali im Londoner Queen’s Club (Rasen) und in Atlanta (Hardcourt) zu Buche. „Das zeigt, dass sich Lleyton Hewitt vor allem auf schnellen Belägen wohlfühlt. Da der Boden in der Wiener Stadthalle in diesem Jahr etwas zügiger sein wird, traue ich ihm auch bei den Erste Bank Open einiges zu“, so Straka.

"Will so lange wie möglich dabei sein"
Die Besetzung der 39. Auflage der Erste Bank Open ringt auch dem zweifachen Turniersieger Jürgen Melzer (Bild unten) Respekt ab: „Man kann Herwig Straka zu diesem Feld nur gratulieren. Auf dieser Nennliste ist für jeden Tennis-Geschmack etwas dabei. Die Fans können sich auf ein hochklassiges Turnier freuen“, so der Wien-Triumphator der Jahre 2009 und 2010, der Ende August in Winston-Salem seinen fünften ATP-Titel erobert hat. Der Lokalmatador ist sich der Tatsache bewusst, dass er bei den Erste Bank Open aufgrund der starken Konkurrenz vom ersten Schlag an voll gefordert sein wird. „Es wird natürlich sehr viel von der Auslosung abhängen, aber dass ich vor heimischem Publikum möglichst lange dabei sein möchte, versteht sich wohl von selbst“, erklärt Melzer. Der aktuelle Weltranglisten-27. hofft bei seinem Heimturnier auf einen ähnlichen Erfolgslauf wie in Winston-Salem: „Dort habe ich mich durch das erste Match gekämpft und mich danach von Spiel zu Spiel gesteigert. Das wird auch in Wien nötig sein, denn das Feld ist enorm stark.“

JM

Jo-Wilfrid Tsonga als Favorit
Der Kreis der Favoriten ist wahrlich groß und wird von Jo-Wilfried Tsonga angeführt. Der Weltranglisten-Achte hat gute Erinnerungen an die Stadthalle, hat er sich doch dort im Jahr 2011 zum Sieger gekürt. In Summe hat der „Tennis-Ali“, wie er aufgrund seiner Ähnlichkeit mit US-Boxlegende Muhammed Ali genannt wird, zehn ATP-Turniererfolge zu Buche stehen. Um seinen bisher letzten Triumph musste der 28-jährige Franzose im vergangenen Februar in Marseille besonders hart kämpfen. Nachdem Tsonga im Viertelfinale gegen den Australier Bernard Tomic nicht weniger als fünf Matchbälle (!) entschärft hatte, wehrte er auch im Finale gegen den Tschechen Tomas Berdych einen Matchball ab und holte sich in weiterer Folge den Titel. Mit dem Erreichen des Viertelfinales bei den Australian Open in Melbourne und dem Vorstoß ins Halbfinale der French Open in Paris präsentierte sich Tsonga auch bei den ersten beiden Grand-Slam-Turnieren in diesem Jahr in bärenstarker Form, ehe er in Wimbledon von einer Knieblessur gestoppt wurde und deshalb auch von einem Antreten bei den US Open absah. „Der Startverzicht in New York war jedoch eine reine Vorsichtsmaßnahme. Tsonga legte nach Wimbledon auch deshalb eine Pause ein, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Schließlich geht es für ihn bei den kommenden Turnieren um die Qualifikation für die ATP World Tour Finals in London“, so Turnierdirektor Straka, der mit dem Management des Franzosen stets in engem Kontakt ist. In dieser Woche gibt Tsonga übrigens beim Turnier in Metz sein Comeback auf der ATP World Tour.

Haas

Schillernd und spektakulär
Neben Jo-Wilfried Tsonga, Lleyton Hewitt und Jürgen Melzer umfasst die Nennliste der Erste Bank Open so klingende Namen wie Tommy Haas (Bild), Fabio Fognini oder Gael Monfils. Der von „e|motion“ gemanagte Haas erlebt mit 35 Jahren gerade seinen x-ten Tennis-Frühling und hat sich im Mai dieses Jahres mit seinem 14. ATP-Turniertriumph ebenso in die Liste der Saisonsieger eingetragen wie der Italiener Fabio Fognini, dem in Stuttgart und Hamburg ein sensationeller „Doppelschlag“ gelungen ist. Gael Monfils wiederum wurde bei den diesjährigen French Open seinem Ruf als einer der spektakulärsten Spieler auf der Tour einmal mehr vollauf gerecht. Der exzentrische Franzose, der bei vier ATP-Titeln hält, warf in Paris in der ersten Runde in einem Fünfsatz-Thriller den Tschechen Tomas Berdych aus dem Turnier und riss in dieser über vier Stunden dauernden Marathonpartie die Zuschauer mit wahren Zauberschlägen immer wieder zu Begeisterungsstürmen hin.

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Peya will in Wien wieder voll fit sein
Deutschland ist mit vier Spielern und damit zahlenmäßig mit der stärksten Abordnung im vorläufigen Hauptfeld vertreten. Neben Tommy Haas schlagen auch Philipp Kohlschreiber, Daniel Brands und Florian Mayer auf. Gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Jungstar Dominic Thiem sein, der von Straka eine Wildcard erhält, sowie auf die Performance des slowenischen Vorjahresfinalisten Grega Zemlja und des kanadischen Shootingstars Vasek Pospisil, der vor kurzem beim ATP-Masters-1000-Turnier in Montreal mit dem Vorstoß ins Semifinale für Furore sorgte. Wie in den vergangenen Jahren dürfen sich die Besucher auch heuer wieder auf eine erstklassige Doppel-Konkurrenz freuen. Mit Alexander Peya und Bruno Soares (Bild oben) zeigen die diesjährigen US-Open-Finalisten ihr großes Können in Wien. Dass es mit dem ganz großen Erfolg in New York nicht geklappt hat, lag auch daran, dass Peya im Endspiel aufgrund eines Bauchmuskeleinrisses nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Der Wiener hat sich darauf eingestellt, in diesem Jahr auf die Asien-Tournee zu verzichten. Seine Rückkehr ins Turniergeschehen peilt Peya für sein „Heimspiel“ in Wien an: „Die bei der genauen Diagnose der Verletzung ins Auge gefassten zwei bis drei Wochen Pause sind positiv formuliert. Bei dieser Art Verletzung muss man den Selbstheilungsprozess abwarten und kann in der ersten Zeit aktiv wenig tun. Man wird dann sehen, wie der Heilungsverlauf nach den ersten zehn bis 14 Tagen aussieht. Aber natürlich werde ich alles daran setzen, um bis Wien voll fit zu werden“, betont Peya.

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