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Bundesliga

HERREN-BUNDESLIGA: ULTV LINZ UND TC GLEISDORF KÄMPFEN AM SAMSTAG UM DEN TITEL

Während ULTV Linz gegen die ersatzgeschwächten Salzburger zu einem klaren 7:0-Sieg kam, konnte Titelverteidiger TC Gleisdorf gegen Colony Comp. Club / Strassburg erst in den abschließenden Doppelpartien den Kopf aus der Schlinge ziehen und mit einem 5:4-Sieg ins Finale einziehen. Im Bild: Johannes Ager (Linz/li.) / Martin Fischer (Gleisdorf/ re.)



HERREN-BUNDESLIGA - FINAL FOUR


9. September 2011

TITELVERTEIDIGER KNAPP IM FINALE. Mit der klaren Vorgabe von Mannschaftsführer und Club-Sponsor Herbert Jerich jr. "Die Zielsetzung für heuer kann nur die Titelverteidigung sein" war der TC Gleisdorf im Juni in die heurige Bundesliga-Saison gestartet. Mit dem 5:4-Sieg im Meister-Playoff über Colony Club / Strassburg ist den Steirern der erste Schritt in diese Richtung bereits gelungen. Es dauerte allerdings lange, ehe das "grüne Herz" richtig zu schlagen beginnen wollte: Nach den Einzelpartien waren die Wiener noch mit 4:2 in Führung gelegen. Für die Punkte hatten Maximilian Raditschnigg (6:2, 6:2 gegen Stefan Koubek), Werner Eschauer (6:3, 6:7, 6:3 gegen Alexander Peya), Maximilian Neuchrist (6:2, 6:3 gegen Christian Magg) und Colony-Mannschaftsführer Andreas Fasching (7:6, 5:7, 6:2 gegen Patrick Schmölzer) gesorgt. Im Duell der beiden Spitzenspieler setzte sich Gleisdorfs Nummer 1, Björn Phau, mit 6:4, 6:3 über Niki Moser hinweg. Für den zweiten Einzelpunkt der Steirer hatte Martin Fischer gesorgt: Beim Stand von 1:0 im ersten Satz konnte Michael Linzer aufgrund von Rückenproblemen die Partie nicht mehr weiterspielen. Erst mit drei Punkten aus den abschließenden drei Doppelpartien gelang es dem TC Gleisdorf die androhende Niederlage doch noch in einen Sieg und damit in den Einzug ins Bundesliga-Finale zu verwandeln: Phau /Koubek besiegten Raditschnigg / Eschauer mit 7:5, 6:3, Fischer / Magg hatten gegen Moser / Colangelo mit 6:4, 1:6, 10:6 die Nase vorne und Peya / Weiglhofer besiegten Fasching / Neuchrist mit 6:3, 6:2. Trotz der Niederlage war Colony-Mannschaftsführer Andreas Fasching mit der gebotenen Leistungen "mehr als nur zufrieden. Vor allem der Sieg von Raditschnigg gegen Koubek war eine ziemlich große Überraschung, da Koubek trotz seinem Karriereende das Tennisspielen ja nicht verlernt hat."

SOUVERÄNE LINZER. Im Bundesliga-Finale werden die Gleisdorfer morgen ab 10:00 Uhr auf den Vorjahres-Vierten ULTV Linz treffen, der gegen den 1. Salzburger TC Stiegl bereits nach den Einzelpartien alles klar gemacht hatten und mit 6:0 uneinholbar in Führung gelegen war. "Leider haben wir ersatzgeschwächt ins Rennen gehen müssen", trauerte STC-Mannschaftsführer Stefan Schiess der Chance nach, erstmals nach 30 Jahren auf eigener Anlage wieder um den Titel mitspielen zu können. Nach Nico Reissig (Knieverletzung) mussten die Salzburger auch auf ihren Topspieler Lukas Rosol verzichten, der sich seit den US Open mit einem Magenvirus herumschlagen muss. Für die ohne Philipp Petzschner (Halbfinale mit Jürgen Melzer bei den US Open) angetretenen Linzer lief hingegen alles nach Plan: Philipp Oswald besiegte Hans Podlipnik-Castillo (CHI) ebenso glatt mit 6:4, 6:4 wie der Deutsche Sascha Kloer sein Gegenüber Gerald Kamitz mit 6:4, 6:2 bzw. Marco Mirnegg Florian Farnleitner mit 6:3, 6:2. Hart zu kämpfen - letztendlich aber mit einem für sie positiven Ende - hatten Johannes Ager (1:6, 6:1, 7:6 gegen Jaroslav Pospisil) und Martin Slanar.

AKTIVER SÜDSTADT-COACH. Der künftige Südstadt-Coach besiegte Marc Rath in einer über drei Stunden andauernden Partie mit 6:4, 5:7, 7:6. "Ich hätte das Match aber viel leichter gewinnen können", so Slanars erste Reaktion unmittelbar danach. "Nach dem ersten Satzgewinn war ich im zweiten bereits mit einem Break vorne. Bei 5:3 habe ich bei seinem Aufschlag 0:30 geführt, hab aber zwei, drei leichte Fehler gemacht. Dadurch ist er viel besser ins Spiel gekommen. Im dritten Satz war ich dann sogar 1:4, 0:40 hinten, weil ich viel zu passiv gespielt habe. Erst, als ich begonnen habe, wieder aktiver zu spielen, hab ich mein Spiel wieder gefunden und nach über drei Stunden gewonnen." Trotz zweier Bundesliga-Niederlagen auf eigener Anlage (Damen: 3:4 gegen Klosterneuburg; Anm.) konnten die Salzburger den heutigen Halbfinal-Tag dennoch mit einem Lächeln beenden: "Nico Reissig (Knie, Kreuzband- und Seitenband-Riss beim Challenger in Dortmund; Anm.) war bei all unseren Partien auf der Tribüne mit dabei. Er steckt gerade in einer umfangreichen Therapiephase und ist auf einem sehr guten Weg der Besserung" (Schiess).


» Meister-Playoff

9. September 2011: TC Gleisdorf – Colony C. Club / Strassburg: 5:4
9. September 2011: 1. Salzburger TC Stiegl – ULTV Linz: 0:6


» Finale

10. September 2011: Sieger 1 (Meister-Playoff) – ULTV Linz

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